Der schreckliche Iwan (8): Veräppel mich!

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Wissen Sie, wie Kriegssprech geht? Wenn nicht, dann gucken Sie mal auf der Website des Tagesspiegel vorbei.

Verweigert beispielsweise Rußland dem Obst aus der EU den Zugang, dann bedeutet dies beim Tagesspiegel: „Obst gegen Rußland“. So, genau so, mit diesem Unterstellungsvokabular beginnen die Weltkriege – und wir Deutsche hetzen wie immer vornweg.

Weil es, das Obst, die Menschheitsverbrechen, die Putin so gern begeht (wie zum Beispiel diese abscheulichen Medikamententransporte in die Ostukraine), nicht aushält, ohne zu verfaulen, gibt es bloß eine Rettung:

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Und ich? Esse ab sofort nur noch Bananen. Die kommen nämlich bestimmt nicht aus Rußland.

Das ist meinen polnischen Verwandten aber völlig egal. Die sind nämlich – wenn die Presse nicht lügt, aber wie könnte sie – streuobstbombenmäßig eingenordet:

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Mümmeln für den Frieden! Im Akkord auch noch! Putin ist erledigt.

Screenshots: „Der Tagesspiegel“ 


Dienstag, 2. September 2014 23:35
Abteilung: Der schreckliche Iwan, Kaputtalismus, Man schreit deutsh

Ein Kommentar

  1. 1

    Natürlich weiß ich nicht, wie gut die Beziehungen des Autors K.S. nach Polen sind, aber ich bin zeitweise in Polen und der Schwachsinn mit den Äpfeln wird dort eher belustigt zur Kenntnis genommen. Nach dem Motto: „Damals mußten wir an die Russen liefern – heute müssen wir unseren Dreck selber fressen.“
    Die Storys der polnischen Presse beschäftigen sich eher mit den Engländern, die Angst davor haben, daß ausgerechnet polnische Handwerker ihnen die Arbeit wegnehmen. („Wir mußten 10 Jahre auf den polnischen Klempner warten; ihr kriegt sofort ein Dutzend polnische Klempner“ – „Keep Calm And Surrender“).

    Gut zu wissen. Noch ist Polen nicht verloren. KS

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