Archiv für die Abteilung 'Round midnight'

Beim Warten auf die 21

Freitag, 17. März 2017 17:35


Ein Großstadt-Blues


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Ich sitz in der Nacht
noch ist sie nicht kalt
Ich sitz in der Nacht
noch bin ich nicht alt.

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Abteilung: Lieder ohne Werte, Round midnight, Selbstbespiegelung, Stadtstreicherei | Kommentare (3) | Autor:

Round midnight: Ich habe Post (Update, 9. Mai)

Samstag, 23. April 2016 0:01

Vorgestern fragte ich mein geschätztes Publikum, was die Redaktion und den Chef der ARD-Tagesthemen bewogen haben mochte, einen Bericht über das zerpflückte „BKA-Gesetz“ so zu illustrieren, und was das überhaupt bedeuten soll:

Tagesthemen, 20.4.2016 (Screenshot ARD-Mediathek/Ausschnitt)

Tagesthemen, 20.4.2016 (Screenshot/Ausschnitt)

Kai Pichmann antwortet mir:

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Abteilung: Qualitätsjournalismus, Round midnight | Kommentare (3) | Autor:

Round midnight: Sie haben Pest

Donnerstag, 21. April 2016 0:30

Es wird Ihnen gestern zweifellos nicht entgangen sein, daß die Überwachungsstaatsaffäre namens „BKA-Gesetz“ vom Bundesverfassungsgericht erheblich zurechtgestutzt wurde – und mit dem Gesetz sein glühendster Verfechter, Thomas de Maizière.

Wie nun würden Sie, wären Sie Chefredakteur der ARD-Tagesthemen, die Aufmachermeldung über den erfreulichen Prozeßausgang illustrieren lassen? Mit der Sauertopfvisage des Ministers? Oder mit einem Photo der monströsen BKA-Zentrale in Wiesbaden? Vielleicht hätte es auch ein Cartoon getan: Verfassungsrichter haut dem Bundestrojanerpferd mit einem Paragraphensymbol den Kopf ab, oder so ähnlich dämlich. Aber lange nicht so seltsam wie das, was dem amtierenden Chef von ARD-Aktuell, Kai Gniffke, eingefallen bzw. bei der Abnahme nicht weiter aufgefallen ist. Schauen Sie selbst:

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Abteilung: Qualitätsjournalismus, Round midnight | Kommentare (0) | Autor:

Round midnight: Cinéma vérité (2)

Dienstag, 12. April 2016 1:00

Marginalien zu Kino & Wirklichkeit
Heute:

Der tote Baron

Vielleicht kennen Sie das: Sie haben den schönen Abend mit der vermaledeiten Steuer vertan, und obwohl diese Beschäftigung unfaßbar langweilig ist, bringt sie Sie jedesmal an den Rand der Hysterie. So wie mich vorhin. Meine Nerven waren nach Ende des buchhalterischen (Akzent auf „-te“ oder auf -hal“? Ich lern das nie) so gespannt, daß man Paganini-Cappricci drauf hätte fiedeln können. Da hilft nur ein Bier (eher drei) oder das Fänsän.

Ich entschied mich fürs TV, weil ich sowieso schon Kopfschmerzen hatte. Um was passend Abregendes zu finden, meinetwegen eine Dokumentation über die Fugger (aber nicht über doppelte Buchführung), besuchte ich die Website Klack*. Und las nach zwei Umdrehungen des Scrollrads das hier:

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Abteilung: Bored beyond belief, Moving Movies, Round midnight | Kommentare (10) | Autor:

Round midnight: Feelin‘ the Bern

Donnerstag, 7. April 2016 1:00


Wäre ich nicht so müde, würde ich dies unterlassen, aber aus lauter Mattigkeit kopiere ich mich jetzt selbst, mit einem Screenshot aus Facebook, weil ich nach dem Triumph von Wisconsin nicht länger verhehlen kann, daß der „Abfall“ die Hamburger Außenstelle des Wahlkampfbüros von Bernie Sanders ist. This is the momentum!

Sanders-Hymne_Facebook

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Abteilung: Kaputtalismus, Round midnight, Zeuge der Geschichte | Kommentare (7) | Autor:

Round midnight: Cinéma vérité (1)

Mittwoch, 9. März 2016 1:38

Star_Trek_X_(c)_Kay_SokolowskyMarginalien zu Kino & Wirklichkeit.
Heute:

Ein X für ein „Oooh …!“

Warum in phantastischen Filmen die Spezialeffekte regelmäßig besser und authentischer aussehen als die Menschen, die zwischen ihnen herumstehen, hat William Shatner aka Captain Kirk mal erläutert. Amüsiert und zart verzweifelt zugleich berichtete er viele Jahre danach über die Dreharbeiten zu „Star Trek – The Motion Picture“ (1979 – hier geht‘s zum schön zeitgenössischen Trailer):

Let me take a piece of paper … And let‘s say … (Shatner zeichnet auf einen Notizzettel ein großes X und ahmt den Regisseur nach.) Okay: here‘s the monster. Monster is right over here over your right shoulder. Now, when I snap my finger, look at it as though it‘s going to eat you. We don‘t know exactly what it looks like, or how it‘s going to eat you, or what it says, or what it does, or how it looks, nor how it blinks its eyes, nor where it moves its legs and its arms and its ears. And it really doesn‘t have ears, that much we know. So, react! That‘s acting in a science fiction film.

Gewiß, es gibt ein paar phantastische Spielfilme, in denen die Schauspieler sich gegen die visuellen Wunder behaupten können, wo sie das X nicht mehr sehen, sondern etwas zu sehen scheinen, was für sie unsichtbar ist. Aber das sind die Ausnahmen, die die Regel usw. Mir fallen nach langem Überlegen nur „2001“, „Close Encounters of the Third Kind“ und „Blade Runner“ ein. Vielleicht noch „Jurassic Park“ und „Terminator 2“, aber die eher wegen einzelner Szenen.*

The human adventure is just beginning

– verspricht die 37 Jahre alte Kinowerbung (s. o.), und obwohl der große, etwas verkannte Regisseur Robert Wise mit dem ersten Enterprise-Spielfilm keine Ausnahme, sondern eines seiner nicht so runden Stücke abgeliefert und die Verheißung der Reklame kaum zur Hälfte eingelöst hat – ich läse solche kühnen Versprechen gern wieder öfter, nicht allein auf der Leinwand.

* Welche Ausnahmen dieser Art fallen wohl Ihnen, geschätzte Leserin, werter Leser, ein? Das interessiert mich. (Zuschriften bitte auf dem bekannten Weg an den Admin richten. Eine Begründung ist nicht erforderlich, wäre freilich erfreulich.)

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Abteilung: Aufgelesen, Moving Movies, Round midnight | Kommentare (2) | Autor:

Round midnight: Alptraum No. 6287

Montag, 7. März 2016 0:00

Ringing_the_elevator_alarm_(c)_Dieselducy_Andrew_R

Falls es Sie interessiert, warum ich nach 18 Uhr so ungern in Fahrstühle einsteige, obwohl ich dafür immer wieder „Hast-du-eine-Meise“-Blicke kassiere – ich finde immer wieder neue Gründe für meine Phobie. Zum Beispiel heute im Guardian:

Und wer war wieder mal schuld an dieser Horrorgeschichte? Handwerker, natürlich, Zwiebelmettbrötchenfresser, Blaumanntypen wie der Möbeltischler in „The Texas Chainsaw Massacre“:

The Gaoling district government in the north-western city of Xi’an, Shaanxi province, said on Saturday that two maintenance workers turned off the power source on 30iJanuary in a residential building after they were called to check on a glitch. However, they failed to check if anyone was inside the elevator.

Die beiden Schlauköpfe sitzen jetzt in U-Haft, aber das wird dem Opfer ihrer Expertise, einer 43-jährigen Frau, auch nicht mehr helfen. So wenig wie mir mit meiner Angst, nach 18 Uhr Fahrstühle zu benutzen. Falls überhaupt jemals wieder. Zum Glück wohne ich in der ersten Etage.

Schlafen Sie gut!

Photo: „Ringing the elevator alarm“
by Dieselducy, Andrew R (Own work) [CC BY-SA 3.0 ],
via Wikimedia Commons

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Abteilung: Aufgelesen, Bored beyond belief, Round midnight, Selbstbespiegelung, Unerhört nichtig | Kommentare (2) | Autor: