Archiv für die Abteilung 'Bored beyond belief'

Aphone Aphorismen (2): Gute Miene

Mittwoch, 29. Mai 2013 23:00

Mannigfach sind des Menschen Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Im weitesten Begriff ist alles, was er tut, kommunikativ konnotiert. Sogar eine Blähung kann ein Kommentar sein (wie umgekehrt viele Kommentare kaum mehr als Blähungen sind). Eine der markantesten, mächtigsten Botschaften ohne Worte sendet das Lächeln. Zugleich eine der mißverständlichsten. Es kann defensiv wirken, entschuldigend, zugleich herablassend, aggressiv. Wie alle mimischen Äußerungen erschließt seine Bedeutung sich allein aus der Situation, und auch die kann man mißdeuten. Für sich genommen, ohne Kenntnis des Kontextes, hat es gar nichts zu sagen, erscheint vielmehr dumm und leer. Hinzutritt die Entwertung des Lächelns durch seine Allgegenwart in Werbung, Politik und Medien.

„Kostet mich ein Lächeln“, sagen wir, um ein Kinkerlitzchen zu beschreiben. Immer schon anfällig für die Korruption durch Hehler und Heiratsschwindler, Dirnen und Demagogen, ist das Lächeln im totalen Kapitalismus vollends heruntergekommen, es hat sich verkehrt zum Zeichen der Einverstandenheit mit dem traurigen Zustand der Welt. Gewinner lächeln, Verlierer nie: Das will uns die Reklame mit ihren Grienvisagen mitteilen. Wer also widerständig sich verhalten will, am blutigen Tisch der Sieger nicht sitzen möchte, der macht nicht mit beim Lächeln um jeden Preis. Buddhisten glauben, es stünde über der Welt, wer über sie lächeln kann. Um so weit zu kommen, muß man freilich das Lächeln erst mal verlernen, weiß der Dialektiker.

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Aphone Aphorismen (1): Schall und Rauch

Dienstag, 28. Mai 2013 23:37

Durch Zwielicht und Regenluft den Katzenstieg passiert. Vor mir ein Hund mit Menschen-
anhang, hinter mir ebenso. In Ahorn und Buche tönt Wettgesang der Amseln. Doch nirgendwo: eine Katze. Ist dergleichen Irreführung mit Namen in dieser Welt der Schwindeletiketten nicht längst die Norm? War je schon jemand im Entsorgungspark sorglos? Wo wurde auch nur ein Mal Energie erneuert, die Entropie widerlegend? Fließt aus den Alpen Milch? Paßt ein Tiger in den Tank? Wer hat eine Augenklappe bei den Piraten? Was wäre, bitteschön, engelhaft an Angela (Merkel)? Sah man irgendwann ein Schiff vertäut am Kay? Was Wunder, daß Katzen prinzipiell nicht auf die Namen hören, die wir ihnen geben.

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Daniel Bahr muß jetzt ganz tapfer sein

Sonntag, 12. Mai 2013 19:28

Busfahren ist nicht nur gut fürs Klima, sondern bisweilen auch lehrreich. Am Freitagabend sitze ich mit meinen Einkaufstüten voller, wie heißt das heutzutage? Nährmittel? – und ziemlich schlaff im Bus nach Hause. Es chauffiert eine Frau um die 40, die einen gewissen ruppigen Charme ausstrahlt, wie ich alter Proletenkultist ihn außerordentlich zu schätzen weiß. Hinter ihr steht eine etwas ältere Frau; eine Kollegin auf dem Weg in den Feierabend, was ich dank meiner übermenschlichen Kombinationsgabe aus einem Nebensatz („die Linie hier möcht‘ ich auch mal haben – so schön ruhig“) entnehme.

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Das sind doch zwei „m“ zuviel …?

Montag, 6. Mai 2013 22:19

Tschuldigung, den konnt‘ ich mir nicht verkneifen.

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Kirchentag: No place to go in Hamburg

Samstag, 4. Mai 2013 16:27

Gesichtet am 4. Mai um 14 Uhr im Botanischen Garten zu Klein Flottbek.
Wir waren zum Glück schon auf dem Heimweg.

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Ditt is ming Baalin! (1)

Freitag, 3. Mai 2013 19:57


Mit herzlichem Gruß an Mias, den Förster vom Schilderwald

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Besonders im Frühling: UV-Strahlung meiden!

Sonntag, 28. April 2013 20:33

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Bored beyond belief (11): SechsSechsSechs

Sonntag, 11. November 2012 23:11

Ich mach so was sonst nie: nach nur einem Absatz Lohn- und Brottext gucken, wieviele Buchstaben ich bereits verschleudert habe. Aber diesmal hat es mich gejuckt, die Zeichen zu zählen. Das kann unmöglich ein Zufall sein. Und selbstverständlich ist ebenso wenig ein Zufall, was ich dann zu sehen bekommen habe:

In meinem Manuskript – ein Monogramm des Antichrist! Von welchem der Apokalyptiker Johannes schreibt: „Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig!“ (Offenbarung 13, 18)

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