Die beste aller Welten (10): Land of the free

Anfang Dezember wurde die Dokumentation eines US-Senatsausschusses über die Foltermethoden der CIA veröffentlicht. Der Bericht erscheint in deutscher Fassung morgen beim Westend Verlag. Auszüge des Reports sind auf der Website der Frankfurter Rundschau nachzulesen:

Verhörmethoden wie Schläge oder das „Walling“ (Gefangene werden gegen eine Wand geschleudert) wurden in Kombination eingesetzt, häufig verbunden mit Schlafentzug und Nacktheit. (…)
Die Methode des Waterboardings war körperlich schädlich; sie verursachte Krampfanfälle und Erbrechen. Abu Zubaydah zum Beispiel wurde „völlig unansprechbar, und aus seinem offenen, vollen Mund quollen Blasen“. (…)
Bei mindestens fünf Gefangenen wurden eine „rektale Rehydrierung“ oder rektale Einläufe vorgenommen, ohne dass dafür eine dokumentierte medizinische Notwendigkeit bestand. Die CIA setzte die Gefangenen in „Bäder“ mit Eiswasser. Die CIA versetzte mehrere Gefangene in den Glauben, sie würden den Gewahrsam der CIA nie mehr lebend verlassen, und einem Gefangenen wurde suggeriert, er werde die Einrichtung nur in einer sargförmigen Kiste verlassen. (…)
Während des gesamten Programms zeigten mehrere CIA-Gefangene, die den verschärften Verhörmethoden der CIA und länger dauernder Isolation unterworfen wurden, psychische und verhaltensmäßige Auffälligkeiten wie Halluzinationen, Paranoia, Schlaflosigkeit sowie Versuche der Selbstverletzung und Selbstverstümmelung.

And the star-spangled banner in triumph shall wave.


Sonntag, 18. Januar 2015 21:43
Abteilung: Die beste aller Welten, Ironie off

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