Archiv für die Abteilung 'Selbstbespiegelung'

„Wer Angst hat, der hat schon verloren“ (1)

Samstag, 14. Juli 2012 13:00

Er zählte zu den führenden Karikaturisten der alten BRD. Seine Cartoons waren Tagesgespräch und oft auch Skandal. Doch mit der Wiedervereinigung wurde es still um Satyricos: Sein hintersinniger Humor war in der „Spaßgesellschaft“ der 90er nicht mehr gefragt. Im „Abfall aus der Warenwelt“ feierte der Altmeister vor kurzem ein sensationelles Comeback. Ein Porträt der legendären „spitzen Feder“.

Lehr- und Wanderjahre eines Unangepaßten
Berlin 1967. Die Jugend begehrt auf gegen Schah-Besuch, Springer-Verlag und den Muff von tausend Jahren. Vor diesem rebellischen Hintergrund geht der Stern eines Künstlers auf, dessen eigene Geschichte wie ein Spiegelbild seiner Zeit wirkt – Satyricos. Ein Witzbild, auf Blaumatrize gekratzt und heimlich in einer Weddinger Hauptschule vervielfältigt, geht wie ein Kassiber von Hand zu Hand … Und über Nacht steht die „Frontstadt“ kopf.

   „Nein“, sagt Satyricos heute bescheiden, „nein – das war kein Meisterwerk. Ich würde mittlerweile vieles anders zeichnen. Die Schere zum Beispiel: Sie wirkt zu nett, zu niedlich.“ Doch damals, meint er, habe bereits diese Andeutung ungeheuer provoziert. „Das waren derart spießige Jahre, man macht sich heute keinen Begriff davon! Aber die jungen Leute, die waren hellwach. Und sie haben beim Lachen den Kopf nicht verloren.“

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Bored beyond belief (4): Mein Wappenbier

Dienstag, 3. Juli 2012 22:11

Weissu, geh‘ch nichsahnd mit Diäk un Mattina duäch Lünebuäch bein Hanseadntüddel an Samssach, unnessis voll da wie inne Keksdosä, un einglich sinn wiä schon auffen Weech ssun Bahnof, weissu, un plösslich seh‘ch da diess Schilt, unnich denk: Das gipps ja nich! Da mussich
doch hin!
Aso geh‘ch quä duächie Menschnmassn ssun Sstand un, hähä, dann sstand ich ässma. Ich happ natürch gekuck, oppa irngwo n Dachs sswischn Bedienunneng rumläuf, aba där waa wo‘ schon in Feiäahmd. Oda in Braukessel, man weisses nich, man ssteck nich drin – leidä, hähä. Happich diä einglich ma gesacht, dassich übä meine eingen Witsse am liepssen lach? Happich nich? Na, nu weissus. Dassiss aba nich, wei‘ch so eidel bin! Sonnän wei‘ch dann die Poännde immä kapia. Wo waan wiä? Genau. Weissu, wass miä bei so Vocksfessn immä auffen Zeigä geht? Du sstehs sstännich rum.

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„Angelina Jolie war wie ein wildes Tier“

Mittwoch, 20. Juni 2012 15:07

Scarlett Johansson, Johnny Depp, Katie Holmes, Brad Pitt und Shia LaBeouf – er hatte sie alle: Kay Sokolowsky im Gespräch mit Kay Sokolowsky über seine heißen Nächte mit den Megastars

Sorgt mit seinen Memoiren für Aufsehen: Hollywood-Bodyguard Kay Sokolowsky

Abfall aus der Warenwelt: Kay Sokolowsky, Sie haben …

Kay Sokolowsky: Du kannst du zu mir sagen.
Und Kay, Kay.

Nein, danke.

So fremd sind wir uns nun wirklich nicht.

Kommt auf die Situation an.

Das ist doch völlig schizophren!

Steht nicht jeder von uns hin und wieder neben sich selbst?

Auch wieder wahr. Was wolltest du fragen?

Kay Sokolowsky, Sie haben viele Jahre als Security-Mann für große Hollywood-Studios gearbeitet. Nun erscheint ihre Autobiographie „Intime Deckung – Der Bodyguard der VIPs packt aus“.

Wie bitte? Wer packt aus?

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Abteilung: Selbstbespiegelung, Unerhört nichtig | Kommentare (1) | Autor:

Alfred Brehm beschreibt den Dachs

Sonntag, 10. Juni 2012 14:54

DACHS (MELES TAXUS) […] Er lebt einsam in Höhlen, welche er selbst mit seinen starken, krummen Krallen auf der Sonnenseite bewaldeter Hügel ausgräbt, mit vier bis acht Ausgängen und Luftlöchern versieht und innen aufs bequemste einrichtet. Die Haupt-wohnung im Baue, der Kessel, zu welchem mehrere Röhren führen, ist so groß, daß er ein geräumiges, weiches Moospolster und das Thier selbst nebst seinen Jungen aufnehmen kann. […]

   Vorhölzer, welche nicht weit von Fluren gelegen sind, ja sogar unbewaldete Gehänge mitten in der Flur werden mit Vorliebe zur Anlegung dieser Wohnungen benutzt; immer aber sind es stille und einsame Orte, welche der Einsiedler sich aussucht. Er liebt es, ein beschauliches und gemächliches Leben zu führen und vor allem seine eigene Selbständigkeit in der ausgedehntesten Weise zu bewahren. […]

   In diesem Baue bringt der Dachs den größten Theil seines Lebens zu, und erst, wenn die Nacht vollkommen hereingebrochen ist, verläßt er ihn auf weitere Entfernung. In sehr stillen Waldungen treibt er sich während des Hochsommers auch wohl schon in den späteren Nachmittagsstunden spazieren gehend außen umher, und ich selbst bin ihm in der Nähe von Stubbenkammer auf Rügen am hellen, lichten Tage begegnet; solche Tagesausflüge gehören jedoch zu den Ausnahmen. […]

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Bored beyond belief (1): Happy Eggheads

Mittwoch, 6. Juni 2012 21:00

Abteilung: Bored beyond belief, Selbstbespiegelung, Unerhört nichtig | Kommentare (1) | Autor: