Archiv für die Abteilung 'Musicalische Ergetzungen'

Zeuge der Geschichte (20)

Montag, 6. Juli 2020 21:06


Als ich vom Ableben des brillanten Komponisten Ennio Morricone vernahm,
wollte ich meine Mundharmonika aus der Schublade ziehen und ihm zu Ehren das Lied vom Tod spielen.

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Abteilung: Moving Movies, Musicalische Ergetzungen, Zeuge der Geschichte | Kommentare (7) | Autor:

Antivirus-Programm (2)

Sonntag, 19. April 2020 18:29



Ich bin (wie Sie vielleicht schon bemerkt haben) einer von denen, für die das Glas stets halbleer statt -voll ist. Aber nicht, weil ich hinterher sagen will, daß ich‘s ja gesagt habe. Sondern weil ich mich ehrlich freue, wenn mein dunkles Unken nichts weiter gewesen ist als eben das.

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Abteilung: Gute Nachrichten, Musicalische Ergetzungen, Parzelle 63, SARS-CoV-2 | Kommentare (7) | Autor:

Zeuge der Geschichte (19)

Donnerstag, 16. April 2020 23:37


Als ich vom Tod des Musikers Lee Konitz
erfuhr, fiel mir wieder ein, warum ich Bebop für den bedeutendsten Beitrag des 20. Jahrhunderts zur Tonkunst der Menschheit halte.

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Abteilung: Musicalische Ergetzungen, Zeuge der Geschichte | Kommentare (3) | Autor:

Antivirus-Programm (1)

Dienstag, 31. März 2020 1:06

Leben ist Schönheit an sich: Kleiner Schillerfalter (Photo: Udo Theiss)


Ich könnte jetzt ein klafterlanges Posting schreiben über das Totalversagen des Neoliberalismus in den Tagen der Covid-19-Pandemie. Ich könnte mich darüber auslassen, wie die wahre Natur, deren Todfeind der Kapitalismus aus seiner Natur immer gewesen ist, ihm sowie den Untertanen des „Marktes“ zur Zeit demonstriert, daß die Menschheit ihre Mutter Erde zwar vergewaltigen, doch niemals beherrschen kann.

Ich könnte auf all die Leitartikler ätzen, die heuer posieren wie Regierungsangestellte, könnte die Journalistentrottel verspotten, die sich einbilden, ihre Video-Tagebücher aus dem kontaktarmen Home-office-Alltag würden irgendwen interessieren außer andere Journalisten in der gleichen Lage. Ich könnte dieses Blog täglich bis zum Rand mit den Wutanfällen füllen, in die ich beim Hören der Nachrichten ausbreche. Ich könnte allein über den Krankheitsminister Spahn ein Pamphlet verfassen, das romanhafte Ausmaße annähme und zur Hälfte justiziabel wäre.

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Abteilung: Gute Nachrichten, Musicalische Ergetzungen, SARS-CoV-2 | Kommentare (9) | Autor:

Schnipsel: Politur und Kultik

Montag, 8. April 2019 23:22

Anti-Trumputin-Demo, Los Angeles, 21.1.2017

Das Rußlandtor ist geschlossen
Die populärste Verschwörungstheorie des laufenden Jahrzehnts hat sich erledigt. Eine Narretei globalen Ausmaßes, ein auf nichts als Spekulation, Gerücht, Chauvinismus, Idiotie und Fake News beruhendes Komplottmärchen namens „Russiagate“ ist als der Quatsch erwiesen, der es von Beginn an war. Die Riesenhysterie um einen vermeintlichen Deal des Kreml mit Donald Trump zwecks Präsidentenwahl war blanker Wahn. Was nun bleibt, sind die Trümmer der „vierten Gewalt“, die Leichenteile einer Demokratie und zahllose belämmerte Gesichter. Es bleibt aber auch (und das sollte uns alle sorgen) trotz der Blamage der „Russiagater“ eine „Doomsday Clock“, die auf zwei Minuten vor der ewigen Mitternacht steht.

Vor drei Wochen übergab Sonderermittler Robert Mueller dem US-Generalstaatsanwalt William Barr, was er, Mueller, an Erkenntnissen und Dokumenten betreffs einer „Collusion“ des Trump-Teams mit Putin zusammengetragen hatte. Es war so gut wie nichts. Barr teilte am 24. März dem US-Senat und -Kongreß sowie dem Rest der Welt mit:

The Special Counsel’s investigation did not find that the Trump campaign or anyone associated with it conspired or coordinated with Russia in its efforts to influence the 2016 U.S. presidential election.

Das kann nur für jene eine Überraschung sein, die sich die Hose mit der Kneifzange anziehen bzw. glauben, ihre Art Journalismus habe Qualität, bloß weil sie es penetrant behaupten. Die anderen, die leider viel zu wenigen Journalisten, die von Beginn an rochen, daß an „Russiagate“ was faul ist, wurden entweder von der Qual.presse totgeschwiegen oder, wenn sie nicht so leicht zum Schweigen gebracht werden konnten – wie zumal Glenn Greenwald – unter den Verdacht gestellt, ebensolche Kremlsklaven zu sein wie das Mons-Trump (Pardon für den Kalauer).

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Abteilung: Inside "Abfall", Kaputtalismus, Musicalische Ergetzungen, Qualitätsjournalismus, Schnipsel, Sokolowsky anderswo | Kommentare (9) | Autor:

Hoch lebe die / Synästhesie

Mittwoch, 27. Februar 2019 21:05


Der größere Teil der Osdorfer Feldmark
ist eingezäunt, damit die neurotischen Polo- und Polizeipferde, die hier zu Hause sind, nicht vom Pöbel belästigt werden, wenn sie stumpfsinnig um die Weidenwüste kreisen. Außer Maulwürfen, Krähen, Elstern, Möwen und Löwenzahn verirrt sich auf diese Klepperwiesen kein Leben, das sich selber gehören darf. Bloß ein Schamrest des „Landschaftsschutzgebiets“ besteht aus altem holsteinischen Knickgelände, und gäb‘s den NABU nicht, wären sogar diese paar Hektar längst erschlossen, das heißt, verödet. Nur hier kann der Spaziergänger die Promenade mal verlassen und fünfhundert Meter weit querfeldein wandern.

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Abteilung: Musicalische Ergetzungen, Selbstbespiegelung, Stadtstreicherei | Kommentare (7) | Autor:

Schnipsel: 21. November 2018

Mittwoch, 21. November 2018 23:30


Nutz und Nullität der EEG-Diagnose
Im Radio erzählt mir ein Neurologe, daß chronische Schlafstörungen oft eine Depression zur Folge hätten und schon deshalb behandelt gehörten.

Was aber, wenn jemand nicht schlafen kann, weil er deprimiert ist?

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Abteilung: Die Spezies hat‘s verkackt, Kaputtalismus, Moving Movies, Musicalische Ergetzungen, Schnipsel | Kommentare (6) | Autor:

Schnipsel (3): 6. April 2018

Freitag, 6. April 2018 23:54

Robins in the Hood

Beim Spaziergang durchs Viertel zehniRotkehlchen gesichtet und mindestens 20 gehört und irgendwann vor Rührung ein bißchenigeweint.

Wie aus etwas so Kleinem so große Musik kommen kann, solch ein Wohlklang, solch entzückender, beglückender Gesang! Wie diese munteren Gesellen sich gegen die Kakophonie der Killeraffen, den Krach der Autos, der Jets, der Baumaschinen behaupten! Wie sie die glühende Brust aufpumpen, die Schnäbelchen aufsperren und flöten und trillern, kolorieren und jubilieren –: Das ist ein wahres Wunder und ein Segen und eine Freude, und all die Zombies, die an mir vorbeihuschen, den Blick stier aufs Smartphone-Display geheftet, blicklos für das Gottesgeschenk fünf Meter über ihnen, taub für die betörende Schönheit der Töne, sind zusammen nicht halb so viel wert wie dieses eine Rotkehlchen, dieser eine Winzling, diese Krone der Schöpfung.

Was bleibt einem Menschen da übrig als ein bißchen zu weinen?

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Abteilung: Die Spezies hat‘s verkackt, Kaputtalismus, Musicalische Ergetzungen, Qualitätsjournalismus, Schnipsel, The real pulse of Europe, Timmis Freunde | Kommentare (12) | Autor: