The real pulse of Europe (4): Kaltes Blut



Europa muss auch die Sprache der Macht lernen.
EU-Kommissionspräsidentin v. d. Leyen, 8.11.2019

Sie haben aus einem Meter Entfernung Gas geschossen auf einen Mann,
aus nur einem einzigen Meter Entfernung.

Flüchtling Reza, 2.3.2020

Wie werden – sollte es sie geben – Menschen in ferner Zukunft über den Pseudokontinent Europa, dieses „zerklüftete Westkap Asiens“ (Arno Schmidt) urteilen, über seine Insassen und Geschichte? Über die tiefen Spuren von Blut und Gewalt, Terror und Eigensucht, Raub und Machtgier, die sich durch die Jahrtausende bis in unsere Gegenwart ziehen? Wie werden diese Zukunftsmenschen über das angebliche „Friedensprojekt“ Europäische Union befinden? Werden sie anders als mit Begriffen aus der forensischen Psychiatrie beschreiben können, wie unfaßbar schäbig, steinherzig und brutal die Einwohner der reichsten aller Erdgegenden sich im März 2020 gegen Menschen verhielten, die in schierer Not sind, erniedrigt und verzweifelt, und dies bestimmt nicht zuletzt wegen der Politik der EU –?

Und wie hält ein EU-Durchschnittsbürger sich selbst angesichts der Schreckensbilder von der türkisch-griechischen Grenze aus? („Bestens, keine Klagen!“) Die kommissarische Repräsentantin jedenfalls ließ sich am 3. März an die Grenze geleiten und kehrte nach einer Besichtigung von ganz oben

Twitter, 3.3.20


mit
einem Menschenfressergrinsen zurück:

Twitter, 3.3.20


Sie hatte zur Grimasse auch eine Sprechblase, und
mit der platzt alles auf, was man über diese Person wissen muß, die vor lauter Ehrgeiz längst vergessen hat, was die Minima der Moral sind:

The situation at our border is not only Greece’s issue to manage. It is the responsibility of Europe as a whole. And we will manage it in an orderly way, with unity, solidarity and determination.
Twitter-Channel der EU-Kommission, 3.3.20

Sea Watch 3“-Kapitänin Carola Rackete konterte, gleichfalls via Twitter, die bigotte Prahlerei mit bitterer Wahrheit:

And with no respect for international law like the Geneva convention, nor human rights, nor ethics or courage.

***

„Zeit“-Korrespondentin Alkyone Karamanolis beschrieb am 5. März den Völker- und Menschenrechtsbruch der EU so nüchtern wie möglich:

Kritik an der Aussetzung des Asylrechts ist von EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen nicht zu vernehmen, als sie am Montag das Grenzgebiet besucht. Stattdessen gibt es volle Unterstützung für das harte Vorgehen der griechischen Regierung und die Zusage für finanzielle Hilfen über 700 Millionen Euro. Ob dieses Geld auch dafür eingesetzt werden soll, um die Menschen aus den Elendslagern von den Inseln zu holen und unter menschenwürdigen Bedingungen auf dem Festland unterzubringen, wurde nicht bekannt.

Ihr Kollege Jaafar Abdul Karim versuchte – ebenfalls in der „Zeit“ –, das Ausmaß der EU-Verkommenheit in Worte zu fassen, ohne die Fassung zu verlieren:

Wenn die Geflüchteten die Grenze der EU nicht überschreiten dürfen, dann überschreiten wir die Grenze der Menschlichkeit. Zusammenhalt, Toleranz und Solidarität gegenüber Menschen, die alles verloren haben – was sind diese europäischen Grundwerte noch wert, wenn wir an der Grenze selektieren, wer menschenrechtswürdig ist und wer nicht?

Die europäischen Grundwerte waren leider noch nie etwas wert außer als Deko-Artikel für Sonntagsreden, möchte ich alter Zyniker dem jungen Idealisten sagen, aber er ahnt es wohl selbst:

In Griechenland wurde das Asylrecht ausgesetzt: Einen Monat lang sollen keine Anträge angenommen werden. Eine rechtliche Basis gibt es dafür nicht, kritisierten auch die UN. Trotzdem wollen die Griechen daran festhalten. Eigentlich sind die EU-Mitglieder doch Rechtsstaaten, in Europa herrscht doch das Gesetz, dachte ich. […]
Was unterscheidet uns in der Migrationspolitik jetzt noch von den Rechten in Europa? Was unterscheidet uns von Weidel, Höcke und Orbán?

Das scheinheilige Getue, die Art der Lügen, der Ton der Worte – darin bestehen die Unterschiede zwischen Vonderleyen und Weidel, EU-Vertretern und EU-Hassern, Reklame und Propaganda.

***

Ich – ein EU-Bürger, der es schon lange nicht mehr aushält – erinnere mich gut an das pathetische Phraseln der ewigen Streberin Vonderleyen bei ihrer Inauguration zur Klassensprecherin der Union, es ist ja erst drei Monate her:

Die Welt braucht unsere Führung mehr denn je. Wir müssen in dieser Welt auch weiterhin eine verantwortungsvolle Macht bleiben. Treibende Kraft für Frieden und Veränderungen zum Besseren hin sein. […] Wir können diejenigen sein, die die Weltordnung zum Besseren hin formen.

Indem wir das Menschenrecht abschaffen und Krieg gegen die Wehrlosen führen, führen wir die Welt an: Das stimmt wohl. Vonderleyen, die vermutlich zu narzißtisch bzw. arrogant ist, um sich für irgendwas zu schämen, war im November 2019 schamlos genug, sich als fühlender, mitleidender, erschütterbarer Mensch aufzuspielen, obschon sie – wie nun für alle Zeit bewiesen ist – weder mitfühlt noch Erschütterung kennt und kein Kettenhund so unmenschlich agieren könnte wie sie, wenn es zur Sache geht. Das wohlfeile Lamento hat Vonderleyen so gut drauf wie Tommy DeVito in „GoodFellas“, wenn er zwischen zwei Morden mal wieder klagt: „Was soll aus dieser Welt noch werden?“ Angesichts der Bilder und Berichte von der griechisch-türkischen Grenze sind die folgenden Ausführungen der Betonfrisur noch viel zu freundlich charakterisiert, nennt man sie obszön:

Im letzten Monat sind 39 Menschen in einem LKW-Anhänger zu Tode gekommen. Davor wurden sie durch mindestens vier EU-Länder geschleust. Dass eine Mutter in Vietnam von ihrer Tochter aus Europa die Nachricht erhält, sie bekomme keine Luft mehr, ist eine Tragödie. Für diese 39 Menschen. Für ihre Mütter, Väter und Freunde. Wir alle sind uns einig, dass so etwas niemals geschehen dürfte.

Ein Mensch hätte gesagt: „Wir alle sind mitschuldig an diesem Verbrechen.“ Ein Mensch hätte gewußt, daß der elende Tod der 39 keine „Tragödie“, sondern das Resultat einer verbrecherischen Politik ist. Kein Mensch redet wie Vonderleyen:

Deshalb bin ich der Meinung, dass ein Europa, das so viel auf seine Werte und so viel auf seine Rechtsstaatlichkeit hält, in der Lage sein muss, eine Antwort zu finden, die sowohl human als auch nachhaltig ist. […]
(In) dreißig Jahren werden andere an diesem Platz stehen und auf unser Tun zurückblicken, wie ich es zu Beginn meiner Rede getan habe. Was werden sie sagen?

Daß die EU ein nachhaltig toxischer Müllberg und die Kommissionspräsidentin eine abscheuliche Heuchlerin ist? Ja, das könnten sie wohl sagen, die Nachkommen. Unter den Zeitgenossen sagen es leider viel zu wenige; die meisten EU-Bourgeois winseln lieber über die Corona-Not oder den gerechten Zorn der Proleten auf einen Uhrensohn aus Heidelberg.

***

Ich erinnere mich auch an die korrupten Vorgänge, die der Superniete Vonderleyen ein Amt verschafften, dem sie so wenig gewachsen ist wie allen anderen Ämtern in ihrer nepotistischen Karriere. Ich erinnere mich an all die Qual.artikel, in denen Vonderleyens intrigante Beförderung an die Spitze der EU als „demokratisch“ zurechtgeflunkert, in denen dieser Symbolfigur für Niedertracht und Selbstgerechtigkeit der herrschenden Klasse attestiert wurde, eine – wie der von keinem Geist noch Zweifel jemals behinderte „Spiegel“-Großkopf Sebastian Fischer im Juli 2019 halluzinierte – „überzeugte Europäerin“ zu sein, deren „Story […] sogar neue Identifikation mit der EU schaffen“ könnte.

Und wie wir uns identifizieren, wie wir uns alle wiedererkennen in der überzeugten Europäerin! Ihre Schändlichkeit ist unsere, ihre Falschheit unser Geburtsrecht. Und nun sitzen wir alle auf unseren Sofas, wir friedensnobelpreisbehängten EU-Bürger, schauen ungerührt zu, wie wir Grenzkrieg führen: gegen die Ärmsten der Armen, die schlechthin Ohnmächtigen, die Waisenkinder unseres paternalistischen Anspruchs auf die „Führung“ der Welt.

Es ist uns dabei völlig egal, daß Vonderleyens hohes Lob auf die menschenfeindlichen Aktionen der griechischen Staatsgewalt zugleich eine echte Ermunterung für die europäischen Nazis war, den Schlägerbullen auf Lesbos und im Niemandsland eine helfende Faust zu leihen.

Erik Marquardt, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament, ist am Tatort und tweetet fast stündlich neue Schreckensmeldungen. Wie etwa diese am 6. März:

Es sind wohl 40 internationale Nazis hier auf Lesbos angekommen. Darunter vorbestrafte Gewalttäter.
Bei den letzten Übergriffen hat der Polizeinotruf hier mehrfach aufgelegt und nicht geholfen. Es drohen folgenlose Hetzjagden.

Und dann stellt Marquardt eine Frage, auf die ihm die überzeugte Europäerin garantiert niemals antworten wird:

Ist das ihr „Schutzschild“, Frau @vonderleyen?

Was könnte die Nichtswürdige auch anderes erwidern als: „Öhm … ja.“ – Nein, es besteht, von Äußerlichkeiten abgesehen, kein Unterschied zwischen Vonderleyen und Weidel, Eurochauvinismus und EU-Politik. Wir durchschnittlichen EU-Bürger aber sitzen da und pfeifen auf das Leid, das Grauen und alle Menschen, die keine durchschnittlichen EU-Bürger sind. Wir fühlen uns sauwohl mit unserer eingebildet „christlich-jüdischen Tradition“, mit unseren wertlosen „abendländischen Werten“. Und wir sind ganz groß darin, auf dem Berg unserer Schuld anderen Unholden Ethik zu predigen – den Trumputinogans des Planeten, die bei uns Europäern überhaupt erst gelernt haben, wie industriell organisierte Unmenschlichkeit geht.

***

Abermals die „Zeit“ referierte am 6. März ein Dossier der UN-Organisation für Migration:

Bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, sind seit 2014 geschätzt mehr als 20.000 Flüchtlinge und Migranten gestorben. […]
Im Gesamtjahr 2019 kamen demnach gut 100.000 Menschen auf allen Routen über das Mittelmeer nach Europa, 1.885 Menschen starben bei dem Versuch. Im Januar und Februar dieses Jahres versuchten es etwa 14.000 Migranten, mindestens 211 wurden getötet.

Wie ein, wie irgendein Mensch so etwas lesen kann, ohne vor Verzweiflung die Sprache zu verlieren, ohne wenigstens für ein paar Minuten taub und stumm und blind und lahm vor Entsetzen zu werden – kann mir keine Psychologie, nicht mal die pathologische erklären.

Wie aber im Kommentarbereich zum Artikel binnen Minuten Hunderte Zeugnisse eines bestialisierten Bürgertums auftauchen, kann ich mir schon erklären. Das sind allesamt überzeugte Europäer. Sie sprechen aus, was Vonderleyen tut, sie reden jedoch nicht um den Blutbrei herum. Zum Beispiel der Schlauberger, der sich „chr.schr“ nennt und als ein ächter Deutscher seine Sprache nur schnarchen kann:

Ich habe prinzipiell nichts dagegen es in dieser Weise auszudrücken, aber sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 211 Menschen gestorben oder wurden sie umgebracht? Die „Getötet“ klingt erst einmal danach, als stände hinter ihrem Tod eine menschliche Handlung oder Intention.

Ich stünde nicht an, hier einen potentiellen KZ-Verwalter zu wittern. – Gleich danach blakt einer, mit dem sich Eichmann prächtig verstanden hätte, ein „Andreas-Monti“:

Flüchtlinge und Migranten in einem Atemzug zusammen zufassen, ist eine sehr durchschaubare version der Stimmungsmache.
Man sollte schon sehr differenziert unterscheiden und auch die exakten Zahlen benennen. Die wenigsten werden Flüchtlinge sein, der Rest sind Migranten. Genaugenommen sind es illegale Einwanderer, die sich den Zugang in ein Land ohne Genehmigung verschaffen. Es sind somit Straftäter.

Ein „Land ohne Genehmigung“: welch humanistische Utopie! Doch in seiner Unfähigkeit, deutsche Sätze zu formulieren, wird dem Totaldeutschen die schöne Zukunftsvision zur Rechtfertigung von Brutalität und Staatsunrecht. – In der Kommentarspalte nisten sich die Unmenschen und Henkersknechte ein wie die Borkenkäfer. Sie lesen von mehr als 20.000 grauenhaft verstorbenen Menschen, und dazu fällt einem typischen Bürger wie „Der Buerger“ bloß ein:

Warum sollen hier massenhaft Leute legal nach Europa (Deutschland) migrieren können, die weder die notwendige Qualifizierung für den hiesigen Arbeitsmarkt besitzen noch von der kulturellen Prägung ihres Heimatlandes zu den hiesigen westlichen Normen passen?

Es ist eine idiotische, realitätsferne, aber in der christlich-jüdisch-muslimischen Tradition sehr gängige Praxis, die übelsten Exemplare der Menschheit als „Schweine“ zu bezeichnen. Dabei würde kein Schwein je so säuisch grunzen wie „Corporate Girl“:

Man muss die Zahlen auch als Risikobewertung der Migranten sehen. Wie hoch ist mein Risiko zu sterben? 1:100? Wie am Everest?

Der bekanntlich von lauter Flüchtlingen erklommen wird. – Nur zu reden darüber, wie viele Menschen sich am europäischen Meer zu Tode tranken, weil die EU es so wollte, erscheint den Bourgeois – die nichts dabei finden, daß jeden Monat mehr Menschen an der Außengrenze der EU verrecken als in 40 Jahren an der innerdeutschen Grenze –, erscheint Unmenschen wie „ah-jun“ als Zumutung und sogar konspirativ:

Dieser und ähnliche Artikel haben doch nur einzigen Zweck: Uns für eine bedingungslose Grenzöffnung „weich zu klopfen“. Jeder der nach Europa möchte, der wird abgeholt und wird letztendlich hierbleiben. Das kann nicht funktionieren und wird fürchterliche Folgen haben. Nicht zuletzt für die Flüchtlinge, die hier zurecht Asyl bekommen haben.

Hätte ich absolute Gewalt über alle Bürger der EU: diesen Idioten wiese ich sofort aus. Ihn und seine mind. 100 Millionen Gesinnungsgenossen. Anders als durch staatliche Gewalt läßt sich dieses rassistische Pack nie weichklopfen. – Aber wer soll unseren „Menschenschrott“ (H. P. Piwitt) aufnehmen? Wer möchte diese Blutsäufer freiwillig haben?

Zwischen der Barbarei ist aber gelegentlich und zum Glück eine Stimme der Vernunft und Humanitas zu vernehmen. Am nobelsten klingt, finde ich, der Einwurf von „Dogwalker“:

Ich weiß schon warum ich die Kommentarseiten zu solchen Artikeln in der Regel meide. Man begibt sich in höchst unangenehme Gesellschaft.

Das heißt: europäische Gesellschaft.

***

Kein Laut ist dieser Tage zu hören von der PR-Organisation „Pulse of Europe“. In deren besten Tagen, vor der Europawahl, nahm sich sogar die „Tagesschau“ Sendezeit, um von den albernen Demo-Simulationen der Pulswärmer zu berichten. Danach, als die EU sich als der undemokratische Dunghaufen herausstellte, der sie vorher schon gewesen war, verschwand „Pulse of Europe“ sofort in der Versenkung; das Open-air-Theater hatte seinen einzigen Nutzen verloren: die europäische Bourgeoisie an die Wahlurnen zu labern. Zu diesem Zweck verbreitete „Pulse of Europe“ dieselbe miese Feierstundenprosa, mit der auch Vonderleyen fortwährend Intelligenz, Geschmack und Realität beleidigt:

Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit und Rechtssicherheit. Nur gemeinsam ist der Einfluß groß genug, um die globalen Herausforderungen zu meistern und die sich verändernde Weltordnung mitzugestalten.

Diese dubiose „Bürgerbewegung“ zur Bewahrung eines Bündnisses zwecks Sicherung der Gewährleistung war von Beginn an etwa so glaubwürdig wie Vonderleyen demokratisch legitimiert. Beide entpuppen sich dieser Tage final als das, was sie immer gewesen sind: Bullshitter. Sabine und Daniel Röder, die Erfinder von „Pulse of Europe“, nehmen den Mund gern voll, kriegen ihn heute aber partout nicht auf, wenn es um die EU-Schandtaten gegen die Menschheit geht. Denn die Rödersche Mission ist erfüllt und die Missionare können sich die Wand mit Preisurkunden tapezieren:

Das Berliner Team von Pulse of Europe wurde am 9. Mai 2017 mit dem Europapreis Blauer Bär ausgezeichnet. […]
Pulse of Europe erhielt am 18. September 2017 den Europäischen Bürgerpreis 2017 des Europäischen Parlaments. […]
Pulse of Europe erhielt am 22. September 2017 den Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2017 der Stadt Osnabrück. […]
Am 3. Dezember 2017 wurde Pulse of Europe mit dem Förderpreis zum Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet.
Am 14. März 2018 wurden die Initiatoren der Bewegung, Daniel und Sabine Röder, mit dem Bürgerpreis der deutschen Tageszeitungen ausgezeichnet.
Am 22. Mai 2018 wurden die Initiatoren der Bewegung, Daniel und Sabine Röder, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Am 18. März 2019 wurden Daniel und Sabine Röder mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet.
Wikipedia (Stand: 10. März 2020)

„Ausgezeichnet!“ (Montgomery Burns). – Daß neben dem noblen Antimilitaristen Erich Remarque sogar der große, weise, wahrhaft humane Erich Fromm mißbraucht ward, um solche Fuzzis zu adeln, ist eine kulturbetriebliche Bankrotterklärung. Aber für die Heiligsprechung des kleinherzigen, kapitalhörigen, inhumanen „Friedensprojekts“ EU scheuen diese Kulturbetriebler vor keiner Totenschändung zurück.

***

Und weil die Juroren des Erich-Fromm-Preises so selbstgerecht, hohl und opportunistisch sind wie wir Durchschnitts-EU-Bürger alle, werden sie niemals auf die Idee kommen, den Dichter Thomas Gsella auch bloß in die weite Wahl für den kommenden Fromm-Preis zu ziehen. Um diese Würdigung zu erhalten, muß eins nämlich alles verraten, wofür Erich Fromms Philosophie steht, und überdies nichts als Blech reden.

Gsella aber sagt in schneidend scharfen Versen, was Europa ist, und das ist bestimmt nicht, was die entmenschte EU-Bürgersbrut hören, geschweige prämieren mag:

Die Corona Lehre
Quarantänehäuser spriessen,
Ärzte, Betten überall
Forscher forschen, Gelder fliessen –
Politik mit Überschall.
Also hat sie klargestellt:
Wenn sie will, dann kann die Welt.
Also will sie nicht beenden
Das Krepieren in den Kriegen,
Das Verrecken vor den Stränden
Und dass Kinder schreiend liegen
In den Zelten, zitternd, nass.
Also will sie. Alles das.

Ein anderer Dichter, Randy Newman, veröffentlichte vor gut 20 Jahren einen Song, der – ginge es gerecht zu – die Hymne der EU sein müßte, „The Great Nations of Europe“. In der Schlußstrophe malt Newman aus, wie der Planet sich dereinst am verdammten Europa rächen wird:

Europes have sprung up everywhere as even I can see
But there on the horizon as a possiblity
Some bug from out of Africa might come for you and me
Destroying everything in its path
From sea to shining sea
Like the great nations of Europe
In the sixteenth century

Das klingt wie eine Prophezeiung der Covid-19-Krise. – Aber man freue sich nicht zu früh: Die panisch pulsierenden Europäer werden auch das überstehen, sie werden weiterhin alles zerstören, was ihnen in die Quere kommt, und sie werden wie gehabt außer Selbstmitleid nichts fühlen, wenn andere Bewohner des Planeten leiden. Darin nämlich, in der Schizophrenie, liegt das Geheimnis unseres weltverschlingenden Erfolgs.


P
hoto (Ausschnitt): „Ursula von der Leyen presents her vision to MEPs“,
by European Parliament from EU [CC BY],
via Wikimedia commons

12 Kommentare

  1. 1

    Europa ist schon längere Zeit auf dem Weg nach Rechts. Das gefährliche Phänomen dabei ist, dass dies mit dem Rückhalt der Bevölkerungsmehrheit geschieht. Die oben zitierten Kommentare sind dafür exemplarisch.
    Wer sich wirklich mal ekeln möchte, der werfe einen Blick in das Gästebuch von Plasbergs „Hart aber fair“ vom letzten Montag. Dort bringen die Themen „Flüchtlinge“ und „Asyl“ immer den Mob zum köcheln. Die Kommentare liegen dann immer so im 3.000er Bereich. Leider kann ich mich der Erkenntnis nur noch mühsam widersetzen, dass dies der repräsentive Querschnitt der Bevölkerung ist.
    Frau VdL, die AfD und -nicht zu vergessen- auch Frau Wagenknecht können sich meines Erachtens der Mehrheit der Bevölkerung gewiss sein:
    https://www.youtube.com/watch?v=FXA-qDTW_aw
    Wagenknecht ist gegen eine Grenzöffnung, weil sie es für katastrophal und verantwortunglos hält, wenn 4 Mio Flüchtlinge in das 500 Mio einwohnerstarke Europa immigrieren.
    Eine Partei, die sich links nennt, und solche Rassisten nach oben spült, ist überflüssig wie die SPD.

    Eine Partei, andererseits, in der Wagenknecht nichts mehr zu melden hat und echte Linke wie Ulla Jelpke weiterhin gute Arbeit tun – die kann meinetwegen bleiben. KS

  2. 2

    Hatte ich eigentlich schon ein fettes Lob für diesen mal wieder gut recherchierten Artikel ausgesprochen?
    Um einmal zu zeigen, wie es bei Plasberg, dem Grimme-Preis-Träger, zugeht, ein Beispiel:

    Michael P.
    09.03.2020, 22:26 Uhr
    Katastrophales Signal an die Griechen! Sie schützen unter schwierigsten Umständen die Grenzen und das linksgrün verblödete Deutschland fällt ihnen in den Rücken und nimmt dann doch wieder illegale Migranten auf. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte. Sarrazin hat Recht!
    Antworten (4)

    Hobi
    09.03.2020, 22:33 Uhr
    MICHAEL; Sie haben RECHT

    Hühnchen
    09.03.2020, 22:33 Uhr
    Vielen Dank für diese Beitrag. Auf den Punkt gebracht.

    Melanie Lange
    09.03.2020, 22:35 Uhr
    Sie haben völlig Recht.

    Für diese Verschmutzung Deines Blogs entschuldige ich mich vorsorglich.

    Eine Entschuldigung ist nicht nötig: Das hier heißt nicht grundlos „Abfall“. KS

  3. 3

    Bis vor kurzem hat europaweit die CDU mit Fidesz offen koaliert. Da durften solche Entwicklungen leider zu erwarten sein.

    Wie grundverkommen die EVP auch in anderen Fällen agiert, erfährt man am besten bei Martin Sonneborn. Aus unserer Qual.presse leider so gut wie nie. KS

  4. 4

    Kay Sokolowsky
    Montag, 9. März 2020 23:17
    Abteilung: Die beste aller Welten, Ironie off, Kaputtalismus, Man schreit deutsh, The real pulse of Europe – dieser Mann schreibt lesenswert – kritisch – und noch mit Fazit: Aber *man freue sich nicht zu früh: Die panisch pulsierenden Europäer (traumatisierte und vor allem Angst getriggerte Menschen hybrider Gesellschaften – verschiedener Generationen, Sprachen, Kulturen, Religionen usw. ) werden auch das überstehen! (Widerständige Prognose!!! die Mut und Hoffnung machen soll?!). Sie werden weiterhin „alles“ (was wird in diesem Sinne in Zukunft Alles? sein) zerstören, was ihnen in die Quere kommt (interessant: mir kam dieser Blog oder Artikel und dies Kommentarfeld in die Quere und ich hoffe nicht, dass ich dieses sofort zerstöre).
    Oh, nein, Oh, ja: sie werden wie gehabt außer Selbstmitleid nichts fühlen, wenn andere Bewohner des Planeten leiden (kausal-logische Behauptungen & Verhältnissetzungen in diesen Ausmassen irritieren stärken als das sie „helfen“ – nur eine Meinung und die darf man haben). Darin nämlich, in der Schizophrenie, liegt das Geheimnis unseres weltverschlingenden Erfolgs (nun, es mag und könnte genau so sein: „Geniekult“ – „Denkmäler“ – „Heroenkult“ usw. erlebnisaktive und -reaktive Verhaltensweisen, die von Fernsteuerungen bis zu den Nahbereichen der Nasenspitze reichen und in Zukunft sogar zu riechen anfangen, sobald jemand zu schreiben, zu kommentieren oder auch nur zu twittern beginnt?!
    – Ist Twitter die Referenz – die Quelle – die Person – der Bot – die Information oder die Nachricht? Ich mag keine Bewertungen und Beurteilungen für die Zukunft, die ausschliesslich und zwar nur auf das Pathologische und Psychopathologische fokussieren. Und es als Krankheit „Schizophrenie“ zu benennen! Zu (den sogenannten) Fakten: der weitaus grösste Teil der Menschen mit „schizophrenen“ Psychosen erkrankt im jungen Erwachsenenalter und wird mit dieser Erkrankung alt. Oft verschiebt sich das Spektrum der Symptome im Alter zu den sogenannten NEGATIVSYMPTOMEN, die zur „BEHINDERUNG“ – Gruppe der „LANGZEITHOSPITALISIERTEN“ – in zumeist psychiatrischen Fachkliniken und/oder komplementären Versorgungseinrichtungen führen.
    Will und möchte jetzt kaum diese Problematik im einzelnen bis zu gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen etc. ausrollen; sondern nur kurz dazu informieren, dass die meisten „Enthospitalisierungsmassnahmen“ an dem Verständnis „Normalität“, „Inklusion“ und „Integration“ gescheitert sind. Und eines sollte *man eventuell wissen: Die Lebensprävalenz an einer Schizophrenie zu erkranken, liegt bei ca. 1%!!!) Was wird mit dem Rest, den 99% weltweit?
    Schizophrenie ist nicht ansteckend! Falls sie sich dennoch kaum wohl fühlen beim Lesen dieser Zeilen: fragen sie ihren ARZT, APOTHEKER, PSYCHIATER, PSYCHOTHERAPEUTEN, PSYCHOANALYTIKER, GESUNDHEITSFACHMANN, KUNSTTHERAPEUTEN … oder eben Künstler, die werden es zeigen, visualisieren etc.. Denn in der Betroffenheit besteht die weitere wichtige Funktion der Künste und zwar heute auch in der Übernahme der kulturellen Aufgabe der (sekundären) »Zeugenschaft«. Indem sie für das widerständige Erlebnis die kommunizierbare Form ästhetisch finden und es in gemeinsame Erfahrung übersetzen – via ??? ///

    Beim Versuch, Ihren Kommentar zu verstehen, scheitere ich leider. Trotzdem vielen Dank für Ihre Zuschrift! KS

  5. 5

    Hätte ich absolute Gewalt über alle Bürger der EU: diesen Idioten wiese ich sofort aus. Ihn und seine mind. 100 Millionen Gesinnungsgenossen. Anders als durch staatliche Gewalt läßt sich dieses rassistische Pack nie weichklopfen. – Aber wer soll unseren „Menschenschrott“ (H. P. Piwitt) aufnehmen? Wer möchte diese Blutsäufer freiwillig haben?

    Verzeihung, aber das ist doch nur die gleiche Scheixxe in einer anderen Farbe. ‚Staatliche Gewalt‘, Herrschaft überhaupt, kann da keine Lösung sein – weil sie das Problem ist.

    Ich erwarte gespannt Ihre herrschaftsfreie Lösung! KS

  6. 6

    Vielen Dank, lieber Kay. Angesichts des derzeit (zugegeben auch bei mir) vorherrschenden Themas Corona tut es Not, mal wieder deutliche Worte über die Schäbigkeit zu lesen, für die die Europäische Union heute leider steht. Das darf nicht in Vergessenheit geraten.
    Freundliche Grüße aus Ottensen,
    Volker (Verabredung tut Not!)

    Beste Grüße retour – und wir sollten uns wirklich mal wiedersehen. Vor oder nach dem „Corona-Tsunami“ („Spiegel online“)? KS

  7. 7

    Danke.
    Genau um solche Texte zu lesen gibt es das ‚Internet‘. Es gibt mir Hoffnung, dass es noch Menschen gibt, die den Glauben an den Humanismus in sich tragen.
    Ohne deswegen an einen Gott oder andere abstrakte „Vorbilder“ glauben zu müssen.
    Dann fühle ich mich nicht so alleine.
    Danke von heimi
    P.S.: Ich bin zwar kein EU-Büger (Schweizer). Die sind nämlich keinen Deut besser. Aber auch Bewohner des Kontinentes Europa.

    Und wenn ich solche Kommentare wie Ihren lese, fühle wiederum ich mich nicht mehr so allein. Merci dafür! KS

  8. 8

    Was soll man erwarten von den Hofdichtern, die am Kaiserhof zu Brüssel auf eine Karriere hoffen?
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Claudian
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Enkomion

    Welche lebenden Hofdichter meinen Sie denn? KS

  9. 9

    “Daß neben dem noblen Antimilitaristen Erich Remarque sogar der große, weise, wahrhaft humane Erich Fromm mißbraucht ward, um solche Fuzzis zu adeln, ist eine kulturbetriebliche Bankrotterklärung.”
    Mein erster Gedanke, als ich dies gelesen habe. Es drehen sich einem die Magenwindungen.

    Dann wird Ihnen sicherlich nicht wohler, wenn ich aus der Website der „Erich-Fromm-Gesellschaft“ zitiere:

    Mit dem Erich Fromm-Preis sollen Personen ausgezeichnet werden, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen oder journalistischen Engagement Hervorragendes für den Erhalt oder die Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne Erich Fromms geleistet haben bzw. leisten.

    Und die – wie ich ergänzen möchte – außer der Jury niemand mit Erich Fromm in Verbindung brächte. KS

  10. 10

    Ach, Europa, da darf doch der Scheerbart nicht fehlen mit seinem 1900 veröffentlichten

    Indianerlied
    Murx den Europäer!
    Murx ihn!
    Murx ihn! Murx ihn!
    Murx ihn ab!

    Und wo der Scheerbart ist, da darf auch sein Freund Mühsam nicht fehlen, geht doch gar nicht, immerhin verfolgten die beiden ein Zeitungsprojekt: Das Vaterland – Lügen mit Hintergrund. Die Geschichte findet man hier, aber erst einmal Mühsam 1915 zu Europa:

    Entlarvung
    Europa hat sich abgeschminkt.
    Befreit von Rouge und Puder
    steht eklig da das Luder
    und faucht und stinkt.

    Den Schnürleib sittlicher Kultur
    warf sie zum Kunstkorsette.
    Statt Rippen Bajonette
    hält feil die Hur.

    Europa, mach das Hemde zu!
    Der Anblick deiner Nacktheit
    ist Gift und Abgeschmacktheit.
    Krepiere, Du!

