Covenant & Comments

Durchsage –: Der Blogger bittet mich, Sie darauf hinzuweisen, daß er soeben einen bitteren Verriß des neuesten Ridley-Scott-Krachers „Alien – Covenant“ veröffentlicht hat. Und zwar in Volker Schönenbergers löblichem Filmblog „Die Nacht der lebenden Texte“, wo Kay Sokolowsky mittlerweile fast Stammgast ist.

Die Polemik enthält ziemlich viele, so nennt man das heute, Spoiler sowie Thesen und Metaphern, über die der Autor gern streiten würde. Außerdem gesteht Sokolowsky seine alte Bewunderung für einen Schöpfer, der in neuerer Zeit leider bloß Nachgeburten auf die Welt bringt. Diese ganz schön persönlichen Ansichten enthalten übrigens auch ein Robert-Gernhardt-Zitat ohne Quellenangabe. Der Autor ist gespannt, welcher Leser es als erster aufspürt.

Zweitens hat der Blogger mir aufgetragen, bei der Gelegenheit mal zu erklären, warum die einen Kommentare flugs nach Einsendung im „Abfall“ zu sehen sind, die anderen erst nach zwei oder mehr Tagen. Das hat nichtsrienzeronada mit Vorlieben bzw. Abneigungen der „Abfall“-Generaldirektion für den jeweiligen Einsender zu tun. Gerade die Verbündeten und Supporter dieses Weblogs müssen schon mal bis zum Schwarzärgern warten, ehe sie ihren Auftritt erhalten. Das ist nichts Persönliches – Teufelsdreck und über beide Schultern gespuckt!

Tatsächlich haben Kay Sokolowsky und ich des öfteren keine Lust, uns mit dem „Abfall“ abzugeben, oder keine Zeit oder beides. Der Blogger treibt sich in der Blogosphäre herum, ohne einen Heller für seine Mühe zu erhalten, und gelegentlich drängt der Broterwerb mehr als die Neigung zum freien Schreiben. Dann müssen die Kommentare leider liegenbleiben. Schließlich haben Sokolowsky und ich den gleichen Vorsatz: Zu jedem Senf geben wir unseren hinzu; das letzte Wort liegt prinzipiell beim Lehnsmann der Domain. Halt blöd, wenn der grad aushäusig ist.

Verloren aber geht nichts! Und es möge nur niemand glauben, die „Abfall“-Konzernzentrale pfeife auf die Meldungen der Klientel. Die Anmerkungen der Leserschaft zu den Postings des Bloggers interessieren Sokolowsky, sie tun ihm – meistens – gut und ergänzen das, was er sich zusammenschreibt und -reimt, regelmäßig um Gedanken, die unbedingt zum Thema gehören, doch im Blogpost fehlen.

– Ende der Durchsage: Ihr Admin.


Mittwoch, 17. Mai 2017 22:54
Abteilung: Inside "Abfall", Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo

4 Kommentare

  1. 1

    Guten Tag.
    Wenn man im allerersten Alienfilm einen dieser Aliens anritzte und etwas Alienblut herausspritzte, ätzte es sich durch mindestens fünf Raumschiffstockwerke hindurch, und das war gut so.
    Seit dem zweiten Teil geht es mir tierisch auf den Sack, daß viel zu viele Aliens andauernd zusammengeschossen werden und deren Blut dann mal nicht, dann aber mal wieder doch gefährlich ätzt.
    Mein Pessimismus läßt mich leider davon ausgehen, daß im neuesten Alienfilm schon wieder dieser nervige Filmfehler stattfindet. Oder doch nicht?
    Ich bitte um Aufklärung.
    Herzliche Grüße, Daniel Lüdke

    Die Aliensäure bringt’s auch diesmal nur in ausgewählten Szenen. Ich glaube aber, daß die nachlassende bzw. sporadische Säurewirkung in Finchers „Alienhochdrei“ gar nicht zu beobachten ist, denn das Viech wird im ganzen Film nicht geritzt. Müßte ich mal checken. Sobald ich den Mumm dazu hab; der dritte Alien-Film haut heftig aufs Gemüt. KS

  2. 2

    @Daniel Lüdke
    Der „nervige Filmfehler“ wird schon für den ersten „Alien“ bei Imdb.com erwähnt (habe jetzt natürlich nicht den Film extra geguckt):
    „As Ripley blows the alien out of one of the Narcissus‘ aft nozzles it should have bled acid on the pod melting it’s fuselage.“
    Und hier die komplette Liste, all der Fehler, die Du wahrscheinlich nicht bemerkt hast:
    http://www.imdb.com/title/tt0078748/trivia?tab=gf&ref_=tt_trv_gf
    Die vier ersten „Alien“-Filme haben wohl ähnlich lange Listen. Aber das ist gar kein Problem, denn jeder Teil ist trotzdem „irgendwie“ in sich stimmig und von besonderer Atmosphäre. Ich mag zwar den dritten und vierten nicht mehr, aber ich kann verstehen, wenn das jemand tut.
    Bei „Prometheus“ ging es allerdings los, daß da sozusagen gar nichts mehr stimmte und alle Raumfahrer sich nur noch wie Vollidioten benommen haben. Wenn das im neuen Film NOCH schlimmer ist, dann brauche ich nicht das Mindeste an Geduld, um zu warten, bis der mir mal in der Bücherhalle in die Finger gerät.

    Falls Du meine Rezension gelesen hast, weißt Du ja schon, daß es noch schlimmer gekommen ist. KS

  3. 3

    Inzwischen habe ich den Film gesehen.
    Und noch mal die Rezension gelesen.
    Ja, der Verriß ist bitter.
    Aber mit Kenntnis des Filmes möchte ich sagen:
    Der Verriß ist außerdem amüsant zu lesen.
    Sehr amüsant!
    Danke.

    Und ich danke für das Kompliment. Du Schmeichler! KS

  4. 4

    Ich wollte überhaupt nicht schmeicheln.
    Ich wollte nur den vom Meister entäuschten bitteren Kritiker nicht brüskieren, indem ich schreib, wie brüllend komisch die Rezension auch ist.
    Eine Szene, auf die die Rezension nicht einging, hat mich beim Schauen sehr amüsiert und u. a. in Stimmung für die Rezension gebracht:
    Ich fahre beruflich in einem Auto, in dem die Musik ausgeht und ein nervender Dauerpiepton zu hören ist, wenn ich den Anschnallgurt löse.
    Im Raumschiff der Zukunft hören zwei einen Alarm nicht, weil sie laut Musik hören, während sie unter der Dusche Sex machen. Es ist immer wieder schlimm, solches zu sehen, aber sehr toll, dergleichen in hervorragenden Sätzen kritisiert zu sehen. Sätzen, wie ich sie nicht hinkriegen würde.
    Und das ist keine Schmeichelei. Ich meine das ernst.

    Nein, Karsten, da muß ich widersprechen. Du könntest das auch. Du unterschätzt Dich ohne Not. KS

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