Archiv für die Abteilung 'Man schreit deutsh'

Ich bekenne Farben (2)

Montag, 16. Juni 2014 14:38

Fan-Set_02_Aufmacher_(c)_Kay_SokolowskySie, liebe Leserin, lieber Leser, wollen gewiß endlich erfahren, worum es sich bei dem seltsamen Gegenstand handelt, mit dem ich Sie im ersten Teil dieser sagenhaft spannenden Serie allein und ratlos ließ. Sie müssen sich noch etwas gedulden.

Wer den Kitzel seiner Nerven aber nicht länger erträgt, der wird wohl bereits am Scroll-Rad der Computermaus drehen. Diesen elenden Spickern sei mitgeteilt: Die Kommentarfunktion ist für euch gesperrt. Solltet ihr das Kommentieren dennoch versuchen, wird es Konsequenzen haben. Fürchterliche, nicht zu beschreibende, unabsehbare Folgen. Dann rappelt‘s im Karton!

À pro pos: Zuletzt wurden Sie Zeugen, wie ich aus dem „Mega Familien Fan-Set“ eine Plastiktüte zog, die eventuell alles enthält, was nötig ist, um aus einem Ignoranten wie mir ein vollwertiges Mitglied der Volksgemeinschaft zu machen. Dann packen wir doch mal aus:

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Abteilung: Bored beyond belief, Man schreit deutsh, Selbstbespiegelung, Unerhört nichtig | Kommentare (1) | Autor:

Ich bekenne Farben (1)

Sonntag, 15. Juni 2014 2:08

Fan-Set_Aufmacher_(c)_Kay_Sokolowsky

Anläßlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 habe ich mich hie und da sowie dort nicht eben freundlich über das ultranationale Gebaren deutscher Fans und der Fan-Industrie geäußert.

Die exzessive Verwendung der deutschen Flagge und ihrer Farben wurde von mir mit Worten kommentiert, die an Freundlichkeit stark zu wünschen übrig ließen. Ich führte mich auf wie ein Pestwurz, ein Intimpilz, ein ekler Spielverderber.

Nun jedoch, mit der Copa do Brasil, soll damit Schluß sein. Ein Ende der dauernden Nörgelei, des Defätismus und der Vaterlandsfeindseligkeit! Ist ja nur ein Spiel – hat doch nichts mit „Poledik“ (Volker Kauder) zu tun! Und für irgendeine Mannschaft muß man schließlich sein, sonst macht so eine WM gar keinen Spaß! Also warum nicht ausnahmsweise das deutsche Team supporten? Sind zweifellos nette Jungs, Multikulti überdies, können fabelhaft kombinieren und abschließen – weshalb nicht die?

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Arno Schmidt: Gedanken zur Europawahl …

Samstag, 24. Mai 2014 22:44

… und weshalb die AfD und die CDU nu ma gah nich wählbar sind:

„Christlich-Abendländische Kultur !?“ Wenns Denen nach gegangen wäre, hielten wir heute noch die Erde für ne Scheibe mit Rom oder Jerusalem in der Mitte: aus Kant und Schopenhauer hätten sie n Scheiterhaufen gemacht, dann tüchtig Goethe und Wieland druff, und mit Darwin und Nietzsche angezündet!

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Aufgeschrieben – das nenn ich einen zeitlosen Dichter! – bereits 1953 in dem sowieso großartigen Ziemlichkurzroman Die Umsiedler.

Photo: Wikimedia Commons/Bundesarchiv

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Der schreckliche Iwan (7): Ein Flintenweib

Sonntag, 4. Mai 2014 1:08

Lesja_Orobez_posiert_03-05-14

Ich wußte bis vor kurzem nicht, wie Wichsvorlagen aussehen, mit denen Russen- und Putinfeinde ins Bett gehen. Ich habe übrigens keine Ahnung, ob solche Leute überhaupt Zeit zum Wichsen haben neben all dem Geheuchel, Gekeif und Gebarme, das sie veranstalten, um die Putschisten von Kiew als Freiheitskämpfer wider die Umtriebe des Hitler-Wiedergängers Putin zu umarmen.
Ich weiß aber, daß in der Partei von Julia Timoschenko, der glorreichen Führerin der Allukrainischen Vereinigung „Vaterland“ aka „Vaterlandspartei“ eine Frau mitwirkt, die es unmittelbar nach dem Massaker an Feinden der Putschistenregierung in Odessa für ebenso ertüchtigend wie lustig hielt, sich in Pose zu werfen, um eine Wichsvorlage abzugeben für die Feinde des Russ‘ und des Putin.

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Abteilung: Der schreckliche Iwan, Kaputtalismus, Man schreit deutsh | Kommentare (3) | Autor:

Der schreckliche Iwan (6): Schwatz auf weiß

Sonntag, 27. April 2014 0:33

StadtLandRuss_Detail_(c)_FW-Bernstein_Oktober-VerlagIch könnte jetzt einiges schreiben über „OSZE-Beobachter“, die genau das nicht sind, sondern stinknormale „Kundschafter“. Oder über unsere Medien, die niemand gleichschalten muß, weil sie schon im voraus wissen, was gerade an Propaganda erwünscht ist. Tu ich aber nicht! Sondern oute mich als einer, der bereits vor einigen Jahren wußte, was für Übelfinke und Menschheitsfeinde diese Saurussen da sind.
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Der schreckliche Iwan (5): April, April! – Oder?

Mittwoch, 2. April 2014 0:35

Dahinter steckt immer ein, äh, Kopf (Symbolphoto)

Aprilscherze waren, seit es sie gibt, noch nie zum Lachen. Zum Heulen sind sie, wenn Journalisten sich ihrer annehmen und – einer sehr überflüssigen Tradition folgend – die Zeitungen damit bestücken.

Manchmal kann man diese Scherze sogar zum Kotzen finden. Etwa gestern, am 1. April 2014, als Berthold Kohler, Mitherausgeber der FAZ, notierte, warum Wolfgang Schäubles Warnung vor Wladimir Putin als Wiedergänger Adolf Hitlers erstens gar kein Vergleich des einen Unholds mit dem anderen gewesen und zweitens falsch gewesen sei. Und zwar deshalb:

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Der schreckliche Iwan (4): Es wirkt bizarr

Donnerstag, 27. März 2014 1:29

Schwarzweißdenken im DSCHUNGEL (Sympholboto)

Nein, die folgenden Kursivsequenzen stammen nicht aus der Welt. (Die sich neulich nicht zu blöd war, das widerwärtige Mord- und Brandgeifern der sauberen Frau Timoschenko mit Hinweis auf die Verschlagenheit des Putin-Russen zu relativieren: „Das Gespräch wird jetzt ohne Zweifel von russischen Medien genutzt, um unter den Russen in der Ukraine Stimmung gegen Timoschenko und die neue Regierung in Kiew zu machen.“)

Die folgenden Zitate stehen vielmehr in einer Wochenzeitung, die sich selber eine „linke“ nennt, obwohl einigen ihrer Autoren und Redakteure dies eher peinlich sein dürfte. Kenner der Melodie werden den Verfasser schnell erraten, alle anderen dürfen sich über eine ordentliche Ladung übler Nachrede freuen, die genauso auch von Elmar Brok, Marieluise Beck oder Sigmar Gabriel stammen könnte:

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Der schrecklich kluge Iwan

Samstag, 22. März 2014 2:00

Eddie versucht vergeblich, wie Putin auszusehen (kein Symbolphoto)

Als einsame Stimme der Vernunft unter lauter Eiferern fiel Iwan Rodionow, Chefredakteur der russischen Nachrichtenagentur Ruptly, vor einigen Tagen in der Krawall-Show Hart aber fair angenehm auf. Konfrontiert mit diesem ebenso unaufgeregt wie durchdacht argumentierenden Mann, erwies Frank Plasberg sich als ein Moderator, neben dem Markus Lanz geradezu wie ein Moderater wirkt. (Das „Propagandaschau“-Blog des Freitag hat die Fisimatenten und Fiesheiten der Sendung ordentlich detailliert und außerordentlich angeekelt beschrieben.)

Plasberg jemals wieder für einen objektiven Journalisten zu halten, sollte spätestens jetzt jedenfalls nur noch anderen objektiven Journalisten gelingen. Solchen etwa wie dem Lakaien von Bild.de, der seine Sendungskritik derart überschrieb: „Russen-Journalist blamiert sich bei Plasberg“. (Rodionows „Blamage“ bestand darin, die Begeisterung der Krimbewohner für einen Anschluß an Russland mit dem Ruf der Ostdeutschen 1989 nach der Wiedervereinigung zu vergleichen. Es gehört sich natürlich nicht, slawische Untermenschen mit unsereins zu vergleichen.)

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