Empfehlung des Hauses


Sie, liebe Leserin, werter Leser, haben lange nichts von mir gehört (außer ein paar kryptischen Reimen),
und das hat seine Gründe. Aber die will ich nicht ausbreiten, grund- und bodenlos, wie sie sind. Ich bin ja kein norwegischer Schriftstellerdarsteller.

Einige unter Ihnen haben es vielleicht vermißt, mein Geräusch zu vernehmen, und (wenn ich das schreiben darf, ohne peinlich zu erscheinen) ich auch. Ich habe viel zu lange nichts Ordentliches gebloggt. Das wird sich bald ändern. So viel kann ich versprechen, ohne falsch Zeugnis abzulegen. In meiner digitalen Kladde lauern drei dreiviertelfertige Essays über „Russiagate“, Relotius und richtiges Kino, die ich nirgendwo als hier, im „Abfall“, ablegen kann. Bzw. will.

Bis dahin bleibt mein Weblog eine trostlose Ödnis, sorry. Wer mich aber vorher wiederhören will, der findet am 25. Februar eine reelle Gelegenheit. Mein Kollege Fritz Tietz wird nämlich an diesem Tag um 20 Uhr anläßlich des „5. Hörkiosk“ in der Jupi-Bar (Caffamacherreihe 37-39) sein famoses Audio-Feature „Es darf ein bißchen mehr sein!vorstellen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen, wenn Sie Einwohner meiner Hanselstadt sind.

Denn, erstens, erhalten Sie am Montag Gelegenheit, einen Autor kennenzulernen, der sich mit Talent, Witz, Stil und Sorgfalt sämtliche Journalistenpreise – ginge es vernünftig zu – verdient hätte, die hierzulande leider nur Lügnern und Kitschiers nachgeworfen werden. Sie bekommen, zweitens, die Chance, ein prächtiges Radiokunststück in guter Gesellschaft zu hören. Weil in diesem Werk viele ergreifende Momente stecken, werden Sie, glaube ich, dankbar sein, ihre Ergriffenheit mit anderen teilen zu können. Und drittens wird einer der O-Töner des schönen Stücks vor Ort sein. Nämlich ich.

Falls also Hamburger Stammkunden dieses Blogs den Blogger leibhaftig antreffen möchten: voilà! Ich werde sogar ansprechbar sein. Doch erscheinen Sie bitte nicht meinetwegen. Nehmen Sie sich lieber Zeit für ein Rundfunkjuwel, das Ihre Zeit allemal wert ist, und erweisen Sie Fritz Tietz eine Aufmerksamkeit und Ehre, die er mehr verdient als ca. tausend Qual.journalismuspreisträger zusammen.

Photo: „RadioPreparation1918“,
by PhantomS/United States War Department [Public domain],
via Wikimedia commons


Samstag, 23. Februar 2019 23:32
Abteilung: Qualitätsjournalismus, Sokolowsky anderswo

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