Archiv für die Abteilung 'Unerhört nichtig'

Alle Jahre bieder (5)

Samstag, 21. Dezember 2013 20:55

„Was soll denn das, also bitte“: So murrt und möhrt‘s im Publikum (bilde ich mir ein), das zwar meistens meiner Meinung, aber nicht so glücklich ist, wenn ich fiese Dinge verbroite öber dö Hoilige Woihnacht. „Nur die Ruhe“, erwidere ich nun, „ich moin‘s doch gar nicht bös!“ Außerdem geht es immer noch schlimmer.

Den Beweis führt Eric Idle, der sowohl ein sehr großer Komiker ist als auch ein höchst durchtriebener Musikparodist. Schwer vorstellbar, daß er nicht irgendwann auch mal eine Satire auf den Weihnachtsliederdreck eingesungen hätte. Und, siehe!, Idle hat. Aber wie! Sein „Fuck Christmas“ aus dem Jahr 2006 ist gleich allen großen Parodien knapp davor, selbst ein Evergreen zu werden. Also, bitte – sitzen machen und mitsingen, sobald die Eröffnungstakte von „Jingle Bells“ verklungen sind. Denn dann passiert etwas völlig anderes. (Die entzückende Video-Collage hat Humberto Videla angefertigt.)

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Alle Jahre bieder (2)

Sonntag, 8. Dezember 2013 14:51

Die Resonanz aufs Preisausschreiben im Blogpost vom 7. Dezember war überwältigend – Danke, merci, gracias, Bussi: Ihr wart GROSSARTIG!

Bedauerlicherweise hat von abertausend Einsendern nur ein einziger die, zugegeben, höchst anspruchsvollen Gewinnbedingungen erfüllen können. Und zwar sogar mit klassischer Formvollendung und luzidestem Humor. Gratulation an (Gong): Gert Ockert.

Ich weiß nicht viel über diesen Mann, außer daß er hin und wieder im kommunistischen Kampfblatt Konkret knorrig kolumniert. Angeblich lebt Ockert in Riechweite der Deutschen Bucht und besitzt die europaweit größte Sammlung von Pornographie aus dem Fin de siècle. – Nun ja, Gerüchte!

Doch nun will ich Sie nicht länger auf die Streckbank schnallen. Hier ist er, der preiswerte Vierzeiler von (Doppelgong):

Gert Ockert

Adventsregel
Soll Weihnachten sich wirklich lohnen,
besorg zwei Säcke Weinbrandbohnen.
Sodann verbrenne einen Strohstern
und bleib besoffen bis an Ostern.

Photo: Petr Kratochvil (via publicdomainpictures.net) ([1])
[CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Alle Jahre bieder (1)

Samstag, 7. Dezember 2013 0:46

Dinge gibt es, da macht uns keiner was vor, da haben wir den Zinken vorn, da können alle anderen gepflegt die Schnauze halten – deutsche Autos, deutsches Bier, deutsche Wurst und natürlich:


Dieses Prachtstück von einem Tonträger aus, vermutlich, den frühen Siebzigern, gepreßt im Auftrag des mittlerweile entschlafenen Labels, Entschuldigung: Musikvertriebs „tt Record“ lachte mich aus dem Grabbelkasten meines Lieblingsramschladens an und war mir selbstverständlich einen vollen Euro wert. Schon der Titel in nordmanntannengrüner Fraktur ist annähernd unbezahlbar und das Photomotiv eine unmöglich zu vergütende Lektion in Kitsch und Kotz.

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Ihr Völker der Welt, sucht in dieser Stadt!

Montag, 21. Oktober 2013 22:20

Gesichtet in Berlin-Schönhausen am 20. Oktober:

Lieber Béla, Trennungsschmerz tut weh, so weh – du erlebst es gerade aufs grausamste. Deshalb solltest du bitte künftig auch die Wörter nicht so brutal trennen. Sonst lachen alle über dein Kuschelt-ier und rufen bloß zwecks Spott und Häme an unter di-eser Nummer.

Doch weil ein kleiner Junge, dessen bester Freund ein Igel ist, eine wirklich gute Seele sein muß, will ich dir weiteres Weh ersparen und werde nur jenen, die es ernst meinen, deine komplette Telephonnummer verraten. Und ich erspare dir auch die Oberklugscheißerfrage, ob dein stachliger Gefährte so groß wie eine Berliner Semmel oder eher so wie ein Hamburger Rundstück ist. Vielmehr wünsche ich dir viel Glück und eine baldige Familienzusammenführung! (Mein alter Kumpel Timmi drückt ebenso die Daumen, jedenfalls im Geiste.)

PS. Deine Igelzeichnung, lieber Béla, ist entzückend – wäre eine Schande für ganz Berlin, sollte da lange gesucht werden!

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Wahlticker Zwanzigdreizehn

Sonntag, 22. September 2013 22:21

Viele professionelle Beobachter der WAHL zeigen sich konsterniert vom Debakel der FDP (Symbolphoto)

 22.21 Uhr.
So, dann packen wir mal zusammen. Vielen Dank nach Berlin an Matthias Geissler für ebenso profunde wie luzide Anmerkungen zur WAHL! Vielen Dank auch an unsere vielen Millionen Leser, die in einem bemerkens-
werten Endspurt noch einmal alles gegeben haben. Es mag nicht gereicht haben für den Sturz der Kanzlerin, aber dafür ist Oliver Bierhoff immer noch Chef der FDP. Wir geben zurück an die Funkhäuser.

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Wahlkampf immer obszöner!

Dienstag, 17. September 2013 21:18

Merkel_kommt_(c)_Kay_Sokolowsky

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Ich bin noch da!

Dienstag, 6. August 2013 0:29

… aber wo? – Dazu demnächst mehr. Ich bitte um sommerliche Gelassenheit und Geduld.

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„Shades of Grey“ und die Folgen …

Montag, 17. Juni 2013 21:45

Wadentritt_(c)_Kay_Sokolowsky

… gesichtet heute im S-Bahnhof Hamburg-Bahrenfeld. – Aber wohin sollte Jörg, der Doofi, denn korrekt treten? Ins Gesicht? Gekröse? Mumu? Popomatong? Ich kenn‘ mich einfach nicht aus mit diesen neumodischen Vergnügungen.

Obwohl, einen gewissen Vorläufer der akuten „Nichts ist feuchter als mein Blut“-Mode habe auch ich in meinen Teenie-Jahren erlebt, Ende der Siebziger, als Torfrock mit „Der Boxer“ für Lacher der rustikalen Art sorgte: „Hau mir doch bidde nich mähr auffie Libbe / Box mir doch bidde nich mähr auffen Munt … Die Underlibbe steht schon vor wie ne Schibbe / Man kannoch auch in Magen haun / Oder auffie Augenbraun“.

Mal ehrlich – sooo groß ist der Unterschied zum Sub- und Dom- und Pitschepatschepeitsche-Blödsinn doch nicht, oder? Sag selbst, Jörg!

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