Archiv für die Abteilung 'Selbstbespiegelung'

Erstmals im Bild: Große Köpfe von innen

Sonntag, 16. September 2012 23:51

Die Biene, die die Blüte freit,
dies erregt Herrn Sigmund Freud.

So dornig, verschlungen und trotzdem sortiert sieht es aus
in den Schriften gleichwie dem Gehirn von Karl Kraus.

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Bored beyond belief (6): Na ja … so ähnlich

Sonntag, 2. September 2012 0:51

An wen erinnert Sie dieser Mann?

a   Colonel Kurtz in „Apocalypse Now“.

b   Marlon Brando in „Apocalypse Now“.

c   Die Szene in „Apocalypse Now“, in der Captain Willard alias Martin Sheen zum ersten Mal das Gesicht von Marlon Brando in seiner Rolle als Colonel Kurtz sieht.

d   Kay Sokolowsky.

Unter den richtigen Einsendungen (a – c) verlosen wir unser Wohlwollen. Alle anderen Schlauberger seien verflucht; und bis zum Ende ihrer überflüssigen Tage sollen sie jammern und klagen: „Das Grauen! Das Grauen!“

Photo: Martina Sokolowsky

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Sommerfrische (4): 4 Sommerfrösche

Dienstag, 14. August 2012 14:01

… und ihre Post von unterwegs

Liebe Mom,

super Wetter, super Typen, super Animation auf meiner Tour! Stell Dir vor – gestern hab ich beim Quakaoke den ersten Platz gemacht! Mit meinem Lieblingslied „Dieser Weg wird kein leichter sein“. Sogar der Reiseleiter hat geweint.
Tja, jetzt weiß ich, warum. Nichts als Asphalt auf der Etappe heute. Na, super … Aber: Gegenüber soll es Fliegen geben wie die Fliegen!

Supergrüße, Susi

***

Sehr geehrtes TUI-Team,

ich möchte Sie darauf hinweisen, daß in der Ferienanlage „Good Quack“ am Westensee beileibe nicht alles so bestellt ist, wie es in Ihrem Prospekt beschrieben wird.
Die Laichplätze, um nur ein Beispiel zu nennen, sind durchaus nicht „ohne Probleme“ zu erreichen. Meine Frau hat sich im ungepflegten (!) Gestrüpp mehrmals verlaufen (s. beilieg. Beweisphoto).
Außerdem sind wir höchst unzufrieden mit der Luftraum-
überwachung der Anlage. Unsere ca. 200 Kinder mußten mehr als einmal ins Wasser flüchten, weil es einen Fehlalarm gab. Leider findet sich in Ihrer Broschüre kein Hinweis auf die Storchförmigkeit der Wolken am Westensee! Das ist eine Irreführung, die zweifellos ein gefundenes Fressen für die Presse wäre.
Sollten Sie unsere Kosten erstatten (keine Gutscheine!), sehen wir evtl. von gerichtlichen Konsequenzen ab.

Hochachtungsvoll, Dietmar Fröscher, Dr. jur.

***

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Sommerfrische (3): Westentensee

Samstag, 4. August 2012 0:58

Vier Szenen mit Sonnenuntergang

Mitwirkende:
KAPITÄNIN DAISY
DIE LEICHTMATROSEN – TICK, TRICK, TRACK, TROCK, TRUCK UND TECK
DER SPANNER

***

1. Szene

KAPITÄNIN DAISY. Durchzählen!
DIE LEICHTMATROSEN. Eins! Zwei! Drei! Vier! Sechs! Sieben!
KAPITÄNIN DAISY. Wieso sieben? Seit wann seid ihr sieben?
DIE LEICHTMATROSEN (kringeln sich vor Lachen).
KAPITÄNIN DAISY. Ihr verflixten Schlingel! Wenn ich das dem Kapitän
erzähle, könnt ihr euch die Fahrt nach Felde morgen abschminken.
DIE LEICHTMATROSEN. Ach, nö! War doch bloß Spaß!
KAPITÄNIN DAISY. Spaß, Spaß … Ich hätt‘ auch gern mal Spaß! Aber wie
soll das gehen, mit solch einer Besatzung?
LEICHTMATROSE TROCK. Du-hu, Frau Kapatän … Darf ich noch mal ins
Wasser?
KAPITÄNIN DAISY. Um diese Zeit? Ich kann ja kaum noch meinen eigenen
Schnabel sehen. Nee, kommt gar nicht in Frage. Außerdem heißt es
Kapitän – Ka-Piii-Tän.
LEICHTMATROSE TROCK.  Oooch …
KAPITÄNIN DAISY. Schluß mit dem Geschnatter!

***

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Sommerfrische (2): Seebrillenschlange

Mittwoch, 1. August 2012 23:01

– „Siehst du das?“

– „Was?“

– „Dieses grüne Leuchten im Wasser. Siehst du das auch?“

– „Wo?“

– „Na, da.“

– „Da?“

– „Nein, da!“

– „Ach, da. Ja … Oh. Nee. Nee, seh‘ ich nicht.“

– „Wo guckst du denn auch hin?! Da mußt du hingucken!“

– „Tu ich doch.“

– „Tust du nicht. Wo du nur immer deine Augen hast …“

– „Im Kopf, mein Spatz.“

– „Dann dreh sie mal nach außen, mein Schatz.“

– „Oh! Jetzt seh‘ ich‘s auch.“

– „Nee, jetzt isses weg.“

– „Oh.“

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Sommerfrische (1): Ich war mal kurz weg

Montag, 30. Juli 2012 15:04

… und bin leider wieder hier, im Regen unterm Schimmelhimmel. Wo ich aber gewesen bin und was es da zu sehen gab, wird in den kommenden Tagen peu à peu verraten. Vorerst hier das beste Photo des Autors, das jemals gemacht worden ist. Und von wem? Natürlich von der besten Frau des Autors.

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„Wer Angst hat, der hat schon verloren“ (3)

Freitag, 20. Juli 2012 9:00

Er zählte zu den führenden Karikaturisten der alten BRD. Seine Cartoons waren Tagesgespräch und oft auch Skandal. Doch mit der Wiedervereinigung wurde es still um Satyricos: Sein hintersinniger Humor war in der „Spaßgesellschaft“ der 90er nicht mehr gefragt. Im „Abfall aus der Warenwelt“ feierte der Altmeister vor kurzem ein sensationelles Comeback. Letzte Folge eines Porträts der berühmten „spitzen Feder“.

Sie küßten und sie schlugen ihn
Das Ende der Ära Schmidt bereitete Satyricos großes Kopfzerbrechen. „Nicht nur politisch“, gesteht er, „sondern auch künstlerisch. Ich habe Helmut Kohl nie in den Griff bekommen. Erst viel später wurde mir klar, warum. Wenn ein Mensch wie eine Witzfigur aussieht, dann läßt er sich nicht karikieren. Dasselbe gilt heute für Thilo Sarrazin. Oder Rainer Brüderle. Unter ästhetischem Aspekt unmögliche Typen! Vom Rest nicht zu reden.“

   Er führt mich in sein Atelier. Mitte der Achtzigerjahre erwarben die Kreuners ein gemütliches Häuschen im Frankfurter Vorort Nieder-Eschbach. Satyricos‘ Zeichentisch steht vor einem Panoramafenster mit Blick auf einen großen, liebevoll verwilderten Garten. „Die Natur!“ ruft er aus. „Das Grün und die Vögel! Ich möchte das nie mehr missen.“ Unter Kennern hochgeschätzt sind seine Blumenstilleben in Öl und zumal seine Tieraquarelle. Die signiert er allerdings mit bürgerlichem Namen: „Einem Cartoonisten traut ja niemand zu, auch mal ernst werden zu können.“

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„Wer Angst hat, der hat schon verloren“ (2)

Montag, 16. Juli 2012 14:25

Er zählte zu den führenden Karikaturisten der alten BRD. Seine Cartoons waren Tagesgespräch und oft auch Skandal. Doch mit der Wiedervereinigung wurde es still um Satyricos: Sein hintersinniger Humor war in der „Spaßgesellschaft“ der 90er nicht mehr gefragt. Im „Abfall aus der Warenwelt“ feierte der Altmeister vor kurzem ein sensationelles Comeback. Teil zwei eines Porträts der legendären „spitzen Feder“.

Ein Strich schreibt Geschichte
In den folgenden Monaten flatterten fast täglich neue Flugblätter von Satyricos durch die „Frontstadt“. Vor seinem scharfem Spott war niemand sicher – auch nicht „Heilige“ der Studentenbewegung wie die Bewohner der „Kommune 1“. Allerdings gab es ein Problem: Die frühen Bewunderer des zeichnenden Spötters wußten oft nicht, wie sein Pseudonym ausgesprochen wird. „Mein erster Autograph“, bekennt er heute schmunzelnd, „war etwas zu ambitioniert. Die einen sagten ‚Atyricos‘, andere ‚Tyricos‘. Und diejenigen, die den Kringel richtig entzifferten, stritten sich mit dem Rest. So kann man natürlich nicht berühmt werden.“ Also änderte er – wiederum von der Liebsten klug beraten – das Logo in die bis heute gültige Form.


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