Archiv für die Abteilung 'Sokolowsky anderswo'

Große Zeit, gründliches Mißverständnis

Dienstag, 14. Januar 2014 23:43

Im Januarheft der Zeitschrift Konkret erklärt Kay Sokolowsky, weshalb die Geschichtsklitterung in Christopher Clarks Buch Die Schlafwandler bei den Deutschen so beliebt ist und warum man sich besser an Karl Kraus hält, will man etwas über Ursachen, Nutznießer und Realität des Ersten Weltkriegs erfahren.

Außerdem findet sich in dieser Konkret-Ausgabe ein Leserbrief von Wolfgang Pohrt, in dem Sokolowskys Kolumne „Glasbürgerkunde“, erschienen in Konkret 12/2013, vehement kritisiert wird. Pohrts Leserbrief hat Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza ausführlich beantwortet. Um einem Mißverständnis, das nah liegt, vorzubeugen, sei an dieser Stelle festgehalten: Dies geschah ohne Rücksprache mit Kay Sokolowsky, vielmehr zu seiner Überraschung, wenn nicht zu seinem Befremden.

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Auch du heißt Winston Smith

Samstag, 7. Dezember 2013 23:54

Warum ist die Empörung der einheimischen Medien und Politiker über die Globalschnüffelei der NSA so verlogen? Weshalb scheint es, als habe Heribert Prantl von der SZ seit zwanzig Jahren den Kopf im eigenen Arsch stecken? Wieso ist Stern-Singer Hans-Ulrich Jörges ein echter deutscher Journalist? Aus welchen Gründen lohnt es sich, Francis Ford Coppolas Film „The Conversation (Der Dialog)“ von 1974 mal wieder bzw. endlich mal anzusehen? Und was notierte Adorno bereits vor 60 Jahren zu all dem Ungemach?

Die Antworten darauf finden sich in Kay Sokolowskys Glosse „Glasbürgerkunde“. Sie steht auf Seite 15 im Dezember-Heft von Konkret und kann nur auf bzw. gegen Holz gelesen werden.
Ein Trost: Dieser Hinweis ist kostenlos und interessiert die NSA kaum einen Dreck.

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The times, they’re not Assange-ing

Sonntag, 27. Oktober 2013 1:28

WikiLeaks, NSA, Angela Merkels Handy … Es scheint, als lebten wir in einer Zeit, in der die Mächtigen mächtig zittern müssen. Keine Geheimnisse mehr! Kein Geheimwissen! Die Utopie der Hippies geht in Erfüllung: Niemand kann sich mehr verstecken hinter großen Mauern der Geheimhaltung. Drum faßt euch alle an die Hände und seid Schwestern und Brüder …! Aber ist das wirklich so? Oder bloß virtuell?

Darüber läßt sich Kay Sokolowsky etwas ausführlicher aus in einem Essay für das neue Heft von Konkret. Anlaß dafür war der Film „Inside WikiLeaks“, der übrigens sehr schlecht wegkommt bei Sokolowsky. Aus guten Gründen. Für nähere Informationen erlegen Sie bitte den üblichen Tarif beim Zeitschriftenhändler Ihres Vertrauens.

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Live: Ein Feindbild wird besichtigt

Dienstag, 15. Oktober 2013 0:24

Es ist bereits ein paar Jahre her, daß Kay Sokolowsky sein Buch Feindbild Moslem veröffentlicht hat. An der Diagnose, die er darin trifft, hat sich leider nichts geändert: Hinter der Feindschaft gegen die Muslime steckt blanker Rassismus. Die durchaus berechtigte Kritik am Islam wird von den finstersten Kräften der Gegenaufklärung zum Vorwand genommen, um Menschenhaß und kulturellen Chauvinismus auszutoben und dies als aufklärerischen Akt zu tarnen.

Sokolowsky hat mit seiner These nicht nur bei der ausgewiesenen Rechten, sondern auch in der radikalen Linken empörten Widerspruch ausgelöst. Während sich der Streit mit Nazis nicht lohnt, weil der haßerfüllte Reaktionär völlig unfähig ist, aus dem Käfig seiner Paranoia und Misogynie Misanthropie auszubrechen, gibt Sokolowsky die Hoffnung nicht auf, bei den Linkesten der Linken irgendwann Verständnis zu finden. Deshalb trifft er sich am Donnerstagabend um 19 Uhr in der ziemlich intelligenten Bar „Golem“ mit dem Kollegen Lars Quadfasel, der ganz und gar nicht seiner Meinung ist, sowie Moderator Olaf Kistenmacher, um unter dem Motto „Feindbild Islam / Kritik – Was wollen die Deutschen vom Islam?“ der Vernunft auf die Beine zu helfen.

Die Debatte ist von der Hamburger Studienbibliothek organisiert worden. Sie hat dazu auf ihrer Website einen Teaser geparkt und außerdem die grenzbescheuerte Begründung dokumentiert, mit welcher das „Kölibri“ einen lange zugesagten Veranstaltungsraum kurzfristig kündigte.

Daß Kay Sokolowsky sich über viel Publikum freuen würde, dürfte niemand überraschen, der um die bodenlose Eitelkeit dieses „von Neid zerfressenen Autors“ (Henryk M. Broder) weiß.

Nachtrag: Die Hamburger Studienbibliothek und das Golem haben die Diskussion inzwischen als Stream online gestellt – zu finden hier.

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Derrick im Dreck

Freitag, 3. Mai 2013 12:39

Was passiert wäre, wenn Ex-SS-Mann Horst Tappert und sein Waffengenosse, der begeisterte Nazi-Propagandist sowie nachmalige „Kommissar“- und „Derrick“-Stammautor Herbert Reinecker, den inneren Schweinehund von der Kette gelassen hätten: Das hat sich Kay Sokolowsky für die „Wahrheit“-Seite der Taz ausgemalt.

Obwohl der Autor den Kauf der Print-Ausgabe dringend empfiehlt, erlaubt er ausnahmsweise den Aufruf der Online-Version. Denn was sich dort in den Leser-Kommentaren abspielt, ist an Blödheit, Ignoranz und Nazi-Sympathisantentum nicht zu überbieten. – Eine Auswahl der dumpfesten Zuschriften finden Sie hier:

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Deine Fahne stinkt

Dienstag, 30. April 2013 21:49

Warum der Nationalismus eine Eselei und der Chauvinismus zum Fürchten ist, erklärt Kay Sokolowsky im Mai-Heft von Konkret. Obwohl er sich bemüht hat, schöne Worte zu einem häßlichen Thema zu finden – nämlich dem größenwahnsinnigen Geschmarre hiesiger Journalisten und Politiker in der Euro-/Banken-/Staatsschuldenkrise (bitte den bevorzugten Euphemismus wählen) –, weiß Sokolowsky, daß der brillanteste Satz in seiner Polemik nicht von ihm, sondern von Karl Kraus stammt.

Und weil man in diesen Schreckenstagen der „eisernen Kanzlerin“ (Spiegel online) gar nicht oft genug aus Die letzten Tage der Menschheit  zitieren kann, steht das große prophetische Dichterwort jetzt auch hier: „Man sollte sich gewöhnen, das, was man britischen Neid, französische Revanchesucht und russische Raubgier nennt, als eine Aversion gegen den ehernen Tritt deutscher Schweißfüße aufzufassen.“

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Merkel und die Leere der Geschichte

Dienstag, 9. April 2013 21:13

Dem menschen- und menschenrechteverachtenden Umgang der deutschen Politik mit einwandernden Roma aus Osteuropa widmet sich Kay Sokolowsky im neuen Konkret. Dabei findet die unfaßbar bigotte Rede der Kanzlerin anläßlich der Einweihung des Denkmals für die 500.000 von Deutschen ermordeten Sinti und Roma besondere Berücksichtigung. Sokolowskys insgesamt eher unpatriotische Polemik läßt sich zwar online nachlesen, sollte aber besser im Ensemble der Druckausgabe wahrgenommen werden.

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Scarlett Johansson total nackt!

Dienstag, 19. März 2013 17:26

Ja, das hätten sicherlich viele Herrn gern, die gehört haben, daß der talentierteste und schönste Jungstar Hollywoods in Sacha Gervasis „Hitchcock“ als Imitatorin von Janet Leigh bella figura macht. Doch so züchtig wie in der nachgestellten „Psycho“-Duschszene war die begnadete Schauspielerin seit langem nicht mehr zu sehen. Nicht nur deshalb huldigt Kay Sokolowsky in der Rezension, die er zu Gervasis Spielfilmdebüt für die Märzausgabe von Konkret verfaßt hat, nicht Ms. Johansson, sondern einer gleichfalls gesegneten Schauspielerin. Wem genau und warum, können Sie gegen Zahlung eines angemessenen Entgelts an den Zeitschriftenhändler Ihres Vertrauens nachlesen. Auf echtem Papier! Mit Buchstaben, die auch bei Sonnenschein nicht verblassen! Jedenfalls nicht sofort. Aber beeilen Sie sich! Nächste Woche erscheint bereits das Aprilheft.

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