Archiv für die Abteilung 'Bored beyond belief'

Warum Tobacco und Alcohol des Teufels sind …

Sonntag, 30. März 2014 23:40

… und wie mich heute abend ein Tankstellenkassenbon darauf aufmerksam machte:

Doch was hab‘ ich daraus gelernt? Genau. Ich geh jetzt eine rauchen. Prost!

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Kreatiphe Orthogravie (1): Schotten aus Chile

Donnerstag, 6. März 2014 1:17

Schreib! Mich! Falsch!

Schreib! Mich! Falsch!

Von allen Sünden wider die Sprache ist fehlerhafte Rechtschreibung bestimmt die geringste; wenn sie überhaupt eine ist. Im Grunde liegt hier ja bloß ein Verstoß gegen Konventionen vor, die nicht von der Gemeinschaft aller Schreibenden verabschiedet, sondern von ein paar staubköpfigen, aus dem Mund eigentümlich riechenden Germanisten ausgebrütet wurden.

Gewiß vereinfacht es die Verständlichkeit einer schriftlichen Mitteilung, wenn die Wörter, aus denen sie besteht, nicht querbeet gekritzelt, sondern regelhaft gelettert werden. Andererseits ist seit gut 100 Jahren, seit der ebenso geist- wie sinnlosen Abschaffung des thraumschönen „Th“ aus der deutschen Wortschreibung – welche Schreibreform Karl Kraus in seiner „Elegie auf den Tod eines Lautes“ aufs bethörendste geißelte – sowieso klar, daß Sprache und amtlich verordnete Schreibweise so viel miteinander zu tun haben wie Dichtung und Literaturkritik.

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Silvester 2013: Nachlese aus Berlin

Donnerstag, 2. Januar 2014 22:26

Der Jahreswechsel ist traditionell ein Zeitpunkt guter Vorsätze. Vielleicht nehmen Sie sich gerade vor, mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu machen oder mehr Zeit für die Familie zu haben. Ich selbst nehme mir eigentlich immer vor, mehr an die frische Luft zu kommen.

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Alle Jahre bieder (6)

Sonntag, 29. Dezember 2013 0:33

Vorbei, erledigt, geschafft – endlich ist auch diese Weihnacht überwunden! Wieder hat niemand bekommen, was er sich wünschte, aber dafür haben alle gekriegt, wovon sie nie träumten. Aaa-ach!

Nächstes Jahr versuchen wir’s dann wieder wider jede Erfahrung und besseres Wissen. Eventuell kaufen wir nicht so viel Fleisch fürs Fondue und auch die Packung Lebkuchen-Spezialitäten bleibt im Laden. – Scheiß, natürlich werden wir erneut alles vergeigen! Denn was Weihnachten bedeutet und was wir daraus machen: Das sind zwo Paar Stiefel, die so gut zusammenpassen wie die Nordmanntanne und der Ständer für den Christbaum.

Darum in der Nachlese zum diesjährigen Jesu-Geburtstags-Beschiß einige besinnliche Bilder vom mit Abstand weihnachtlichsten Vorgarten in Hamburg-Osdorf. Wobei mein geschätztes Blog-Publikum gern mitraten darf, was das hier ist:

Ein Guantánmo für Weihnachtsmänner?

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Alle Jahre bieder (4)

Mittwoch, 18. Dezember 2013 21:11

Élégie du solstice*

Du, Geist der Weihnacht, feuchten blauen Auges
Den Blick gehoben hin zu einem Himmel,
Aus dem man dich gerissen hat, erniedrigt
Und aufgeblasen, schnödes Instrument
Von Krämergier und Abgeschmack, gezwungen,
Dich selbst zur Schau zu stellen,

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Alle Jahre bieder (2)

Sonntag, 8. Dezember 2013 14:51

Die Resonanz aufs Preisausschreiben im Blogpost vom 7. Dezember war überwältigend – Danke, merci, gracias, Bussi: Ihr wart GROSSARTIG!

Bedauerlicherweise hat von abertausend Einsendern nur ein einziger die, zugegeben, höchst anspruchsvollen Gewinnbedingungen erfüllen können. Und zwar sogar mit klassischer Formvollendung und luzidestem Humor. Gratulation an (Gong): Gert Ockert.

Ich weiß nicht viel über diesen Mann, außer daß er hin und wieder im kommunistischen Kampfblatt Konkret knorrig kolumniert. Angeblich lebt Ockert in Riechweite der Deutschen Bucht und besitzt die europaweit größte Sammlung von Pornographie aus dem Fin de siècle. – Nun ja, Gerüchte!

Doch nun will ich Sie nicht länger auf die Streckbank schnallen. Hier ist er, der preiswerte Vierzeiler von (Doppelgong):

Gert Ockert

Adventsregel
Soll Weihnachten sich wirklich lohnen,
besorg zwei Säcke Weinbrandbohnen.
Sodann verbrenne einen Strohstern
und bleib besoffen bis an Ostern.

Photo: Petr Kratochvil (via publicdomainpictures.net) ([1])
[CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Alle Jahre bieder (1)

Samstag, 7. Dezember 2013 0:46

Dinge gibt es, da macht uns keiner was vor, da haben wir den Zinken vorn, da können alle anderen gepflegt die Schnauze halten – deutsche Autos, deutsches Bier, deutsche Wurst und natürlich:


Dieses Prachtstück von einem Tonträger aus, vermutlich, den frühen Siebzigern, gepreßt im Auftrag des mittlerweile entschlafenen Labels, Entschuldigung: Musikvertriebs „tt Record“ lachte mich aus dem Grabbelkasten meines Lieblingsramschladens an und war mir selbstverständlich einen vollen Euro wert. Schon der Titel in nordmanntannengrüner Fraktur ist annähernd unbezahlbar und das Photomotiv eine unmöglich zu vergütende Lektion in Kitsch und Kotz.

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Wahlticker Zwanzigdreizehn

Sonntag, 22. September 2013 22:21

Viele professionelle Beobachter der WAHL zeigen sich konsterniert vom Debakel der FDP (Symbolphoto)

 22.21 Uhr.
So, dann packen wir mal zusammen. Vielen Dank nach Berlin an Matthias Geissler für ebenso profunde wie luzide Anmerkungen zur WAHL! Vielen Dank auch an unsere vielen Millionen Leser, die in einem bemerkens-
werten Endspurt noch einmal alles gegeben haben. Es mag nicht gereicht haben für den Sturz der Kanzlerin, aber dafür ist Oliver Bierhoff immer noch Chef der FDP. Wir geben zurück an die Funkhäuser.

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