Im Walde zu pfeifen


Wie läßt sich steuern, ohne zu lenken?
Wie wird zur Gabe, was wir uns schenken?
Wie soll das gehn, dies angstfreie Denken?

Das alles ist nur eine Frage der Zeit,
und die Antwort braucht keine Ewigkeit.

Wo schimmert Glanz, wenn alles verwittert?
Wo schmeckt es süß, wenn jeder verbittert?
Wo steckt die Tür, wenn die Welt sich vergittert?

Die Lösung dafür liegt im Laufe der Zeit
und gewiß vor dem Ende der Ewigkeit.

Wann wird das Mensch sich menschlich verhalten?
Wann hört es auf, sich in Klassen zu spalten?
Wann fängt es an, sich gerecht zu verwalten?

Das sind die Fragen unserer Zeit,
und die stellen sich seit einer Ewigkeit.

Was so ist, wie‘s halt ist, wird endlich vergehn.
Was immer uns blendet, wird nimmer gesehn.
Was wir seufzend erträumen, wird schöner geschehen.

Und schon sperrt weit auf, was lange verschlossen,
und aller Verdruß ist verflixt und verflossen,
und Mensch und Natur werden gerne Genossen.

Das alles passiert in der kommenden Zeit
und es hält dann mit Glück eine Ewigkeit!


Dienstag, 21. Mai 2019 0:07
Abteilung: Kaputtalismus, Lieder ohne Werte

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