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The Happy Eggheads in: Versemmelt

Dienstag, 29. März 2016 23:30

 Für Eric Rohmer
Late_Eggheads_01_(c)_Kay_Sokolowsky


MANN.
Du könntest wirklich etwas kooperativer sein.
FRAU. Wieso das denn? Du hast es versemmelt.
MANN. Das ist jetzt aber etwas hart ausgedrückt. Versemmelt … Ich hab
doch dran gedacht, am Karfreitag!
FRAU. Und es dann versemmelt.
MANN. Ich hab‘s bloß vergessen, ich war abgelenkt …
FRAU. Und jetzt soll ich davon ablenken, daß du es versemmelt hast.
MANN. Nichts lenkt die Leute besser ab als ein schönes Gesicht …Das
Hollywood-Geheimnis!
FRAU. Den Film drehst du mal schön ohne mich. Du hast es versemmelt.

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Thema: Bored beyond belief, Selbstbespiegelung, Unerhört nichtig | Kommentare (0) | Autor:

Hokuskrokus

Samstag, 27. Februar 2016 22:55

Abendrot_Groenenweg_02_(c)_Kay_Sokolowsky

Ernst Jandl und Willy Steputat zugeeignet;
auf die Romanza des Hornkonzerts KV 417 zu jodeln


Abendrot o Abendrot
Gaa Gnadenbrot
Abendbrot
Aa Aufgebot o rot a Brot
Abendbrot o rot o a Gebot
Aa Atemnot o a ooo Abendrot
Abendrot o Abendroot oo Abendrooot gaaa Gnaaadenbrooot oaa

Abend o Abend o o o Abendrot
Sapperlot
Abendrot o Kot
Schockschwerenot
Brot o Abend o rot a Aaabend o rot ooo Nooot
Ooo Iiidiot o Kotverbot

Abendrot rot rot a rot aaa rooot
Halb a halb aaa halb o a ooo halbverloht loooht
Angedroht rot o Abend o Aaabend ooo
Abendrot a Abend aaa Abendrot o, oo, ooo
Hlllbvrrrloooht
O a Abendrot!

Abendrot_Groenenweg_01_(c)_Kay_Sokolowsky

KlGV Grönenweg, 27. Februar, 18.25 Uhr

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Thema: Bored beyond belief, Kreatiphe Orthogravie, Lieder ohne Werte | Kommentare (5) | Autor:

Über meine Produktionsprobleme

Samstag, 10. Oktober 2015 23:00

Produktion_(c)_Kay_Sokolowsky


Ich sitz an den Sätzen,
zersetz sie zu Fetzen,
bis letztlich das Denken,
das In-sich-Versenken,
sich selber entdeckt
und merkt: ist befleckt.
Drum wieder von vorn –
auch Spreu hat ein Korn!

Eventuell.

Moment. Nicht so schnell!

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Thema: Lieder ohne Werte, Selbstbespiegelung | Kommentare (0) | Autor:

Twentyfivesomething

Mittwoch, 2. September 2015 22:52

Jeder Autor mit Ambitionen hofft auf den Moment, in dem er denken darf: „Nun!, hat das Gewürge sich doch gelohnt.“ Solch einen Moment hat KayiSokolowsky soeben durch die September-Ausgabe von KONKRET erfahren. Dort hinterläßt Leserin Gerlinde Bakenhus mit Blick auf Sokolowskys SF-Nachlese „Die Zukunft war gestern“ dieses Kompliment:

Die besten Buchtipps gibt esiseit einiger Zeit nicht mehr bei „buch & markt“, sondern von Kay Sokolowsky. Phantastische Serie!

„Vielen Dank für Ihr phantastisches Lob!“ erwidert der Autor, der so was auch nicht alle Jahre lesen darf.

In der gepriesenen Reihe feiert Sokolowsky übrigens ein Bergfest: Die zwölfte von 24 Episoden widmet sich der Foundation-Trilogie des Gehirntiers Isaac Asimov. Kay Sokolowsky tat sich mit dieser Empfehlung etwas schwer, weil Großmeister Asimov als Wortsetzer ein Tunichtgut, in der pseudodeutschen Übersetzung sogar ein Trampeltier ist. Sokolowsky kann nur hoffen, daß Frau Bakenhus ihm für diesen ambivalenten Kaufauftrag nicht demnächst alles Wohlwollen entzieht.

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Thema: Kaputtalismus, Litterarische Lustbarkeiten, Qualitätsjournalismus, Sokolowsky anderswo | Kommentare (7) | Autor:

Dem Publikum zur gefälligen Beachtung

Dienstag, 24. März 2015 23:37

SW_Testbild_auf_Philips_TD1410U_Ausschnitt_(c)_Eckhard_EtzoldAus Gründen akuten
Konditionsmangels
(der sich in Übermüdung,
Reizbarkeit, Weltekel, aber
auch -untergangsvisionen
äußert) muß und werde ich
die „Abfall“-Entsorgung
für einige Tage einstellen.
Sie dürfen selbstverständlich
weiterhin und gern auf der
Deponie stöbern gehen.

(Der Blogger sagt hastig
Tschüs und Bisbald, bevor die Metapher zu riechen beginnt.)

Photo: „SW_Testbild_auf_Philips_TD1410U“ by Eckhard Etzold,
licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany license,
via Wikimedia commons

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Thema: Bored beyond belief, Sokolowsky anderswo | Kommentare (0) | Autor:

Aus den Memoiren (1): Die Zeichen

Mittwoch, 11. März 2015 23:59

Dichte_Werkstatt_01_(c)_Kay_Sokolowsky

Mit fünf brachte ich mir selbst das Lesen bei. Damit war mein Leben praktisch gelaufen.

***

Meine erste große Liebe war eine Lehrerin. Als Unterpfand meiner Ergebenheit schrieb ich mein erstes Buch, eine mordsspannende Geschichte, nur für sie. Ich illustrierte den Schmöker sogar eigenhändig, allein für mein Fräulein ––! Sie mochte mich, freute sich aufrichtig über die Fibel; ihr Herz, ach, wollte sie mir nicht schenken. Dabei wurde ich bald neun! Ich bilde mir ein, daß ich etwa einen Nachmittag lang todunglücklich war. Später hat sich dergleichen leider länger gezogen.

***

Mein erster richtig bester Freund hieß Niko. Wir gingen gern spazieren, stundenlang, nie weiter weg als hundert Meter von der Familienwohnung, doch das reichte meistens für ein Abenteuer. Blieb es aus, las ich Niko zum Zeitvertreib die Straßenschilder und Hausnummern vor, denn er konnte nicht lesen. Mit dem Reden haperte es bei ihm gleichfalls. (Und wiederum bei mir, damals, mit den Ziffern ab 5. Aus naheliegenden sowie ästhetischen Gründen: Ständig verwechselte ich, ihrer Spiegelung in der je anderen Ziffer wegen, die 6 und die 9, manchmal die 4 und die 7. Und die 8, die sich graphisch selbst reflektiert, war mir unheimlich, weil unergründlich.)

Nikos Schweigsamkeit störte mich nie, ja, sie kam mir ganz recht, denn er konnte gut zuhören. Und verstehen! Für mich Fünfjährigen, der in der fremden Umgebung sonst keinen zum Spielen und Ausweinen hatte, konnte es einen besseren Freund schwerlich geben. Einen treueren ohnedies nicht. Er trug allzeit eine rote Jacke und eine spitze rote Mütze, daher rührte wohl sein Name. Niko war übrigens schwach auf den Beinen, darum trug ich ihn 

Fortsetzung folgt.

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Thema: Bored beyond belief, Selbstbespiegelung | Kommentare (0) | Autor:

Film in vier Versen (1)

Freitag, 27. Februar 2015 21:49


Das Mysterium des Messerhelden

Wie, o Zauberer der Zwiebel,
wehrst du ab ihr größtes Übel?
Was mag dein Geheimnis sein?
Ich muß schon beim Hinschaun wein‘.



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Thema: Bored beyond belief, Discovery Channel, Lieder ohne Werte, Unerhört nichtig | Kommentare (4) | Autor:

Mitteilung der Redaktion

Donnerstag, 12. Februar 2015 23:59

Liebe Leserin, lieber Leser, ich weiß, ich weiß: Ich gelobte zu Jahresbeginn, jeden Tag ein Posting zu, ähm, posten. Ich habe bereits einmal gefehlt und das bis heute nicht gutgemacht. Also muß ich schnell was hier reinschreiben, um meine Lage im Gelöbnisland nicht noch zu verschärfen.

Ich weiß und bedaure, daß jene unter Ihnen, die täglich nach meiner Unterweisung und Unterhaltung „dürsten“ (K. Diekmann), von dieser Notausgabe bitter enttäuscht sein werden.

Aber ich habe (und jetzt werde ich ernst:) vor ein paar Stunden nichts Geringeres gehabt als eine Erscheinung. Nichts Kleineres als eine Offenbarung. Eine mystische Vision, vermittelt durch Wissenschaft und Technik. Ein fünf Milliarden Jahre altes Wunder. Ich muß mich, meine Augen, meinen Verstand von diesem Anblick eine Nacht lang erholen, wenn Sie erlauben. – Danke!

Wenn‘s beliebt, schauen Sie doch Freitagmittagnachmittagabend, so gegen 13 16 17 18 19 18.58 Uhr*, wieder vorbei. Dann werde ich alles erklären. Und ein Bekenntnis ablegen.

„Hat er tatsächlich ‚Bekenntnis ablegen‘ gesagt?“ – Er hat. Bis später!

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Thema: Selbstbespiegelung | Kommentare (1) | Autor: