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Schöne Bescherung (fürs Gemüt)

Sonntag, 25. Dezember 2016 1:51

Thomas Küster ist einer der Gäste meines Blogs, die mir regelmäßig das Gefühl geben: Es lohnt sich, trotz allem. Neulich hat Küster ein Jubiläum im Kommentarbereich dieses Blogs begangen. Dafür schenkte ich ihm was:

Sie dürfen im „Abfall“ ein zur dunkelsten Jahreszeit besonders gut passendes Lied empfehlen, möglichst mit ein paar begründenden Worten, möglichst mit YouTube-Link.

Und ein Wunderwerk an Schönheit bekam ich von Thomas Küster retour. Ich habe die Veröffentlichung eigens für Weihnachten aufgehoben, denn dies ist ja die Zeit, um Präsente zu machen, welche die Herzen rühren. Dem klugen Gastautor und seinem feinen Geschmack danke ich sehr und bezaubert; und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, werden es hoffentlich auch tun. Sie müssen sich nur etwas Zeit nehmen, doch davon sollte an Feiertagen ja einiges vorhanden sein (zumal bei diesem Dreckwetter).

Beauty und der schlimme alte Mann
Hilary Hahn spielt Mozart im Vatikan
Von Gastautor Thomas Küster

Der Impuls beim ersten Schwenk von der Bühne ins Publikum, wo der Ratzingerpapst im Mittelgang thront, flankiert von zwei weiteren Hochwürdens: weiterklicken! Es gibt unendlich viele schöne Musik auf YouTube, warum muß ich mich da von einem Ratzinger runterziehen lassen? Doch dann fängt Hilary Hahn zu spielen an; und ich muß zuhören.

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Thema: Adventskalender, Discovery Channel, Musicalische Ergetzungen | Kommentare (8) | Autor:

Zwei Stimmen der Vernunft

Donnerstag, 29. Oktober 2015 22:32

Daß ich mal Sympathie für einen Papst empfinden würde, hätte ich bis gestern ausgeschlossen. Aber Jorge Mario Bergoglio, Künstlername Franziskus, wärmt mein Herz, seit er das hier gesagt hat:

Haaretz_Franziskus_29-10-15

Haaretz.com, 29.10.2015

Auch der Welt berühmteste Romanautorin Joanne K. Rowling zählt nicht zu den Leuten, für die ich viel übrig hatte, bis vorgestern. Der Abschlußband ihrer sowieso schwer überschätzten Harry Potter-Serie ärgerte mich geradezu mit seinem unablässigen Geschwafel und Gebrabbel und Gequassel. Doch alles verziehen, denn:

Haaretz_Rowling_29-10-15

Haaretz.com, 27.10.2015

(Warum diese durchaus erheblichen Meldungen in deutschen Online-Medien nirgends zu finden sind – jedenfalls nicht mit Google –, möchte ich hier nicht erläutern, weil dies mir und Ihnen sofort die Freude über zwei ziemlich überraschende Geschichten verderben würde.)

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Thema: Aufgelesen, Gute Nachrichten | Kommentare (2) | Autor:

Der Blogger ist blockiert (1): Verschlußsache

Montag, 11. Februar 2013 22:20

„Der Fuß“, schreibt unser bedeutendster Dichter Ror Wolf in seiner Inkarnation als Raoul Tranchirer, „ist neben dem Gehirn die Hauptsache der Menschenform.“ Außerdem lernen wir aus Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt 1 über „Füße, kalte“: „Die Füße sind bezüglich der Blutversorgung die am meisten benachteiligten Teile des Menschen, weil sie am weitesten vom Herzen entfernt sind und weil das Blut bei seinem Rückweg bergauf laufen muß.“ Vor einem runden Vierteljahrhundert habe ich diese Zeilen das erste Mal gelesen; aber erst heute ist mir klar, daß in ihnen mindestens so viel Wahrheit wie Komik steckt.

Denn seit einem Monat macht mein linker Fuß mir zu schaffen – um es zurückhaltend auszudrücken. Er glüht und krampft, sticht und kribbelt, pocht und drückt, pausenlos, Tag und Nacht. Vor allem nachts. Das ist wie ein Sonnenbrand mit Mückenquaddeln. Oder wie nach einer Waldwanderung in Flip-Flops. Eine gewisse Taubheit, als hätte der Fuß stundenlang in Eiswasser gebadet. Ein gewisser Druck, als stünde man auf der Kante eines Ziegelsteins. Eine gewisse Lähmung, als sei um die Wade ein Gummischlauch geknotet. Nein, schlimmer. Es ist wie nichts, das ich jemals erfahren habe. – Ah, nun komme ich auf den passendsten Vergleich: Linker Fuß und Knöchel fühlen sich an, als trüge ich einen Gummistiefel, der zwei Nummern zu klein ist, und außerdem Socken aus unbehandelter Wolle.

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Thema: Selbstbespiegelung | Kommentare (2) | Autor:

Die spitze Feder (4): Urin et orbi

Donnerstag, 12. Juli 2012 18:35

 © Satyricos

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Thema: Die spitze Feder, Unerhört nichtig | Kommentare (0) | Autor: