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Schnipsel (4): 22. April 2018

Sonntag, 22. April 2018 21:18



Verbrecher und ihre Helfershelfer

Den Vereinten Nationen gehören 193 Staaten an. Um Mitglied der Organisation werden zu können, mußten sie die Charta der UNO ratifizieren. UN-Mitglieder, die gegen die Charta verstoßen, brechen den Vertrag und ebenso die eigene Gesetzgebung, die sich qua Ratifikation den supranationalen Regeln der UN unterworfen hat. Es gibt hier keine Hintertüren, keine Sophisterei, keine Ausreden. Mitglieder, die sich nicht an die Charta der UN halten, verletzen einen Kontrakt, den sie selbst und ohne Zwang gebilligt haben.

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Just kidding

Donnerstag, 29. März 2018 20:48


Keine Bündnissolidarität um jeden Preis“ – Außenminister Maas plädiert für Mäßigung und Deeskalation und warnt vor einem Atomkrieg.

Aupenminister Maas (Archivbild)


(Eigener Beitrag
*.) Berlin. Die Bundesregierung wird in der Affäre Skripal vorerst keine Sanktionen gegen Rußland erlassen. Vor den Vertretern der Bundespressekonferenz appellierte Außenminister Heiko Maas an alle beteiligten Parteien, den laut britischer Regierung mit einem Nervengift verübten Anschlag auf den britisch-russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia nicht vor Abschluß der Untersuchungen durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)
zur Grundlage von Sanktionen oder Diplomatenausweisungen zu machen.

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Der schreckliche Iwan (18): Ein Riesenfall

Dienstag, 27. Oktober 2015 0:08

Putin_Gazprom_(c)_Kay_Sokolowsky

Putin nagt an den Resten seiner Macht (Symbolphoto)

Benjamin Bidder, Rußland-Korrespondent von Spiegel online, hat es nicht leicht. Seitianderthalb Jahren versucht er, den kryptofaschistischen Putsch in der Ukraine schönzureden und simultan das Ende der Regentschaft Wladimir Putins zu beschwören. Beides gelingt ihm partout nicht. Denn inzwischen glauben nur mehr Vollidioten sowie Marieluise Beck, die Ukraine sei heute demokratischer als vor dem Euro-Maidan und eine nazifreie Zone (bis auf den Donbass). Und der Weltfeind Putin? Sitzt fester auf seinem Thron denn je.

Doch Bidder, mit 34 Jahren noch voller Saft, wenn schon nicht Klugheit, bleibt unbeirrt. Was bislang mißriet, könnte eines Tages vielleicht doch Erfolg haben: steter Tropf usw. Deshalb verbreitet er heute in seinem Premiummedium folgende Geschichte:

Russischer Konzern Gazprom: Niedergang eines Giganten

Nanu? Ist Putins Leibfirma pleite? Oder wenigstens kurz davor? Das wäre in der Tat eine Sensation, zudem weltexklusiv vermeldet von Bidder und Spon. Im Vorspann geht es derart weiter:

Gazprom wollte seinen Marktwert als erster Konzern auf mehr als eine Billion Dollar steigern. Stattdessen bricht die Förderung ein, und es mehren sich Forderungen, den Gasriesen zu zerschlagen.

Das klingt schon etwas weniger sensationell und mehr wie eine raffinierte Anspielung auf Gazprom-Buddy G. Schröders „Fördern und Fordern“. Hm. Und darunter, in Bidders Text, weht leider bloß noch heiße Luft (auch ein Gas). Denn es bricht, wie der Korrespondent selber ausführt, bei Gazprom keineswegs „die Förderung“, sondern der Absatz ein.

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Der schreckliche Iwan (17): Erlösung

Montag, 9. März 2015 23:59

Die Zustimmungsraten der Russen für Putins Politik gehen durch die Decke, die Opposition ist marginalisiert und gibt eine Alternative zum „Kreml-Herren“ (transatlantischer Einheitssprech) ab wie, sagen wir, die Lungenentzündung zum grippalen Infekt. Was, wenn kein Putsch, soll den neuen Hitler (s. Spiegel, Zeit, Focus, Süddeutsche et. al.) bloß aufhalten?

Florian Rötzer hat in Telepolis die Rettung zu verkünden; er bezieht sich auf eine aktuelle Umfrage unter russischen Bürgern, die mehrheitlich einen völlig neuen Kandidaten ins Spiel bringen:

Putins_Erbin_06-03-15_(c)_Telepolis

Eine Frage, bitte, bevor allgemeine Erleichterung und Abrüstung ausbrechen –: Ist Rußland nicht ein Mütterchen und deshalb passender als Präsidentin anzureden, sobald es soweit ist? Denken Sie nur nicht drüber nach, bis Väterchen Frost kommt.

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Der schreckliche Iwan (12): Null und nichtig

Samstag, 7. Februar 2015 23:00

640px-Division_durch_Null_Aufmacher_(c)_XenonX3Die „51. Münchener Sicherheitskonferenz“ (MSC) ist erst Sonntagabend vorbei, aber niemand muß bis zu ihrem Ende warten, um zu wissen, welche Botschaft sie in die Welt senden soll: Frieden schaffen mit Bergen von Waffen. Der Vorsitzende der MSC, Wolfgang Ischinger, hat mit seinem Adlatus Tobias Bunde bereits am Freitag für die Frankfurter Allgemeine aufgeschrieben, was nötig sei, um den Bürgerkrieg* in der Ukraine zu beenden:

Wer jetzt eine diplomatische Lösung (…) will, muß das Kalkül der Separatisten und ihrer russischen Unterstützer verändern. Die Vorschläge einer amerikanischen Expertengruppe zielen genau darauf ab. Sie wollen Kiew die Möglichkeit geben, sich selbst zu verteidigen, keine neuen Offensiven ermöglichen.
Dazu brauche die ukrainische Armee unter anderem moderne Kommunikationssysteme, Panzerabwehrwaffen, Drohnen und Radarsysteme.“

Der feine Herr Poroschenko hat diesen Etikettenschwindel – es gibt keine Waffen, die ausschließlich defensiv gebraucht werden können – dankbar übernommen. Bei seinem Auftritt vor der MSC** forderte der Schokoladenoligarch „erneut Waffenlieferungen aus dem Westen. ‚Wir sind eine souveräne Nation, wir haben das Recht, uns zu verteidigen‘, sagte Poroschenko. Es gehe nicht um tödliche Waffen, sondern um Waffen zur Verteidigung.“ (Spiegel online)

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Der schreckliche Iwan (10): Wahnfried

Freitag, 2. Januar 2015 23:42

Spiegel online schreibt heute über einen Fackelmarsch Kiewer Nazis zum Gedenken an den Hitlerfreund und Massenmörder Stepan Bandera: „Einige Tausend Anhänger rechter Parteien hatten am Donnerstag an dem umstrittenen Fackelzug in Kiew teilgenommen. Dabei war es auch zu einem Übergriff auf Journalisten des russischen Online-Senders Lifenews gekommen.“

Solche massenhaften Nazi-Kundgebungen mit anschließenden Hexenjagden sind in der Post-Maidan-Ukraine zwar seit Februar 2014 die Regel. Aber es ist eine große Ausnahme, wenn deutsche Massenmedien davon einmal Notiz nehmen. Damit das Ausscheren aus der Einheizfront nicht auffällt, biegt der zuständige Spon-Redaktör die Sache so hin, daß wir Lesertrottel sie nicht zu sehr, das heißt, auf die Art Ernst nehmen, wie sie es seiner Meinung nach verdient hat, und untertitelt: „Rußland wähnt Ukraine ‚auf den Spuren der Nazis‘“.

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Der schreckliche Iwan (8): Veräppel mich!

Dienstag, 2. September 2014 23:35

Schmidt_Putin_Aepfel
Wissen Sie, wie Kriegssprech geht? Wenn nicht, dann gucken Sie mal auf der Website des Tagesspiegel vorbei.

Verweigert beispielsweise Rußland dem Obst aus der EU den Zugang, dann bedeutet dies beim Tagesspiegel: „Obst gegen Rußland“. So, genau so, mit diesem Unterstellungsvokabular beginnen die Weltkriege – und wir Deutsche hetzen wie immer vornweg.

Weil es, das Obst, die Menschheitsverbrechen, die Putin so gern begeht (wie zum Beispiel diese abscheulichen Medikamententransporte in die Ostukraine), nicht aushält, ohne zu verfaulen, gibt es bloß eine Rettung:

Schmidt_Putin_Aepfel_02
Und ich? Esse ab sofort nur noch Bananen. Die kommen nämlich bestimmt nicht aus Rußland.

Das ist meinen polnischen Verwandten aber völlig egal. Die sind nämlich – wenn die Presse nicht lügt, aber wie könnte sie – streuobstbombenmäßig eingenordet:

Schmidt_Putin_Aepfel_03

Mümmeln für den Frieden! Im Akkord auch noch! Putin ist erledigt.

Screenshots: „Der Tagesspiegel“ 

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Der schreckliche Iwan (6): Schwatz auf weiß

Sonntag, 27. April 2014 0:33

StadtLandRuss_Detail_(c)_FW-Bernstein_Oktober-VerlagIch könnte jetzt einiges schreiben über „OSZE-Beobachter“, die genau das nicht sind, sondern stinknormale „Kundschafter“. Oder über unsere Medien, die niemand gleichschalten muß, weil sie schon im voraus wissen, was gerade an Propaganda erwünscht ist. Tu ich aber nicht! Sondern oute mich als einer, der bereits vor einigen Jahren wußte, was für Übelfinke und Menschheitsfeinde diese Saurussen da sind.
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