Tag-Archiv für » Konkret «

Über den Schmier und die Lappen

Montag, 8. August 2022 22:50

Die Infamie jener Figuren, die in einem Offenen Brief mitteilten, „warum wir nicht mehr für KONKRET schreiben“, habe ich zwar da und dort demonstriert, aber vor allem an meinem eigenen Fall. Wie perfid die Behauptung der Briefschreiber und -unterzeichner ist, KONKRET blende jede Kritik an Putins Russland aus, „damit die Linie stimmt“, läßt sich freilich an vielen weiteren Fällen aufzeigen.

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Thema: Sokolowsky anderswo, Undichte Denker | Kommentare (3) | Autor:

Von den Jammerlappen

Montag, 18. Juli 2022 23:39

Die ursprüngliche Version dieses Blogposts enthielt zwei sachliche Fehler, die jetzt beseitigt sind. Ich danke den Hinweisgebern.
KS, 21.7.22

Was machen Hochstapler, die auf frischer Tat ertappt werden? Sie stapeln noch höher, in der sinistren Hoffnung, daß die Opfer ihres Blendwerks mit den Beschwerden nicht hinterherkommen. Die Verfasser und Unterzeichner des Offenen Schmierlappens gegen KONKRET sind zwar der planvollen Falschspielerei überführt, aber weil sie sich einbilden, die Wahrheit gepachtet zu haben, ficht sie eine Blamage vor aller Augen nicht weiter an. In ihrer Wirklichkeit gibt es nämlich keine handfesten Fakten, sondern bloß Vorstellungen und keine Welt außerhalb ihrer Hirngespinste. 

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Thema: Sokolowsky anderswo, Undichte Denker | Kommentare (5) | Autor:

Sail away, HLG

Dienstag, 24. Dezember 2019 15:46

Hermann L. Gremliza ist tot. Diesen Verlust fühlen nur jene nicht, die es sich gerichtet haben mit unserem Staat, seinen Einwohnern und Medien und anderen Anmaßungen, Belästigungen, Gemeinheiten.

Hermann L. Gremliza ist tot. Mit ihm geht der Welt ein begnadeter Stilist abhanden, ein Mann von echtem, gänzlich undeutschem Esprit. Ein dichtender Denker, der bei aller Verachtung für die Deutschen und ihr Tum seiner schönen Mutter Sprache viel Freude bereitete. Und der die mißratenen Blagen, die Edelfedern, die Stilblütenpresser, die Korrumpels für ihre Vergehen an der deutschen Sprache unermüdlich abwatschte, der Mutter zu Ehren.

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Thema: Per sempre addio | Kommentare (16) | Autor:

Der Unhold vs. das Genie

Mittwoch, 5. Juli 2017 23:45

Cover Konkret 7/2017 © Konkret-Verlag

Kay Sokolowsky hat sich für die aktuelle Ausgabe von Konkret ausführlich mit Charakter und Gesinnung des US-Präsidenten Trump befaßt. Unter dem Titel „Der Mob regiert“ wird die gar nicht so steile These aufgestellt und begründet, der 45ste sei ein waschechter Gangsterboß, die Regierung Trump ein monströses Racket und die Story seines Aufstiegs vom halblegalen Baulöwen zum Mobster-in-chief idealer Stoff für einen Mafiafilm von Martin Scorsese.

Leser Jan Kuhlmann schmeichelte dem Artikel so, wie es sich ein Autor nur wünschen kann: „Zuvor noch großes Lob für ‚Der Mob regiert‘ von Kay Sokolowsky. Ich wünsche mir mehr Politiker-Porträts dieser Art und empfehle als nächstes Minister De Misère. Oder: Doppelporträt Lafontaine/Wagenknecht. Herr Sokolowsky: bitte immer so weiter!“ Sokolowsky sagt Merci und gelobt, sich zu bemühen.

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Thema: Sokolowsky anderswo | Kommentare (3) | Autor:

Die Zukunft war gestern – Epilog

Sonntag, 30. April 2017 0:01

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Aktuelle Marginalie:
Meister Brunners Schäflein

Wegen der Fülle des Materials, das hier verarbeitet werden soll, aber auch aufgrund einer Frage, deren Lösung mein Schreiben blockierte, habe ich beschlossen, diesen Epilog nicht erst vollständig, sondern als work in progress zu publizieren, bevor das geschätzte Publikum die Geduld komplett mit mir verliert. Eine Publikationsweise, die allerdings recht gut zum Medium, in dem dies publiziert wird, paßt. Ich hoffe, dem Blogpost täglich alle paar Tage je nach Laune einen weiteren Abschnitt hinzufügen zu können.
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I. Legenden

(Indem er von diversen Illuminationen berichtet, gibt der Autor eine hoffentlich nicht zu umständliche Erklärung ab, warum dieser Epilog eines Nachworts so viel Zeit und Raum braucht.)

Was das Bild links oben in diesem Zusammenhang bedeuten soll, ist ohne ein anderes Bild nicht erschöpfend zu erklären.

Oberflächlich dagegen scheint die Sache klar: Sie, diese Milchstraße, dies kosmische Juwel, steht für alles, was Science Fiction (SF) sein sollte. Ein Ausblick in die Unendlichkeit, die Abgründe der Welt. Eine Erkenntnis unserer menschlichen Grenzen, zugleich eine Herausforderung, diese Grenzen zu erweitern. Eine unwiderstehliche Anregung, über den Platz der Menschheit im Universum nachzudenken und über den Sinn dieses Weltalls, mithin unseres Daseins in mindestens so vielen Facetten zu spekulieren, wie die Galaxis Sonnen hat. Und, im besten Fall, vereint sich mit den anderen Aspekten die schiere Schönheit der Ausführung, sei diese Schönheit nun dem Zufall oder der Inspiration geschuldet.

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Thema: Litterarische Lustbarkeiten, Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (15) | Autor:

Saint Martin und die Oscar-Nacht

Freitag, 3. März 2017 21:22

Heute gleich zwei Hinweise in eigener Sache – der eine etwas spät, der andere ganz schön aktuell.

Was mir zu Martin Scorseses neuem Spielfilm „Silence“ eingefallen ist, können Sie gegen die entsprechende Verkaufsgebühr aus der Märzausgabe von KONKRET erfahren. Es sind nicht nur Nettigkeiten; und man darf mir glauben, daß ich kein Vergnügen dabei empfinde, einem Scorsese-Film Abzüge in der B-Note zu erteilen. Die makellose Konstruktion und Bildgestaltung von „Silence“ bewundere ich zwar ohne Rest. Aber die Geschichte, die Moral, der Katholizismus … Na ja.

Ich verfaßte die Rezension Anfang Februar. Inzwischen hege ich den Verdacht, daß Scorsese mit „Silence“ Buße tun will für die Obszönitäten des „Wolf of Wall Street“, für den Heidenspaß, den er dabei hatte. „Kundun“ folgte ja ebenfalls auf eine große Ausschweifung und Höllenfahrt, nämlich „Casino“.

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Thema: Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1) | Autor:

Auf des Totentamms Kiste

Donnerstag, 5. Januar 2017 3:41

Auswüchse pathischer Fixation (Symbolphoto)


Am 29. Dezember 2016 ist der „Museumsstifter und frühere Vorstandschef von Axel Springer“ (shz.de) Peter Tamm
im unerhörten Alter von 88 Jahren verstorben. Ein ehrlicher Seemannstod war dem Liebhaber aller Kriegsmarinen, voran der reichsdeutschen, nicht vergönnt.

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Thema: Director's Cut, Sokolowsky anderswo, Zeuge der Geschichte | Kommentare (1) | Autor:

My fair vanity

Freitag, 25. März 2016 22:13

Mit speziellem Gruß an Bernd Ladwig


Anmerkungen zur Polemik, erster Durchgang

Das öffentliche Schreiben, egal auf welchem Niveau, besteht zu mindestens einem Viertel aus Posieren, das heißt, aus dem Ideal, das der Schreiber von sich hat, wenn er seine Mitteilungen an ein Publikum richtet. Weitere wenigstens zehn Prozent jedes von Menschen für Menschen verfaßten Schriftstücks sind Anbiederung an die jeweils als Leserschaft vorgestellte Gruppe (man kann es auch, freundlicher, den Wunsch nach mehr Gehör nennen). Und die übrigen max. 65 von 100? Die sollten aus dem Talent bestehen, Wörter gut zu behandeln und den Stil an je andere Textformen anzupassen, ohne ihn zu verlieren. Und was passiert, wenn das Posieren, sagen wir, auf 60 Prozent anschwillt und zugleich das Anbiedern auf 30? Dann haben Sie eine brauchbare Formel für Henryk M. Broder.

Wo wiederum das Bosseln an den Sätzen so maßlos wird, daß man das Massenpublikum vergrault, befindet sich der Autor auf jeden Fall in einer Gesellschaft, die ihm behagt, weil sie nicht unter seinem Niveau denkt. Deshalb kann der Prosafetischist darauf verzichten, auch bloß ein Quantum seines stilistischen Bemühens an Gefälligkeiten oder Selbstdarstellung abzugeben: Die Eigenherrlichkeit der Sätze ist die des Autors, das Pflastern der Absätze mit Anspielungen, Halbzitaten und Doppeldeutigkeiten das Beste, was er seinen Lieblingslesern an Unterhaltung anzubieten hat, und des Schreibers Passion für Form und Architektur eines Textes verhindert, daß er zuviel Passion für sich selbst entwickelt. Sie können sich denken, daß ich hier von mir rede bzw. von dem, was ich in meinen Arbeiten versuche: einen Stil, der sich aus diversen Quellen speist, doch unverkennbar meiner ist, Marotten und Manierismen inbegriffen, zum Beispiel ein fatales Vergnügen an Wortspielen und Adjektiven.

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Thema: Litterarische Lustbarkeiten, Qualitätsjournalismus, Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (3) | Autor: