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Auch du heißt Winston Smith

Samstag, 7. Dezember 2013 23:54

Warum ist die Empörung der einheimischen Medien und Politiker über die Globalschnüffelei der NSA so verlogen? Weshalb scheint es, als habe Heribert Prantl von der SZ seit zwanzig Jahren den Kopf im eigenen Arsch stecken? Wieso ist Stern-Singer Hans-Ulrich Jörges ein echter deutscher Journalist? Aus welchen Gründen lohnt es sich, Francis Ford Coppolas Film „The Conversation (Der Dialog)“ von 1974 mal wieder bzw. endlich mal anzusehen? Und was notierte Adorno bereits vor 60 Jahren zu all dem Ungemach?

Die Antworten darauf finden sich in Kay Sokolowskys Glosse „Glasbürgerkunde“. Sie steht auf Seite 15 im Dezember-Heft von Konkret und kann nur auf bzw. gegen Holz gelesen werden.
Ein Trost: Dieser Hinweis ist kostenlos und interessiert die NSA kaum einen Dreck.

Thema: Kaputtalismus, Man schreit deutsh, Sokolowsky anderswo | Kommentare (0) | Autor:

Deine Fahne stinkt

Dienstag, 30. April 2013 21:49

Warum der Nationalismus eine Eselei und der Chauvinismus zum Fürchten ist, erklärt Kay Sokolowsky im Mai-Heft von Konkret. Obwohl er sich bemüht hat, schöne Worte zu einem häßlichen Thema zu finden – nämlich dem größenwahnsinnigen Geschmarre hiesiger Journalisten und Politiker in der Euro-/Banken-/Staatsschuldenkrise (bitte den bevorzugten Euphemismus wählen) –, weiß Sokolowsky, daß der brillanteste Satz in seiner Polemik nicht von ihm, sondern von Karl Kraus stammt.

Und weil man in diesen Schreckenstagen der „eisernen Kanzlerin“ (Spiegel online) gar nicht oft genug aus Die letzten Tage der Menschheit  zitieren kann, steht das große prophetische Dichterwort jetzt auch hier: „Man sollte sich gewöhnen, das, was man britischen Neid, französische Revanchesucht und russische Raubgier nennt, als eine Aversion gegen den ehernen Tritt deutscher Schweißfüße aufzufassen.“

Thema: Man schreit deutsh, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1) | Autor:

Of the people by the people for the people

Montag, 4. Februar 2013 22:17

In der Februarausgabe von Konkret äußert sich Kay Sokolowsky sehr wohlwollend über Steven Spielbergs neuen Film „Lincoln“, aber das war ja nicht anders zu erwarten. Hr. Sokolowsky ist, was Mr. Spielberg betrifft, seit je von großem Wohlwollen bestimmt. Immerhin kann er auch begründen, warum ihm die Angelegenheit so gut gefällt. Leider hat Sokolowsky vor lauter Wohlwollen einen dicken Bock geschossen und das Premierenjahr von „Close Encounters of the Third Kind“ ganz falsch gesetzt. Dieser grandiose Film kam nämlich nicht, wie der Vollhorst S. behauptet, 1980 ins Kino, sondern bereits 1977. Im Jahr 1980 erschien die leider nicht mehr so grandiose „neue Version“ der „Unheimlichen Begegnung“. Mit diesem verheerenden Fehler hat sich S. für alle Zeiten als ernstzunehmender Filmkritiker diskreditiert!

Gebeugt vor Gram wegen seines Schnitzers freut der Autor sich umso mehr über folgendes Lob von Leser Frank Eric: „In jeder Konkret gibt es mindestens einen Satz, der mich noch Wochen später zu einem fröhlichen Lächeln zwingt. In dieser Ausgabe (1⁄2013) kam der Satz von Kay Sokolowsky. Für die Formulierung ‚Es gibt Köpfe, in denen möchte man nicht fünf Sekunden lang wohnen‘, bin ich Ihnen vorläufig erst einmal ewig dankbar!“ Gern geschehen und gleichfalls merci! (Der unbewohnbare Schädel gehört übrigens Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.)

Warum aber der Blogger Kay Sokolowsky so lange nichts von sich lesen ließ, verrät er demnächst. Bloß zwei Worte jetzt: „Akuter Arterienverschluß“. Klingt übel? Klingt nicht nur so.

Thema: Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1) | Autor:

Eine Zensur fand mal nicht statt

Mittwoch, 28. November 2012 21:42

In der Dezember-Ausgabe von Konkret erläutert Kay Sokolowsky, warum im Fall des gewesenen CSU-Pressesprechers Hans Michael Strepp und seiner Sonntagmorgentelephonate mit dem ZDF das Geschrei von wegen „Zensur“ ziemlich daneben und bigott gewesen ist – und warum bei den Öffentlich-Rechtlichen die Öffentlichkeit sowieso keine Rechte hat.

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Spaßmacher und Totmacher

Donnerstag, 30. August 2012 23:45

Gleich zwei Mal reicht Kay Sokolowsky im Septemberheft von Konkret seine Meinung ein. Warum „To Rome With Love“ leider nicht zu Woody Allens Meisterwerken zählt, wird durchaus einleuchtend in einer Kurzrezension beschrieben. Die sich bei aller Knappheit jedoch Zeit nimmt, einer betörenden Neapolitanerin namens Alessandra Mastronardi den Hof zu machen.

Im zweiten, erheblich längeren Stück „Rauch über Aurora“ wird zwar nicht erklärt, warum James Holmes am 20. Juli 2012 bei einer Mitter-
nachtsaufführung von „The Dark Knight Rises“ zwölf Menschen abgeschlachtet hat. Wie denn auch? Aber dummschwätzende Schlaumeier wie Ines Geipel, Iris Radisch und etwa 99 % der Weltpreßhalunken dürfen hier gern nachlesen, wie sie jeder Lüge aufsitzen bzw. selber lügen, nur um der unerträglichen Wahrheit auszuweichen, die in jedem Amoklauf steckt. Außerdem enthält der Aufsatz eine tiefe Verbeugung vor dem Soziologen Götz Eisenberg und seinem großartigen Buch „… damit mich kein Mensch mehr vergißt!“

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