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Die hohlste der Parteien. Fragment (1)

Donnerstag, 26. April 2018 17:10

Die SPD wird gebraucht.
Bätschi, sage ich dazu nur.
Und das wird ganz schön teuer.
Bätschi, sage ich dazu nur.
Andrea Nahles, 7.12.2017

Die Zustände hier sind entwürdigend!
Ich protestiere im Namen des Sortiments!
Asterix – Die Lorbeeren des Cäsar

Wann wir schreiten in die Pleite

Seit Monaten will ich meinen Ausführungen über die blödeste, obszönste sowie jämmerlichste der Parteien ein Finale mit Andrea Nahles folgen lassen. Über mein langes Zögern & Zagen ist die hohlste aller SPD-Frauen nun eine gernegroße Vorsitzende geworden. Aber das hätte, glaube ich, die stärkste Polemik der Literaturgeschichte nicht verhindern können.

Ein formal und erzählerisch geschlossenes Nahles-Stück, wie ich es mir mal vorstellte, wird niemals erscheinen. Es ist mir schlicht nicht möglich. Ich habe dafür weder die Zeit, die Kraft noch, vor allem, die Lust. Denn jede Stunde, die ich an das Studium der Politiksimulantin Nahles verwende, macht mich verdrossener, sprachloser und: dümmer. Es ist in den Worten und Aktionen, der Ideologie und dem Intrigantentum dieser Frau etwas so unfaßbar Intellektfreies, daß man es nicht packen kann, ohne dabei selbst zu verblöden.

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Thema: Kaputtalismus, Qualitätsjournalismus | Kommentare (12) | Autor:

Schnipsel (2): 9. März 2018

Freitag, 9. März 2018 2:14

Überwältigt vom Tempo, in dem die spätbürgerliche Gesellschaft ihren sittlichen und politischen Untergang betreibt, hat der Verwalter des „Abfall“ entschieden,seinen auktorialen Ehrgeiz beiseitezulegen und auf eine Gesellschaft, die im Zeitraffer zerbricht, mit Splittern und Fragmenten zu reagieren. Immer noch besser fassungslos zu stammeln als ohne Fasson zu schweigen. Deshalb: Schnipsel aus der Wahnwelt.

Wechselnde Mehrheiten ausgeschlossen

Habe ich gehofft, daß die Sozen den Seeheimer-Putschisten in die Suppe spucken würden? Ja. Ich bin nun mal ein Tor. Habe ich geglaubt, daß dafür eine echte Chance bestünde? Nein.

Viel zu grell, allen Widerspruch überdröhnend, beschworen sämtliche Qual.medien den Untergang der SPD bei baldigen Neuwahlen, die drohende Explosion der EU sowie die „Verantwortung“ des gemeinen Sozialdemokraten fürs Vaterland. Damit kriegt die Herrschaft den braven Genossen nämlich jedesmal: Lieber genehmigt der den Ersten Weltkrieg oder winkt die Hartz-IV-Tyrannei durch, als sich nachsagen zu lassen, Partei- über nationale Interessen zu stellen. Das typische SPD-Mitglied unterscheidet sich mittlerweile von seinem Analogon bei der CDU allenfalls durch Kleidung und Posen, aber auch das verwischt immer mehr; siehe z. B. Jens Spahn und Lars Klingbeil.

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Thema: Der schreckliche Iwan, Die Spezies hat‘s verkackt, Kaputtalismus, Moving Movies, Qualitätsjournalismus, Schnipsel | Kommentare (12) | Autor:

Die jämmerlichste der Parteien

Freitag, 2. Februar 2018 21:09

Es ist ein Unglück, daß die SPD
Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt.
Hieße sie seit dem 1. August 1914
Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels
oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –:
vielen Arbeitern hätte der neue Name
die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen,
wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei.
So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte
unter einem ehemals guten Namen.
Kurt Tucholsky (1932)


Wie töricht ich im Grunde bin, weiß nur ein Mensch besser als ich, und der ist, zum Glück, meine Frau. Eitel wie alle Autoren verleugne ich gern meine fundamentale Torheit. Um gelegentlich und schmerzhaft auf sie gestoßen zu werden. Zum Beispiel während des Sonderparteitags der SPD am 21. Januar in Bonn – wie gespannt war ich auf das Resultat und wieviel Hoffnung vergeudete ich darauf! Wie (was mir noch weniger schmeichelt), wie vergeßlich, geradezu ignorant benahm ich mich bei meinem Selbstbetrug, wie idiotisch war dies Vertrauen in eine Restintegrität der Sozial-, Achtung: Demokratie!

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Thema: Kaputtalismus, Qualitätsjournalismus | Kommentare (17) | Autor:

Aphone Aphorismen (10): Lüttje Lage

Dienstag, 23. Januar 2018 21:08


Dieser Satz ist kein Bonmot, keine Satire. Sondern eine empirisch überprüfbare These.

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Thema: Aphone Aphorismen, Die Spezies hat‘s verkackt, Kaputtalismus | Kommentare (2) | Autor:

Die obszönste der Parteien

Samstag, 13. Januar 2018 0:05

Ein O-Ton-Porno


Wer einer Partei treu bleiben will, muß oft seine Meinung ändern.
N. N.


Der Martin gibt sich hin:

Spitzenkandidat Martin Schulz erteilte einer Weiterführung der Großen Koalition mit CDU und CSU eine klare Absage. „Es ist völlig klar, daß der Wählerauftrag an uns der der Opposition ist“, sagte er.
n-tv.de, 24.9.2017

Schulz betonte, er strebe keine Große Koalition an, keine Minderheitsregierung, kein Kenia-Bündnis und keine Neuwahlen. „Ich strebe gar nix an. Wißt ihr, was ich anstrebe?“, fragte er.
Tagesschau.de, 24.11.2017

SPD-Chef Martin Schulz dementierte am Freitag Berichte, wonach es grünes Licht für Gespräche über eine große Koalition gebe. „Sie ist schlicht falsch“, betonte Schulz nach Gremiensitzungen.
Tagesspiegel.de, 1.12.2017

Die Stimmung der Chefs nach der letzten, 24-stündigen Marathonsitzung ist gelöst. „Ich glaube, daß wir hervorragende Ergebnisse erzielt haben“, sagt der SPD-Vorsitzende Martin Schulz, der als erster sprechen darf.
FAZ.net, 12.1.2018

SPD-Chef Martin Schulz schließt nicht mehr aus, bei einer Regierungsbildung mit der Union einen Kabinettsposten zu übernehmen.
Augsburger Allgemeine, 12.1.2018

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Thema: Kaputtalismus, Qualitätsjournalismus | Kommentare (14) | Autor:

Die blödeste der Parteien

Donnerstag, 28. September 2017 1:39

Es reicht, Sozis.

Eure historische Mission – die Atomisierung der arbeitenden Klasse – ist seit 1914 erfüllt. Eure Bedeutung entspricht, bestenfalls, der des HSV in der Bundesliga: Ihr seid zwar noch da, doch außer euch selbst hält niemand dies für eine Leistung oder gar Notwendigkeit, sondern alle Welt findet euch grottenpeinlich. Sperrt den Laden zu, geht nach Hause und sagt, falls einer fragen sollte, wie ihr so tief sinken konntet: „Wir wollten auf Augenhöhe mit unserem Programm sein.“

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Thema: Kaputtalismus, Man schreit deutsh, The real pulse of Europe | Kommentare (9) | Autor:

Der Albigtraum

Montag, 8. Mai 2017 23:32

SPD-Plakat 1918


Nach seiner Demütigung bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein stellte Noch-Miniprä Torsten Albig sich vor die Kameras und quakte:

Wenn ich wüßte, was falsch war, hätte ich es nicht gemacht. Im Moment weiß ich nicht, was schieflief.
[Tagesspiegel.de, 7.5.2017]

Vielleicht sollte Albig sich mal selber zuhören; auch wenn‘s eine Qual ist, Phrasendreschern wie ihm das Ohr zu schenken. Jedenfalls hatte Albig bereits vor zwei Jahren den Wählern mitgeteilt, für wie überflüssig er SPD-Leute in Regierungsverantwortung hält. Damals schwärmte er im Interview mit NDR 1 über die Kanzlerin:

[Er] glaube, daß es schwer sei, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu gewinnen. „Ich glaube, sie macht das ganz ausgezeichnet – sie ist eine gute Kanzlerin.“

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Thema: Kaputtalismus | Kommentare (7) | Autor:

Die G20-Penner

Samstag, 6. Mai 2017 21:30

Am 7. und 8. Juli dieses Jahres wird in Hamburg der „G20-Gipfel“ hochgestapelt. Weil das Treffen der 20 mächtigsten Hackfressen der Erde auf dem Messegelände dieser Freier- und Handelsstadt stattfinden soll – und leider nicht auf einer jener Schwerölrußschleudern mit Plantschwanne, die am Kreuzfahrerkai festmachen –, muß die City der Cité hermetisch abgeschirmt werden. Die Kosten für den Spaß kann man nur ahnen. Jedenfalls hat die Bundesregierung schon mal 235 Millionen Euro zugesagt. Cansu Özdemir, die Fraktionschefin der Linken in der Hamburger Bürgerschaft, erinnert daran, daß der G20-Summit in Toronto 2010 nach Kehraus und Kassensturz 900 Millionen Euro verschlang.

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Thema: Kaputtalismus | Kommentare (1) | Autor: