Die hohlste der Parteien. Fragment (1)

Donnerstag, 26. April 2018 17:10

Die SPD wird gebraucht.
Bätschi, sage ich dazu nur.
Und das wird ganz schön teuer.
Bätschi, sage ich dazu nur.
Andrea Nahles, 7.12.2017

Die Zustände hier sind entwürdigend!
Ich protestiere im Namen des Sortiments!
Asterix – Die Lorbeeren des Cäsar

Wann wir schreiten in die Pleite

Seit Monaten will ich meinen Ausführungen über die blödeste, obszönste sowie jämmerlichste der Parteien ein Finale mit Andrea Nahles folgen lassen. Über mein langes Zögern & Zagen ist die hohlste aller SPD-Frauen nun eine gernegroße Vorsitzende geworden. Aber das hätte, glaube ich, die stärkste Polemik der Literaturgeschichte nicht verhindern können.

Ein formal und erzählerisch geschlossenes Nahles-Stück, wie ich es mir mal vorstellte, wird niemals erscheinen. Es ist mir schlicht nicht möglich. Ich habe dafür weder die Zeit, die Kraft noch, vor allem, die Lust. Denn jede Stunde, die ich an das Studium der Politiksimulantin Nahles verwende, macht mich verdrossener, sprachloser und: dümmer. Es ist in den Worten und Aktionen, der Ideologie und dem Intrigantentum dieser Frau etwas so unfaßbar Intellektfreies, daß man es nicht packen kann, ohne dabei selbst zu verblöden.

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Schnipsel (4): 22. April 2018

Sonntag, 22. April 2018 21:18



Verbrecher und ihre Helfershelfer

Den Vereinten Nationen gehören 193 Staaten an. Um Mitglied der Organisation werden zu können, mußten sie die Charta der UNO ratifizieren. UN-Mitglieder, die gegen die Charta verstoßen, brechen den Vertrag und ebenso die eigene Gesetzgebung, die sich qua Ratifikation den supranationalen Regeln der UN unterworfen hat. Es gibt hier keine Hintertüren, keine Sophisterei, keine Ausreden. Mitglieder, die sich nicht an die Charta der UN halten, verletzen einen Kontrakt, den sie selbst und ohne Zwang gebilligt haben.

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Schnipsel (3): 6. April 2018

Freitag, 6. April 2018 23:54

Robins in the Hood

Beim Spaziergang durchs Viertel zehniRotkehlchen gesichtet und mindestens 20 gehört und irgendwann vor Rührung ein bißchenigeweint.

Wie aus etwas so Kleinem so große Musik kommen kann, solch ein Wohlklang, solch entzückender, beglückender Gesang! Wie diese munteren Gesellen sich gegen die Kakophonie der Killeraffen, den Krach der Autos, der Jets, der Baumaschinen behaupten! Wie sie die glühende Brust aufpumpen, die Schnäbelchen aufsperren und flöten und trillern, kolorieren und jubilieren –: Das ist ein wahres Wunder und ein Segen und eine Freude, und all die Zombies, die an mir vorbeihuschen, den Blick stier aufs Smartphone-Display geheftet, blicklos für das Gottesgeschenk fünf Meter über ihnen, taub für die betörende Schönheit der Töne, sind zusammen nicht halb so viel wert wie dieses eine Rotkehlchen, dieser eine Winzling, diese Krone der Schöpfung.

Was bleibt einem Menschen da übrig als ein bißchen zu weinen?

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The Happy Eggheads in: Frohe Prostern!

Sonntag, 1. April 2018 0:19


Henry Vahl gewidmet.

Erster Akt.



FRAU EIERMANN. Wie siehß du denn aus? Biß ja überall bekleckert – was issenn das?

HERR EIERKOPF (betüdelt). Scholo … Soko … Scho-ko-la-de, min Deern. Mmmh – legger!

(Mehrere Lacher.)

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Just kidding

Donnerstag, 29. März 2018 20:48


Keine Bündnissolidarität um jeden Preis“ – Außenminister Maas plädiert für Mäßigung und Deeskalation und warnt vor einem Atomkrieg.

Aupenminister Maas (Archivbild)


(Eigener Beitrag
*.) Berlin. Die Bundesregierung wird in der Affäre Skripal vorerst keine Sanktionen gegen Rußland erlassen. Vor den Vertretern der Bundespressekonferenz appellierte Außenminister Heiko Maas an alle beteiligten Parteien, den laut britischer Regierung mit einem Nervengift verübten Anschlag auf den britisch-russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia nicht vor Abschluß der Untersuchungen durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)
zur Grundlage von Sanktionen oder Diplomatenausweisungen zu machen.

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Rück Ein Aus Blick

Samstag, 24. März 2018 1:18

Falls Sie, werte Leserin, lieber Leser, sich fragen, warum ich dieser Tage so wenig sage, obwohl weißgott sehr viel zu melden wäre …  Nun …

Vorhin stand ich in der Küche, schaute neben die Spüle und sah eine Reflexion der Welt, der Zeit, des Lebens, eine Metapher, die alles erklärt, bloß ohne Worte. Könnte ich malen, dies wär mein Motiv:

Ja!, so sieht es derzeit in meinem Hirnkastl aus. Sortiertes Chaos, forcierte Entropie. (Die Hoffnung, wenn eine ist, versteckt sich in den Details.)

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Schnipsel (2): 9. März 2018

Freitag, 9. März 2018 2:14

Überwältigt vom Tempo, in dem die spätbürgerliche Gesellschaft ihren sittlichen und politischen Untergang betreibt, hat der Verwalter des „Abfall“ entschieden,seinen auktorialen Ehrgeiz beiseitezulegen und auf eine Gesellschaft, die im Zeitraffer zerbricht, mit Splittern und Fragmenten zu reagieren. Immer noch besser fassungslos zu stammeln als ohne Fasson zu schweigen. Deshalb: Schnipsel aus der Wahnwelt.

Wechselnde Mehrheiten ausgeschlossen

Habe ich gehofft, daß die Sozen den Seeheimer-Putschisten in die Suppe spucken würden? Ja. Ich bin nun mal ein Tor. Habe ich geglaubt, daß dafür eine echte Chance bestünde? Nein.

Viel zu grell, allen Widerspruch überdröhnend, beschworen sämtliche Qual.medien den Untergang der SPD bei baldigen Neuwahlen, die drohende Explosion der EU sowie die „Verantwortung“ des gemeinen Sozialdemokraten fürs Vaterland. Damit kriegt die Herrschaft den braven Genossen nämlich jedesmal: Lieber genehmigt der den Ersten Weltkrieg oder winkt die Hartz-IV-Tyrannei durch, als sich nachsagen zu lassen, Partei- über nationale Interessen zu stellen. Das typische SPD-Mitglied unterscheidet sich mittlerweile von seinem Analogon bei der CDU allenfalls durch Kleidung und Posen, aber auch das verwischt immer mehr; siehe z. B. Jens Spahn und Lars Klingbeil.

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Schnipsel (1): 24. Februar 2018

Samstag, 24. Februar 2018 23:57

Wenn die Dummheit, mit der Dumme uns verdummen wollen, so kolossal anschwillt wie dieser Tage (und täglich kolossaler), wenn beinah jede Schlagzeile ein Schlag ins Gesicht ist, läßt sich den Ereignissen in geschlossener Prosaform nicht mehr beikommen, außer um den Preis der langen Weile. Daher befindet der Blogger, daß er aus seiner „Art Notizbuch“ gelegentlich ein richtiges machen darf – Fragmente, abgebrochene Gedanken und Momentaufnahmen statt ordentlicher Essays, ausgefeilter Glossen oder didaktischer Gedichte.
Überwältigt vom Tempo, in dem die spätbürgerliche Gesellschaft ihren sittlichen und politischen Untergang betreibt, hat der „Abfall“-Hüter beschlossen, seinen literarischen Ehrgeiz beiseitezulegen und auf eine Gesellschaft, die im Zeitraffer zerbricht, mit Splittern und Fragmenten zu reagieren. Immer noch besser fassungslos zu stammeln als zu schweigen. Deshalb ab sofort und regelmäßig:
Schnipsel aus der Wahnwelt.
Der Admin

(Notate, die schon viel zu lange liegen:)

Sag ich am Abend des 8. Februar noch zu meinem besten und klügsten Freund: „Ist doch klar, in zwei Wochen wird Martin Schulz für immer weg vom Fenster sein. Den opfern die Seeheimer wie nix, der war und ist die Geisel dieser Banditen.“ Und dann ist Dienstag, 13. Februar, und Martin ganz weg, für immer. Grad mal fünf, nicht 14 Tage bis zur Ewigkeit.

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