Ihr Völker der Welt, sucht in dieser Stadt!

Gesichtet in Berlin-Schönhausen am 20. Oktober:

Lieber Béla, Trennungsschmerz tut weh, so weh – du erlebst es gerade aufs grausamste. Deshalb solltest du bitte künftig auch die Wörter nicht so brutal trennen. Sonst lachen alle über dein Kuschelt-ier und rufen bloß zwecks Spott und Häme an unter di-eser Nummer.

Doch weil ein kleiner Junge, dessen bester Freund ein Igel ist, eine wirklich gute Seele sein muß, will ich dir weiteres Weh ersparen und werde nur jenen, die es ernst meinen, deine komplette Telephonnummer verraten. Und ich erspare dir auch die Oberklugscheißerfrage, ob dein stachliger Gefährte so groß wie eine Berliner Semmel oder eher so wie ein Hamburger Rundstück ist. Vielmehr wünsche ich dir viel Glück und eine baldige Familienzusammenführung! (Mein alter Kumpel Timmi drückt ebenso die Daumen, jedenfalls im Geiste.)

PS. Deine Igelzeichnung, lieber Béla, ist entzückend – wäre eine Schande für ganz Berlin, sollte da lange gesucht werden!


Montag, 21. Oktober 2013 22:20
Abteilung: Timmi und die Arkonigel, Unerhört nichtig

Ein Kommentar

  1. 1

    Der kleine Bèla hat jetzt natürlich auch nicht die Recherchemittel, um diese grausame Rochade gegen ihn zu verstehen. Denn siehe: „Bèla“ ist ungarisch für „Paul“. Wir müssen also im Ungarischen suchen, um hier weiterzukommen.
    Igel (oder auch Stachelschwein) heißt „sün“, in Langschrift „sündisznò“. Das entsprechende Verb dazu ist „sündörög“ und bedeutet herumstreichen, schleichen, scharwenzeln.
    Tja, Bèla: Manchmal est Nomen halt Omen. Dein bester Freund ist jetzt in seinem Element und scharwenzelt durch Berlin.
    Und außerdem (nach dem Wörterbuch der Akadèmiai Kiadò) gibt es im Ungarischen auch gar kein Wort für „kuscheln“.

    Das erklärt die aktuelle politische Lage in Ungarn. Zum Teil jedenfalls. – Aber warum heißen Igel und Stachelschwein auf Ungarisch gleich? Ich als Igel wäre da beleidigt. KS

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