    Was Europas Werte angeht, ersauft’s halt und dann: „Amen und all den Scheiß“ (Clockwork Orange). Die Zugehörigkeit zur Gattung Mensch will ich den Protagonisten der Unmenschlichkeit nicht absprechen, aber: alles menschliche, das über ihre eigene Person und Befindlichkeit, meinethalben auch über den Kapitalismus, hinausweist, ist und bleibt ihnen fremd, es interessiert sie nicht. Aufklärung und Vernunft und Humanismus sind ihnen inhaltsleere Phrasen. Ich habe es vor einigen Jahren mal in einem anderen Blog geschrieben: das (deutsche) ist das Hans-Landa-Lächeln-Grinsen-Lachen und darauf sollte man sich nicht allzu sehr verlassen und hier sei hinzugefügt: Ursula von der Leyens Lächeln ist die weibliche Ausgabe des Hans Landa Lächelns – real und nicht geschauspielert.
    Tja, das Leben – „Wenn es einem über den Kopf streicheln würde, aber es setzt mir zu, …“ (Oblomow) Und was die herrschafts- oder gewaltfreie Lösung angeht: „Zum Bilde der „Rettung“ gehört der feste, scheinbar brutale Zugriff.“ – Da hat er Recht, der Benjamin, der Walter, ohne den wird es nicht gehen.
    Immer wieder ein Vergnügen Ihre ‚Tiraden‘ zu lesen und danke für den Gsella.

    Grazie mille für den schönen Kommentar und die prächtigen Zitate – und merci auch, daß Sie „Tiraden“ in Anführungszeichen setzten! (Ich sag lieber Philippika.) KS

  11. 11

    Tja – die Frau UvdL ist schon so eine Perle:-(
    Über diese Aktion hatte ich bereits Halsschmerzen wegen des Kopfschüttelns darüber, als sie ihr mediales Schaulaufen an der griechisch-türkischen Grenze veranstaltet hat.
    Diese Trulla taucht dort mit vollem Security-Equipment auf und lässt sich hofieren wie anno dunnemals. Muss wohl mit dem von im Namen zusammenhängen und irgendwas ist bei den oft inzestuösen Blaublütern anscheinend doch in der Birne schiefgegangen.
    Wobei das Verwursten von Europa und EU ein schöner syntax error bei ihr ist. Bei dem ist nur nicht klar, ob sie das selber checkt oder eher den nachlässigen Mietschreibern geschuldet ist. Es soll ja tatsächlich Staaten geben, die nicht EU-Mitglied sind;-)
    Im gleichen Atemzug solche Zitate rauszubolzen wie die oben genannten angesichts dessen, was sich dort mit „unserem“ Segen gerade abspielt, ist nur noch widerlich und abseits alles Menschlichen.
    Diese Frau war schon immer und ist auch jetzt nur noch fratzenhafte Maske in persona und damit mehr als nur ein Ebenbild ihrer ganzen Kaste und Politikerriege. Wenn sie nicht bereits in Brüssel versorgt wäre, müsste man glatt befürchten, dass sie bei der derzeit kanzlerlosen Lage durch die Hintertür wiederkommt bei der CDU.
    Ein Vergleich mit anderen Frauen, die es für Geld machen ziemt sich nicht. Das wäre beleidigend für die Prostituierten.
    Was es mit Pulse of Europe auf sich hat, erschliesst sich mir nach wie vor auch nicht so recht ausser das sie eine Art Marktschreier für dieses „Europa“ sind, das noch nicht mal klar durch sie selbst definiert wird. M.E. steckt da auch eine Art Thinktank oder irgendeine andere Lobbyklitsche dahinter.
    Der Erich-Maria-Remarque-Preis für diesen Laden ist ähnlich gehaltvoll wie der Friedensnobelpreis Obamas.
    Aber wenn die Zeiten schlechter werden, gibt´s meistens mehr Blech und Lametta.

    Kleine Korrektur: Vonderleyen ist vermutlich nicht inzestuös, weil eine Eingeheiratete (ihr genetischer Verursacher war der Grinsekeks Ernst Albrecht). Macht den Fall freilich nicht besser, eher im Gegenteil. KS

  12. 12

    In einem Artikel von Götz Eisenberg wird der Schriftsteller Bodo Morshäuser folgendermaßen zitiert: „wenn der Schlips vor Scheinwerfern ‚Ausländerbegrenzung‘ fordert, löst der Stiefel sie in der Dunkelheit ein. Dass aus Wörtern Taten geworden sind, will der Schlips danach nicht mit sich selbst in Zusammenhang gebracht wissen."
    Dem ist nichts hinzuzufügen, man kann sich schämen, ebenfalls Europäer zu sein.

    Eisenbergs Aufsatz ist, finde ich, nicht minder klug und bedenkenswert als das Bonmot Morshäusers. Man lese beides bitte bzw. unbedingt in der „jungen Welt“ nach bzw. klicke hier. – Daß der große Weise Götz Eisenberg der allererste Aspirant für den Erich-Fromm-Preis wäre, wären die Juroren nicht solche Ignoranten und Betriebsnudeln, ist ein Skandal, über den ich auch mal schreiben sollte. Müßte! KS

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