Kreatiphe Orthogravie (5): Eselsbrocken

Samstag, 24. Januar 2015 11:10

Rechtschreibregel_Symbolbild_(c)_Kay_Sokolowsky

R
EGEL

Wer nämlich mit h schreibt,
ist dämlich.

++

VARIATIONEN

Wer täglich mit k schreibt,
ist eklig.

Wer schrecklich mit g schreibt,
ist eglig.

Wer fleckig mit v schreibt,
ist einvach ferrückt.

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Heiteres Ratespiel für die gebildeten Stände (2)

Freitag, 23. Januar 2015 16:24

Quizlogo_gebildet_(c)_Kay_SokolowskyDas Materialistische und das Religiöse stehen sich, hch-chmm, sensibel gegenüber. Je höher, schneller, weiter die Wissenschaft in die Struktur der Schöpfung eindringt, desto weniger Schöpfer findet sie darin. Es gibt kein Aufklären über das Leben, das Universum und die Ziffer 42 ohne Gottlosigkeit. Denn erst der Zweifel zeigt den Denker / die Skepsis ehrt den Menschenfreund. / Wo sitzt er jetzt, der große Lenker? / Hat er seinen Thron geräumt? – Aufklärung kann nicht sein, wo geglaubt wird. Deshalb ist Blasphemie die Vorstufe des „Ausgangs aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant).

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Herr Hamburg und die Hygiene

Donnerstag, 22. Januar 2015 23:35

Heino Jaeger gewidmet

Toilet_sign_Men_at_airport_Hambug_IMG_0003_(c)_Apostoloff

Er ist groß, einsneunzig mindestens, und kräftig gebaut, an der Schwelle zum Fettleib. Über seine Wampe spannt sich ein Sweater mit der Aufschrift „Hamburg“. Da weiß ich gleich, wie der Mann heißt. Wie alt er ist, kann ich jedoch nur raten. Dreißig – vielleicht. Seine Pausbacken, das winzige Basecap und die riesige Brille (plus fünf Dioptrien) lassen ihn aussehen wie einen Deppen aus der sechsten Klasse. Wir stehen ziemlich nah beieinander und warten auf den Bus.

Plötzlich Gummiquietschen und Motorbrüllen: Da hat sich einer von der rechten Spur in eine Lücke auf der linken gedrängelt. Und nun beginnt ein Gespräch, das ich mir gar nicht ausdenken könnte. Eswurde nichts gekürzt oder geschürzt. Hiersitzt jedes Wort wie gemeißelt.

HERR HAMBURG. Das war aber knapp! Idioten!

ICH. Ja, wird gern gerast an dieser Ecke.

HERR HAMBURG. Deshalb fahr ich auch kein Auto. Alles viel zu hektisch. Macht
mich verrückt.

ICH. Im Bus ist es natürlich –

HERR HAMBURG. Versteh die Leute nicht. Was das immer soll! Zum Beispiel
in meiner Firma. Das sind da solche Schweine.

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Trefflich gescherzt (2)

Mittwoch, 21. Januar 2015 23:50

„Unser Nachbar ist doch Müllmann, oder?“
„Ja.“
„Warum sieht dann sein Garten aus wie éin Müllhaufen?“
„Vielleicht bringt er sich Arbeit mit nach Hause.“

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Sokolowsky am Boden!

Mittwoch, 21. Januar 2015 1:20

Den ganzen Abend an einer Änderung des Blog-Designs gefummelt – und keinen Nanometer weitergekommen. Das raubt Nerven; außerdem sehr viel Zeit. Deshalb bin ich etwas zu spät für das Dienstags-Posting; ich bitte meine Millionen treuen Leserinnen und Leser in aller Welt um Pardon. Leute, ihr seid die Größten!

Es gibt jetzt aus o. a. Grund auch nicht viel Text zu sehen. Bloß einen Schnappschuß von dem, was ich gestern abend beim Abstellen des Fahrrads vorm Supermarkt entdeckte. Und was man meinetwegen für ein Sinnbild dieses Blogs halten darf:

Abfall_Sinnbild_(c)_Kay_Sokolowsky


Oder einfach für die Photographie eines verlorenen Schnullers, eines Werbe-Buttons sowie einer Zigarettenkippe.

(Sofern es Sie interessiert, woran ich so lange und erfolglos bastelte: Ich wollte dieses Bild in den „Header“ des Weblogs integrieren. Klingt ganz schön aufregend, was? – Wie bitte? Nein, Sie müssen jetzt nicht antworten.)

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Zeilenschinderei (2)

Montag, 19. Januar 2015 23:45


Sag, lieber Freund, was bist du so politisch,

so streng, so biestig und verbissen,
als seist du dieser Welt Gewissen,
und weshalb, bitte, wirst du gleich so kritisch?

Versteh, mein Freund, die Frage nicht als Angriff!
Ich frage bloß, weil ich dich leiden mag.
Doch stört mich, daß du jeden jungen Tag
zum Anlaß machst für einen schrillen Anpfiff.

Ich bin ja selber manchmal analytisch.
Wenn‘s paßt, wenn‘s sein muß … Muß es sicher sein!
Viel lieber freilich sind mir Sonnenschein
und frische Luft und Lust statt jesuitisch.

„Okay, ich bin dir offenbar zu nölig.
Stimmt aber nicht! Ich bin beim Nörgeln fröhlich.“

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Die beste aller Welten (10): Land of the free

Sonntag, 18. Januar 2015 21:43

Anfang Dezember wurde die Dokumentation eines US-Senatsausschusses über die Foltermethoden der CIA veröffentlicht. Der Bericht erscheint in deutscher Fassung morgen beim Westend Verlag. Auszüge des Reports sind auf der Website der Frankfurter Rundschau nachzulesen:

Verhörmethoden wie Schläge oder das „Walling“ (Gefangene werden gegen eine Wand geschleudert) wurden in Kombination eingesetzt, häufig verbunden mit Schlafentzug und Nacktheit. (…)
Die Methode des Waterboardings war körperlich schädlich; sie verursachte Krampfanfälle und Erbrechen. Abu Zubaydah zum Beispiel wurde „völlig unansprechbar, und aus seinem offenen, vollen Mund quollen Blasen“. (…)
Bei mindestens fünf Gefangenen wurden eine „rektale Rehydrierung“ oder rektale Einläufe vorgenommen, ohne dass dafür eine dokumentierte medizinische Notwendigkeit bestand. Die CIA setzte die Gefangenen in „Bäder“ mit Eiswasser. Die CIA versetzte mehrere Gefangene in den Glauben, sie würden den Gewahrsam der CIA nie mehr lebend verlassen, und einem Gefangenen wurde suggeriert, er werde die Einrichtung nur in einer sargförmigen Kiste verlassen. (…)
Während des gesamten Programms zeigten mehrere CIA-Gefangene, die den verschärften Verhörmethoden der CIA und länger dauernder Isolation unterworfen wurden, psychische und verhaltensmäßige Auffälligkeiten wie Halluzinationen, Paranoia, Schlaflosigkeit sowie Versuche der Selbstverletzung und Selbstverstümmelung.

And the star-spangled banner in triumph shall wave.

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Man schreit deutsh (12): Weiberkram

Samstag, 17. Januar 2015 23:39

Was unterscheidet den gemeinen Pegidazi vom gewöhnlichen Islamisten? Nichts außer den Klamotten und den Eßgewohnheiten. Der Haß auf alles, was libertär, tolerant, emanzipativ ist, eint die Prediger beider Parteien.

Halt – eine weitere Differenz gibt es: Die Typen mit den Kopfwindeln geben gar nicht erst vor, etwas anderes zu sein als reaktionäre Barbaren.

Die Muslimfeinde hingegen verwenden ziemlich viel Zeit und Energie darauf, sich als Vertreter von Demokratie und Zivilisation aufzumanteln. Das ist eine, leider, ziemlich erfolgreiche Taktik, aber nicht mehr als das. Herrschte hierzulande ein Bürgerkrieg wie im Irak, die verkappten Nazis würden sofort zur Sache kommen.

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