Die Freibadsaison ist eröffnet! (2)

Samstag, 13. Juni 2015 22:02

K-Strand

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POSER 1. Ich glaub, da spannt einer.
POSER 2. Wo?
POSER 1. Da drüben.
POSER 2. Wo denn?
POSER 1. Nee, nicht da! – Da!
POSER 2. Wo „da“? Ach, da. Ach ja. Ja, seh ihn.
POSER 3. Und jetzt macht der auch noch Photos!
POSER 2. Ja ja, reg dich ab.
POSER 3. Bitte? Der knipst uns, und morgen holen sich auf der ganzen Welt
irgendwelche Notgeile einen auf uns runter!
POSER 2. Oh, komm, bild dir doch nix ein.
POSER 3. Sag mal, hast du was genommen? Der Spanner da filmt uns, und ich
soll mich nicht aufregen?
POSER 2. Genau.
POSER 3. Aber das ist nicht in Ordnung, so was. Das verletzt meine … meine …
POSER 2. Intimsphäre?
POSER 3. Ja! Janee, das nicht … Meine … meine …
POSER 2. Deine informationelle Selbstbestimmung?
POSER 3. Genau! – Meine was?
POSER 2. Das Recht auf deine Daten und wie sie verwendet werden.
POSER 3. Also darf ich dem Spanner ein paar aufs Maul hauen?
POSER 2. Ja. Aber mach die Kamera nicht kaputt.
POSER 3. Klar, ich weiß, Beweismaterial!
POSER 1. Nee, Quatsch, du Brathahn! Für das Teil kriegen wir einen Grünen.

Badestelle_04_(c)_Kay_Sokolowsky
(Geschnatter, schneller Vorhang.)

Das ganze Drama
I – Die Liebenden
II – FKK-Strand
III – Die Bruderscbaft
IV – Summer of Love
V – Revue

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Die Freibadsaison ist eröffnet! (1)

Donnerstag, 11. Juni 2015 23:37

Dem guten Zeichner gewidmet.

Die Liebenden

Badestelle_01_(c)_Kay_Sokolowsky

DAISY. Nun sieh dir das an – alles belegt.
DONALD. Ach, bitte! Da ist noch Platz für eine ganze Fußballmannschaft.
DAISY. Ich bin aber nicht zum Fußballspielen hier. Du hast mir versprochen,
daß es total romantisch und kuschelig und so wird. „Nur du und ich,
die Sonne, der Wind und die Wolken, quak quak quak!“
DONALD. Ich finde, daß Du –
DAISY. Daß ich was? Mich nicht so haben soll? Den Schnabel halten? Grütze
schlucken?
DONALD. Wir können auch nach Hause gehen, wenn dir das lieber ist.
DAISY. Das würde dir so passen! Erst schleifst du mich mich hierher, und
kaum sind wir angekommen, willst du schon wieder abhauen?
Du mußt wohl wieder zu deinem Onkel? Dich zum Deppen machen
und nach irgendwelchen Schätzchen suchen!
DONALD. Schätzen …
DAISY. Was?
DONALD. Du hast „Schätzchen“ gesagt. Aber mein Onkel sucht nach richtigen
Schätzen.
DAISY. Als wüßte ich nicht, was ich sage – Schätzchen, jawohl! Ich kann mir
gut vorstellen, was ihr Filous treibt, wenn ihr unterwegs seid!
DONALD. Bitte, Schatz … Die gucken schon alle …
DAISY. Solln sie doch! Die haben hier eh nix verloren, diese Tagediebe!
Und sag nicht Schatz zu mir!
DONALD. Ja, Schätzchen.

Badestelle_02_(c)_Kay_Sokolowsky

(Geschnatter, schneller Vorhang.)


Das ganze Drama
I – Die Liebenden
II – FKK-Strand
III – Die Bruderschaft
IV – Summer of Love
V – Revue

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Apocalypso Haffau

Montag, 1. Juni 2015 20:00

Halbzeit in Karlsruhe, Spielstand null zu null – es sieht verdient schlecht aus für den Hamburger Sport-Verein. Aber man soll den Abend nicht vor dem Abpfiff loben. Feststeht jedenfalls, daß das Ende der Partie für Menschen mit der Raute im Herzen ein Desaster sein wird. Entweder weil sie, wie ich, ein weiteres Geeier des einst so glorreichen Vereins in der Bundesliga nicht ertragen würden. Oder weil sie, wie Uwe Seeler und andere von keiner Blamage Erschütterbare, es für ein Naturgesetz halten, daß der Haffau den 17ianderen Teams der Liga als Punktelieferant dient.

Wie immer die Sache ausgehen wird, einen passenden Film dazu kann manibereits jetzt besichtigen, und zwar auf dem löblichen Weblog „Prinzessinnenreporter“. (Wo die einzigen Hochadligen zu Hause sind, deren Einsatz in der Fischfabrik bzw. als Laternendekoration ich nicht befürworte.) Dero Hoheit Marit Hofmann und ihr Leibphotograph Fritz Tietz haben nämlich einen gleichermaßen formschönen wie würdigen „HSV-Totentanz“ inszeniert; übrigens zu großem Teil vor der Kulisse jener Grabstätte, über die ich am vergangenen Donnerstag gar nicht so unfeine Reime veröffentlichte:

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Prager Frühling (3): Man ißt deutsh

Samstag, 30. Mai 2015 0:00

Ein Karnivore wie ich fühlt sich inieiner Stadt wie Prag natürlich sauwohl. Noch schafft die Gallenblase brav weg, was ich ihrian Schwarte, Fett und Faser zumute, und verstopft bin ich weiterhin nur, wenn ich z. B. Textbrei von Halbgaren wie Sascha Lobo löffeln muß.

Trotzdem hatten die Liebste und ich in der Mehlspeisenmetropole nicht immer Glück bei der Wahl des Restaurants. Fehlgriffe solcher Art kennen wir, seit wir uns kennen. Wir könnten Ihnen Geschichten erzählen …! Die Sie allerdings nichts angehen.

An unserem letzten Abend in Prag wollten wir es unbedingt richtig machen und guckten betont skeptisch in die Lokale und auf die Speisekarten. Unweit der „Švejk“-Schwemme mit der Golem-Tür sahen wir dies im Fenster kleben:

Menue_in_Deutsch_01_(c)_Kay_Sokolowsky

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HSV-Epitaphe

Donnerstag, 28. Mai 2015 14:41

Dem unbekannten Kuttenträger gewidmet

HSV-Grabstaette_Epitaphe_01_(c)_Kay_Sokolowsky

Versuch mal, zwischen all den Linden
das Zeichen des Vereins zu finden!
Und will es dir nicht gleich gelingen,
befaß dich jetzt mit letzten Dingen.

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Aus Berechnung homophob

Mittwoch, 27. Mai 2015 23:59

Was an der Entscheidung der Iren für eine Ehe, die jeder mit jedem eingehen darf, neben der fortschrittlichen Tendenz besonders charmiert, ist die Erklärungsnot, in der nun die Fundamentalisten und Schwulenhasser hierzulande sich befinden. Offensichtlich hat „das Volk“, auf das besonders die Reaktionäre so gern sich berufen, keine Probleme damit, wenn ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Frau heiratet und solche Paare dieselben Privilegien beanspruchen können wie die Heten. Völlig zu Recht verlangen die aufgeklärten Politiker in Deutschland deshalb einen Zensus wie in Irland oder – damit der üble Status quo (an dem „eingetragene Lebenspartnerschaften“ im Kern nichts ändern) zügigst ein Ende finde – einen Kabinettsbeschluß. So wäre die Große Koalition wenigstens ein Mal für was gut.

Weil aber Schwulen- und Lesbenhaß besonders in der CDU/CSU eine politische Heimat haben, wird weiterhin bloß Kosmetik betrieben, beteiligt sich die elende SPD weiterhin an der legalen Diskriminierung Homosexueller, sind Menschen, die das eigene Geschlecht dem anderen vorziehen, weiterhin von Artikel eins des Grundgesetzes ausgeschlossen. Das könnte ein Skandal sein, wenn die hiesige Öffentlichkeit es wollte, aber in Deutschland war die Öffentlichkeit selbst stets der größte Skandal.

Und darum gibt es mal wieder gar keinen Aufschrei und keine Initiative, antidemokratisches Denken in Partei und Parlament zu ächten, wenn Thomas Strobl – MdB aus Heilbronn, Rechtsanwalt in jedem Sinne, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschland, Mitglied im Vorstand von „ProStuttgart21 e. V.“ sowie im politischen Beirat des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft –. wenn also dieser Strobl in die Mikrophone erbricht, es dürfe nicht passieren, daß im Bundestag ohne Fraktionszwang über die allseits offene Ehe abgestimmt wird. Denn „das Parlament muß berechenbar bleiben“.

So berechenbar wie z. B. zwischen 33 und 45 –? Die Frage sollte der Kerl schleunigst beantworten. Aber unsere Qualitätsmedien kommen nicht mal auf die Idee zu fragen. – Ich weiß jedenfalls, weshalb ich beleidigt bin, wenn mich einer für einen Journalisten hält.

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Einmal das Ende mit Schrecken, bitte

Samstag, 23. Mai 2015 14:06

HSV_forever_(c)_Kay_SokolowskyKay Sokolowsky (51) trägt seit bald vierzig Jahren die Raute im Herzen. Weshalb er trotzdem froh wäre, würde der HSV morgen nachmittag aus der Bundesliga verschwinden, erzählt er heute in der Taz. Weil Sokolowsky ziemlich nostalgisch argumentiert, empfehlen wir den Erwerb der traditionellen Holzausgabe.

Wer das ebenso grimmige wie sentimentale Stück lieber digital nachlesen will, sollte keinesfalls versäumen, unter „taz. zahl ich“ einen ordentlichen Obolus zu entrichten. Schnorrer und Abstauber müssen gewärtigen, von Bruno Labbadia besucht und mit einem individuellen Motivationsprogramm auf Zack gebracht zu werden (Motto: „Isch babbel, bis du bibbäst“). Wiederholungstäter haben unter Aufsicht von René Adler die Uwe-Seeler-Fußskulptur vor der Inkompetenz-Arena mit der Zunge zu reinigen (Slogan: „Leck mich fett“).

Ergänzend zu seinem Epitaph auf den „Haffau“ hat Kay Sokolowsky dem „Abfall“ mehrere Photos überlassen, die er bei einem Ausflug zur ziemlich schaurigen „HSV-Grabstätte“ anfertigte. Die Bilder werden am Samstag nach Spielabpiff am Donnerstag vor dem ersten Relegationsspiel (ich muß mich von dem Schock erst mal erholen) hier mit passenden Inschriften gezeigt werden. – Bis dahin empfiehlt der Blogger seine schön wehmütigen Anekdoten über den Mann, den er, Sokolowsky, auch deshalb forever adorieren wird, weil die Raute im Herzen damals dank seines, Ernst Happels, Genies keine eiternde Narbe, sondern eine Ehrenmarke war.

Das Branding unter der Brust wird Sokolowsky übrigens auch beim Absturz des „Haffau“ in die, kann sein, fünfte Liga nicht loswerden. Daher kommt ein Vereinswechsel für ihn niemals in Frage, nicht mal im Alptraum dieser Saison.

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Prager Frühling (2): Mein Dinner mit Putin

Samstag, 23. Mai 2015 0:15

Dinner_Prag_Putin_01_(c)_Kay_Sokolowsky


„… und dann bin ich also in Prag und setz mich abends auf der Kampa in so einen Touristenbums zum Essen, und dann seh ich, wer da auch schon war – der Dings, der Depardieu, und diese Inzestopfer, der Charles und sein Tampon-Mädel. Und sogar der neue Adolf, der Herr Putin! Irgendwer sonst war da auch schon mal, komm grad nicht auf den Namen. Bin ich natürlich sitzen geblieben. Vielleicht schneien die Herrschaften ja wieder herein? Man weiß es nicht.“

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