Auch …

Donnerstag, 8. Januar 2015 1:43

Je-suis-Charlie_07-01-15_(c)_Charlie_Hebdo


Mitten in einem längeren Stück für die Februarausgabe von Konkret über Pegida und die Nutzlosigkeit, mit Pegidazis zu diskutieren, erfahre ich von dem Massaker in der Redaktion von Charlie Hebdo.

Abscheu vor den Mördern und Grauen angesichts ihrer Tat mischen sich mit Ohnmacht. Und schlechtem Gewissen. Habe ich, als ich vor sechs Jahren das Buch Feindbild Moslem schrieb, eine Gefahr verharmlost? Und eine Religion schön geredet, die immer wieder und immer öfter solche Proselyten zeugt – Blutsäufer, Folterknechte und Judenhasser, Menschenfeinde durch und durch –?

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Abteilung: Ironie off, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1)

Erstmals* photographiert: Wölfe im Schafspelz

Mittwoch, 7. Januar 2015 20:56

Wolfsschafe_(c)_Kay_Sokolowsky

* von mir

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Warum Twitter unentbehrlich ist

Dienstag, 6. Januar 2015 22:45

Twitter-Mail_06-01-15_(c)_Kay_Sokolowsky

Aus einer Twitter-E-Mail-Benachrichtigung vom 6.1.2014, 9.05 Uhr

 

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Aufgelesen (1): Reformalitäten

Montag, 5. Januar 2015 23:51

Gregor Peter Schmitz residiert als, hui!, „Europa-Korrespondent“ für Spiegel online in Brüssel und ist auch sonst ein Qualitätsjournalist wie aus dem Bilderbergerbuch. Das heißt: Er hat zwar zu allem eine vorhersehbare Meinung, aber weil der Kerl es mit der Sprache nicht so genau nimmt, weiß der Leser ebenfalls nicht so genau, was Schmitz denn gerade zur Meinung machen möchte.

Beispielsweise schreibt die Brüßlerspitzenkraft heute in einem Kommentar zum herbeispekulierten Austritt Griechenlands aus dem Euro-Imperium:

Reformhaus_SPON_05-01-15

Worum es sich bei diesen Aufgaben im Reformhaus wohl gehandelt haben mag? Dinkelvollkornmehl kaufen? Folsäuretabletten besorgen? Gesichtsschmiere ohne Zusatzstoffe erwerben? – Es ist schon ein Kreuz mit der großen Freiheit, welche die deutsche Sprache beim Bilden von Komposita gewährt, zumal wenn ein Neoliberaler sie wahrnimmt. Denn so, wie solche Masterminds das Wort „Reform“ mißbrauchen, straft die Sprache, die zwar jede Lüge erlaubt, nicht jedoch duldet, sie mit Blamagen ab, die sensiblere Menschen in die Nachsitzecke nötigten.

Ebenfalls heute prangt übrigens im Ressort „Gesundheit“ von Spon ein Artikel über die Emetophobie, also die Angst vor dem Erbrechen bzw. Erbrochenen (mit einem sagenhaft blöd ausgewählten Symbolphoto).

Schon frag ich mich, warum ich mindestens einmal am Tag bei der Zwillingsschwester von Bild.de ins Irreformhaus gucke. Ist dies nicht gleichfalls ein „Ekel, der das Leben beherrscht“? Allerdings mit Lust am Übergeben – also so etwas wie Emetophilie?

Und, im Ernst: Gibt‘s dagegen Präparate (möglichst ohne Wechselwirkung mit meinen Blutgerinnungshemmern)? Um Karatschläge wird gebeten.

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Heiteres Ratespiel für die gebildeten Stände (1)

Sonntag, 4. Januar 2015 19:12

Welchen Aphorismus des österreichischen Dichters und Satirikers Karl Kraus stellt Kay Sokolowsky in folgendem Photo nach?

Schattenmann_(c)_Kay_Sokolowsky

a) Die Welt ist ein Gefängnis, in dem Einzelhaft vorzuziehen ist.

b) Er hatte so eine Art, sich in den Hintergrund zu drängen, daß es allgemein Ärgernis erregte.

c) Gute Ansichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.

(Kleiner Tip: Die richtige Antwort lautet natürlich: d). Zu finden ist sie bzw. der gemeinte Aphorismus bspw. hier.)

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Die beste aller Welten (9): Wachstumsberichte

Samstag, 3. Januar 2015 19:25

„Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Zehn Jahre nach Einführung der sog. Hartz IV-Gesetze ist aber festzustellen, daß sich insbesondere die Kinderarmut in Deutschland deutlich verschärft hat. Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren auf rund 2,8 Millionen mehr als verdoppelt.“

Aus einer Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks
vom 29. Dezember 2014


„Die Deutsche Bank sieht große Chancen, im Geschäft mit sehr reichen Kunden hierzulande weiter zu wachsen. Das von der Bank in Deutschland verwaltete Vermögen sei seit 2009 jährlich um zwölf Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als der hiesige Gesamtmarkt mit drei bis vier Prozent (…) Das Geldhaus verwaltet (…) in Deutschland insgesamt 117,6 Milliarden Euro und ist damit Marktführer vor der Commerzbank.“

Aus einem Artikel auf FAZ.net vom 3. Januar 2015

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Der schreckliche Iwan (10): Wahnfried

Freitag, 2. Januar 2015 23:42

Spiegel online schreibt heute über einen Fackelmarsch Kiewer Nazis zum Gedenken an den Hitlerfreund und Massenmörder Stepan Bandera: „Einige Tausend Anhänger rechter Parteien hatten am Donnerstag an dem umstrittenen Fackelzug in Kiew teilgenommen. Dabei war es auch zu einem Übergriff auf Journalisten des russischen Online-Senders Lifenews gekommen.“

Solche massenhaften Nazi-Kundgebungen mit anschließenden Hexenjagden sind in der Post-Maidan-Ukraine zwar seit Februar 2014 die Regel. Aber es ist eine große Ausnahme, wenn deutsche Massenmedien davon einmal Notiz nehmen. Damit das Ausscheren aus der Einheizfront nicht auffällt, biegt der zuständige Spon-Redaktör die Sache so hin, daß wir Lesertrottel sie nicht zu sehr, das heißt, auf die Art Ernst nehmen, wie sie es seiner Meinung nach verdient hat, und untertitelt: „Rußland wähnt Ukraine ‚auf den Spuren der Nazis‘“.

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Gute Vorsätze 2015*

Donnerstag, 1. Januar 2015 22:58

Rauchen_(c)_Kay_Sokolowsky


Ich möchte zum Beispiel nicht mehr rauchen.

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