Archiv für die Abteilung 'Selbstbespiegelung'

Die Zukunft war gestern – Epilog

Freitag, 17. März 2017 23:45

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Aktuelle Marginalie:
Die Kreuzerstoffsonate

Wegen der Fülle des Materials, das hier verarbeitet werden soll, aber auch aufgrund einer Frage, deren Lösung mein Schreiben blockierte, habe ich beschlossen, diesen Epilog nicht erst vollständig, sondern als work in progress zu publizieren, bevor das geschätzte Publikum die Geduld komplett mit mir verliert. Eine Publikationsweise, die allerdings recht gut zum Medium, in dem dies publiziert wird, paßt. Ich hoffe, dem Blogpost täglich alle paar Tage einen weiteren Abschnitt hinzufügen zu können.
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I. Legenden

(Indem er von diversen Illuminationen berichtet, gibt der Autor eine hoffentlich nicht zu umständliche Erklärung ab, warum dieser Epilog eines Nachworts so viel Zeit und Raum braucht.)

Was das Bild links oben in diesem Zusammenhang bedeuten soll, ist ohne ein anderes Bild nicht erschöpfend zu erklären.

Oberflächlich dagegen scheint die Sache klar: Sie, diese Milchstraße, dies kosmische Juwel, steht für alles, was Science Fiction (SF) sein sollte. Ein Ausblick in die Unendlichkeit, die Abgründe der Welt. Eine Erkenntnis unserer menschlichen Grenzen, zugleich eine Herausforderung, diese Grenzen zu erweitern. Eine unwiderstehliche Anregung, über den Platz der Menschheit im Universum nachzudenken und über den Sinn dieses Weltalls, mithin unseres Daseins in mindestens so vielen Facetten zu spekulieren, wie die Galaxis Sonnen hat. Und, im besten Fall, vereint sich mit den anderen Aspekten die schiere Schönheit der Ausführung, sei diese Schönheit nun dem Zufall oder der Inspiration geschuldet.

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Abteilung: Litterarische Lustbarkeiten, Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (15) | Autor:

Beim Warten auf die 21

Freitag, 17. März 2017 17:35


Ein Großstadt-Blues


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Ich sitz in der Nacht
noch ist sie nicht kalt
Ich sitz in der Nacht
noch bin ich nicht alt.

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Abteilung: Lieder ohne Werte, Round midnight, Selbstbespiegelung, Stadtstreicherei | Kommentare (2) | Autor:

Saint Martin und die Oscar-Nacht

Freitag, 3. März 2017 21:22

Heute gleich zwei Hinweise in eigener Sache – der eine etwas spät, der andere ganz schön aktuell.

Was mir zu Martin Scorseses neuem Spielfilm „Silence“ eingefallen ist, können Sie gegen die entsprechende Verkaufsgebühr aus der Märzausgabe von KONKRET erfahren. Es sind nicht nur Nettigkeiten; und man darf mir glauben, daß ich kein Vergnügen dabei empfinde, einem Scorsese-Film Abzüge in der B-Note zu erteilen. Die makellose Konstruktion und Bildgestaltung von „Silence“ bewundere ich zwar ohne Rest. Aber die Geschichte, die Moral, der Katholizismus … Na ja.

Ich verfaßte die Rezension Anfang Februar. Inzwischen hege ich den Verdacht, daß Scorsese mit „Silence“ Buße tun will für die Obszönitäten des „Wolf of Wall Street“, für den Heidenspaß, den er dabei hatte. „Kundun“ folgte ja ebenfalls auf eine große Ausschweifung und Höllenfahrt, nämlich „Casino“.

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Abteilung: Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1) | Autor:

Zeuge der Geschichte (10)

Dienstag, 14. Februar 2017 23:14


Als mir die Nachricht vom Tod Michael Nauras zu Ohren kam, habe ich erst den Blues geschoben, dann ein Bebop-Medley in die Playlist geladen, um es abschließend swingen zu lassen, daß der Fußboden groovte.

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Abteilung: Musicalische Ergetzungen, Selbstbespiegelung, Zeuge der Geschichte | Kommentare (0) | Autor:

Zeuge der Geschichte (9)

Mittwoch, 18. Januar 2017 1:11

Als ich vor ein paar Stunden las, daß Eugene Andrew „Gene“ Cernan, Kommandant von Apollo 17 und der letzte Mensch auf dem Mond, nicht mehr lebt, wurde mir abermals klar, wie alt meine Zukunft und wie fern dieser Mond heute ist, ferner sogar, als er 45 Jahre vor der Landung des LEM „Challenger“ im Taurus-Littrow-Tal des Mare Serenitatis gewesen war.

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Abteilung: Selbstbespiegelung, Zeuge der Geschichte | Kommentare (2) | Autor:

Die Zukunft am Mittwoch

Montag, 14. November 2016 23:51

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Spread the word!“ ist eine der beiden Devisen, die der Autor, der einen selbstgewählten Auftrag ausführt, immer befolgen sollte (die andere: „Don‘t cheat with words!“). In den vergangenen Jahren habe ich keine Mission so eifrig und so gern erfüllt wie meine Werbung für die literarische Science Fiction und ihre Klassiker. Obschon meine 24-monatige Serie in Konkret seit Oktober beendet ist, sehe ich mein Säen der frohen Botschaft lange nicht ans Ende gekommen. Leser dieses Blogs, die mein Nachwort zum Epilog von „Die Zukunft war gestern“ verfolgt haben, wissen, daß noch vieles ungesagt ist. Ich hätte übrigens gar nix dagegen, von einem freundlichen Mäzen für ein paar Wochen vom schnöden Broterwerb befreit und beim Verbreiten der Botschaft unterstützt zu werden. (Aber da kann ich leider lange warten.)

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Abteilung: Litterarische Lustbarkeiten, Selbstbespiegelung, Sokolowsky anderswo | Kommentare (1) | Autor:

Geräuschkodex für den See

Sonntag, 31. Juli 2016 0:36

Der_Gesetzgeber_(c)_Martina_Sokolowsky


Was verboten gehört:

  • Motorboote

  • Männer, die Motorboote besitzen

  • Männer, die Männer bewundern, die Motorboote besitzen

  • Musik aus elektronischen Geräten

  • Menschen, die Musik aus elektronischen Geräten hören

  • Menschen, die sich an Musik aus elektronischen Geräten nicht stören

  • Bauarbeiten mit Lärmentwicklung (besonders an sonnigen Tagen)

  • Gartenarbeiten mit Lärmentwicklung (besonders an sonnigen Tagen)

  • Bau- und Gartenarbeiten mit Lärmentwicklung sowie Musikbegleitung aus elektronischen Geräten (besonders an sonnigen Tagen)

  • Und natürlich das Sirren der Stechmücken

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Abteilung: Selbstbespiegelung, Sommerfrische | Kommentare (6) | Autor:

53 Jahre in 24 Reimen

Freitag, 29. Juli 2016 23:38

53-Jahre_01_(c)_Kay_Sokolowsky

I
Hab ich genug hinabgespült,
bescheiß ich mich recht fleißig.
Ich bin so alt, wie man sich fühlt,
und trinke wie mit Dreißig.

II
Ich bin jetzt in den besten Jahren.
So heißt das unter alten Männern,
die nicht mehr sind, was sie mal waren.
Vergeßlichkeit macht sie zu Kennern.

III
Ihr nennt es Alter. Ich nenn‘s Reife
und finde noch ganz andre Namen.
Was ich freilich nicht begreife:
Wer pflückt die Frucht? Wer pflanzt den Samen?

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Abteilung: Lieder ohne Werte, Selbstbespiegelung | Kommentare (5) | Autor: