Archiv für die Abteilung 'Gute Nachrichten'

Da capo: Star Shaper

Samstag, 20. Mai 2017 21:49


Dem New Yorker Astrophysiker und Erzcharismatiker Neil deGrasse Tyson habe ich hier schon einmal meine Verehrung bekundet. Es ist ein Plaisir, ihm nun ein zweites Mal Dank zu sagen, das Knie zu beugen, Lob zu hudeln, usw.

Denn Meister Tyson war Anfang Mai erneut in der „Late Night with Stephen Colbert“ zu Gast und warb für ein Buch, das es ziemlich sicher verdient hat, ein großes Publikum zu finden. Bereits der Titel ist unwiderstehlich: Astrophysics for People in a Hurry.

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Abteilung: Discovery Channel, Gute Nachrichten | Kommentare (2) | Autor:

Discovery Channel (3): Kline, riesengroß

Mittwoch, 8. März 2017 23:49


Jeder Tag auf dieser Erde bringt ungebeten abertausend Dokumente für die Schlechtigkeit des Menschen, seine Würdelosigkeit und Niedrigkeit. Es kann davor nicht fliehen, wer ein soziales Wesen bleiben will, aber, „bei den Göttern, die es nicht gibt“ (Gisbert Haefs): Es ist ein Kraftakt, unter den Menschen nicht asozial zu werden, so wie sie sich aufführen, so wie sie mit der Welt und einander umgehen. Wenn dann noch ein Wetter über der Stadt liegt wie eine Megatonne Schwermut, ist Trost jeglicher, auch der bescheidenen Art herzlich willkommen, um am Ball bleiben zu können.

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Abteilung: Discovery Channel, Gute Nachrichten | Kommentare (2) | Autor:

Round midnight: Was von Westerwelle bleibt

Montag, 21. März 2016 23:56

Beim Kombüsendienst am Abend höre ich das hier in den Nachrichten des Deutschlandfunks:

… Guido Westerwelle im Alter von 54 Jahren verstorben. Er lebte mit seinem Mann in …

„Mit seinem Mann“ –: Diese Formulierung, unbefangen geäußert in einem gewiß nicht gegenkulturellen Medium, zählt zu den wenigen, den echten Fortschritten der neuesten Zeit.

Zur Entspannung beim Umgang mit Homosexualität (jedenfalls in Westeuropa), hat der schwule Vizekanzler Westerwelle, so gut er es verstand, offenbar etwas beigetragen. Nämlich als Inspiration zu einer unverklemmten Radiomeldung; und dafür darf man sich des Menschen gern erinnern.

Ohne je zu vergessen, wie der Politiker – vielleicht zum Ausgleich, vielleicht um die Philister unter den Klienten zu beruhigen – degoutante Kreativität entfesselte, wo es galt, arme Schlucker zu diffamieren („spätrömische Dekadenz“) oder den Förderern seines Wahlvereins Dank zu erstatten auf Kosten der Allgemeinheit („Hotelsteuer“).

Ein Mensch – das nehme ich an, weil ich weiterhin generös gegen den Guidomobilmann gestimmt bin –: Ein Mensch kann in seinem Leben maximal einen einwandfrei idealistischen Kampf führen, und er vergißt, ich kenn mich da aus, darüber viele entscheidende Dinge. Das macht den guten Kampf allerdings nicht schlecht.

PS. Vielleicht bin ich auch deshalb so nachsichtig mit Westerwelle, weil einer wie er, neben Wirsinddasvolksvertreter wie Höcke oder Gauland gestellt, die erste Wahl wäre: ein Liberaler nicht zuletzt im Umgang mit dem politischen Gegner. Und ich werde die Ahnung nicht los, daß wir gelernten Guido-Spötter bald schon alle die alte Westerwelle-FDP vermissen werden; und zwar um so schmerzlicher vermissen, je schamferner und gemeiner deren Nachfolgeorganisation AfD sich spreizt.

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Abteilung: Gute Nachrichten, Kaputtalismus, Man schreit deutsh, Zeuge der Geschichte | Kommentare (2) | Autor:

Schlechte Verlierer (eine Revue)

Montag, 30. November 2015 15:42

Olympische_Gummis_(c)_Kay_SokolowskyAch, wie gern wäre ich dabeiigewesen, in der Kreditkartenarena, als den 200 geladenen und „gut verpflegten“ (Mopo.de) Olympia-Promotoren, -Propagandisten und -Glücksrittern die Visagen entgleisten, gegen 19iUhr am Sonntagabend, wie die Larven mit jeder Minute länger oder, je nach Ausgangslage, breiiger wurden! Wie nurzugern hätte ich jedem einzelnen mitleidig die Hand getätschelt und gesagt: „Nehmen Sie‘s sportlich … Dabei sein ist alles!“

Nun muß ich mich begnügen mit den kolportierten Statements der Loser, jedoch nicht verzichten auf die Schadenfreude, die das Gepampe und Geplärre bei einem alten Spielverderber wie mir zuverlässig auslöst. Es ist schon eine Gaudi, wenn solche Lemuren verlieren und dies nicht mal mit einem Firnis von Fairness können:

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Abteilung: Gute Nachrichten, Kaputtalismus, Stadtstreicherei | Kommentare (3) | Autor:

Zwei Stimmen der Vernunft

Donnerstag, 29. Oktober 2015 22:32

Daß ich mal Sympathie für einen Papst empfinden würde, hätte ich bis gestern ausgeschlossen. Aber Jorge Mario Bergoglio, Künstlername Franziskus, wärmt mein Herz, seit er das hier gesagt hat:

Haaretz_Franziskus_29-10-15

Haaretz.com, 29.10.2015

Auch der Welt berühmteste Romanautorin Joanne K. Rowling zählt nicht zu den Leuten, für die ich viel übrig hatte, bis vorgestern. Der Abschlußband ihrer sowieso schwer überschätzten Harry Potter-Serie ärgerte mich geradezu mit seinem unablässigen Geschwafel und Gebrabbel und Gequassel. Doch alles verziehen, denn:

Haaretz_Rowling_29-10-15

Haaretz.com, 27.10.2015

(Warum diese durchaus erheblichen Meldungen in deutschen Online-Medien nirgends zu finden sind – jedenfalls nicht mit Google –, möchte ich hier nicht erläutern, weil dies mir und Ihnen sofort die Freude über zwei ziemlich überraschende Geschichten verderben würde.)

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Abteilung: Aufgelesen, Gute Nachrichten | Kommentare (2) | Autor: