Archiv für die Abteilung 'Stadtstreicherei'

Aphone Aphorismen (9): Pippilotta Cosplay

Samstag, 20. Mai 2017 1:58

Linie 21, 18.10 Uhr. Nah bei meinem alten Gymnasium besteigt ein Pärchen den Bus, das aus meinem Jahrgang sein könnte. Sie: die kupfernen Haare an den Schläfen zu Kleinemädchenantennen gezwirbelt, Klamotten am schlanken Leib wie für Hippies mit Bausparvertrag, vermutlich von Gudrun Sjödén in Taka-Tuka-Land fabriziert … Also, sie: die Augen geschminkt à la aufgerissen vor Lebenslust/Schalk/Neugier. Diese Frau ist Pippi Langstrumpf mit Mitte 50. trotz steigender Steifheit der Knochen immer noch raumgreifend beim Dauerquatschen und -kichern. Sie hat sogar – das stärkste Mädchen der Welt! – ihr treues Pferd auf dem Arm und trägt es rum, als wär es nicht mehr denn ein halber Dackel.

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Abteilung: Aphone Aphorismen, Stadtstreicherei | Kommentare (1) | Autor:

Neues vom Elbvieh

Freitag, 7. April 2017 23:38


Also sprach die Kanzlerin vor drei Monaten:

Eines Tages werden wir alle sehr stolz sein, daß auch zu unseren Zeiten mal etwas gebaut wurde, wo Menschen vielleicht in 50 und 100 Jahren noch sagen: Guck mal, das war damals im Jahr 2017 am 11. Januar.

Und Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, flunkerte zur Eröffnung der Elbphilharmonie:

Die Welt wird hierher sehen und immer wieder hören, was heute diesen Saal erfüllt: Freude!

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Abteilung: Kaputtalismus, Stadtstreicherei | Kommentare (1) | Autor:

Beim Warten auf die 21

Freitag, 17. März 2017 17:35


Ein Großstadt-Blues


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Ich sitz in der Nacht
noch ist sie nicht kalt
Ich sitz in der Nacht
noch bin ich nicht alt.

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Abteilung: Lieder ohne Werte, Round midnight, Selbstbespiegelung, Stadtstreicherei | Kommentare (3) | Autor:

Die Kunst des Bettelns im Hafen von Wismar

Sonntag, 7. August 2016 0:22

Simon_Silbermöwe_(c)_Kay_Sokolowsky


Majestätisch wie ein Löwe
schreitet Simon Silbermöwe
auf der Fischverkaufsmarkise
auf und ab und mustert diese

Leutemeute gegenüber.
Möcht wohl sagen: „Ach, mein Lieber,
schöne Dame, braver Knabe,
seht doch mal, was ich hier habe,

nämlich gar nichts außer Hunger.
Glaubt mal nicht, daß ich bloß lunger,
Schnabelaffen feiltrage
oder blaue Blumen jage,

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Abteilung: Lieder ohne Werte, Sommerfrische, Stadtstreicherei, Timmis Freunde | Kommentare (2) | Autor:

2016: Sokolowsky schaut voraus

Dienstag, 5. Januar 2016 22:38

Augen_auf_(c)_Kay_Sokolowsky

Ich weiß natürlich genausowenig wie Sie, liebe Leserin, lieber Leser, was in den nächsten 361 Tagen auf uns zukommt. Aber mit den Jahren – von denen ich inzwischen einen ordentlichen Haufen zusammen habe – lernt der Mensch, die Zeichen zu deuten, die sich zeigen, wenn das Vergangene an der Schwelle zum Zukünftigen hockt, das heißt, so um Silvester herum.

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Abteilung: Bored beyond belief, Kaputtalismus, Selbstbespiegelung, Stadtstreicherei, Unerhört nichtig | Kommentare (0) | Autor:

Schlechte Verlierer (eine Revue)

Montag, 30. November 2015 15:42

Olympische_Gummis_(c)_Kay_SokolowskyAch, wie gern wäre ich dabeiigewesen, in der Kreditkartenarena, als den 200 geladenen und „gut verpflegten“ (Mopo.de) Olympia-Promotoren, -Propagandisten und -Glücksrittern die Visagen entgleisten, gegen 19iUhr am Sonntagabend, wie die Larven mit jeder Minute länger oder, je nach Ausgangslage, breiiger wurden! Wie nurzugern hätte ich jedem einzelnen mitleidig die Hand getätschelt und gesagt: „Nehmen Sie‘s sportlich … Dabei sein ist alles!“

Nun muß ich mich begnügen mit den kolportierten Statements der Loser, jedoch nicht verzichten auf die Schadenfreude, die das Gepampe und Geplärre bei einem alten Spielverderber wie mir zuverlässig auslöst. Es ist schon eine Gaudi, wenn solche Lemuren verlieren und dies nicht mal mit einem Firnis von Fairness können:

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Abteilung: Gute Nachrichten, Kaputtalismus, Stadtstreicherei | Kommentare (3) | Autor:

Darum braucht Hamburg Olympia

Samstag, 28. November 2015 19:22

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Abteilung: Kaputtalismus, Stadtstreicherei | Kommentare (1) | Autor:

Narrenhände beschmieren Straß’ und Wände

Donnerstag, 29. Oktober 2015 13:08

Ein Gastbeitrag von Eberhard Kehrer


Graffito_Teaser_(c)_Eberhard_KehrerIch traf Dich in der Straßenbahn –
Wahn kommst du an, Wahn oh Wahn?“

Kurt Schwitters


Bei meinen Streifzügen durch Hamburg begegnen mir immer wieder Skurrilitäten, und ich halte sie gern mit der Kamera fest. Unlängst habe ich Kay Sokolowsky ein paar Fotomotive überlassen, in der Hoffnung, er würde sich ein paar schöne Geschichten dazu ausdenken und sie in sein wunderbares Blog einbauen.

Aber Herr S. spielte gekonnt den Ball zurück und forderte mich icebucketchallengemäßig auf, das mühsame Schreibgeschäft doch selbst
zu besorgen. Das hatte ich nun davon! Es half kein Jammern und kein Prokrastinieren, der unbarmherzige Blogger ließ mir keine Ruhe, und so …

Doch leset selbst, geschätzte Freunde des (siehe Motto) Straßenwahns!

… und zwar hier

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Abteilung: Stadtstreicherei | Kommentare (0) | Autor: