Heiteres Ratespiel für die gebildeten Stände (6)

Mittwoch, 20. April 2016 0:36

Gleichsam als Pausenzeichen oder, besser: entr‘acte zwischen dem ersten und dem bald erscheinenden zweiten Teil meiner „Die Satire darf“-Trilogie sehen Sie gleich ein lustiges Photo sowie eine unterhaltsame Frage an meine lieben Leserinnen und Leser (die, meine ich, die besten sind, die einer wie ich sich wünschen kann!).

Welche äußerst deutsche Hauptfigur aus einer der, imho, drei interessantesten Comicserien der 90er-Jahre (die anderen beiden heißen Sandman und Transmetropolitan) stelle ich hier mit dem kleinen Finger meiner linken Hand dar?

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Die Satire darf … Ehrensache

Montag, 18. April 2016 0:58

Die unge*biept*e Version nur auf Nachfrage, gern gegen Honorar.* – Genießen Sie die schönen Schopenhauer-Zitate! KS
* Leider bereits vergriffen. Admin

Die Mähtresse des Präserdenten

Die Mähtresse des *Biep*

Jetzt, da alles gesagt scheint, was Presse und Mainstream-Publikum zur Staatsakte Böhmermann einfallen könnte, muß auch ich mal etwas sagen. Denn es ist natürlich noch lange nicht alles gesagt, vielmehr ein *biep*gottes, tautologisches Gewürge in Gang gekommen, das zwar gut zu Geistesriesen wie Volker Kauder („Jemand, der sich wie der türkische Staatspräsident persönlich [!] beleidigt fühlt, hat selbstverständlich [!] das Recht, dagegen juristisch vorzugehen“) paßt, aber weder dem Fall noch der Kunst gerecht wird.

Als, sach ich getz ma: maßgeblicher Monograph der beiden Satiriker Michael Moore und Harald Schmidt und zudem als Verfasser satirischer Texte bin ich eventuell geeigneter, das heißt, kundiger denn ein deutscher Richter, um zu der Satire und ihrer Gerichtsbarkeit nicht bloß ein Urteil zu haben. Das wird Platz und Zeit brauchen; deshalb schneide ich den Satansbraten in drei Portionen. Das Kopfstück widmet sich der Ehre und ihrer vermeintlichen Lebenswichtigkeit. —

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Round midnight: Cinéma vérité (2)

Dienstag, 12. April 2016 1:00

Marginalien zu Kino & Wirklichkeit
Heute:

Der tote Baron

Vielleicht kennen Sie das: Sie haben den schönen Abend mit der vermaledeiten Steuer vertan, und obwohl diese Beschäftigung unfaßbar langweilig ist, bringt sie Sie jedesmal an den Rand der Hysterie. So wie mich vorhin. Meine Nerven waren nach Ende des buchhalterischen (Akzent auf „-te“ oder auf -hal“? Ich lern das nie) so gespannt, daß man Paganini-Cappricci drauf hätte fiedeln können. Da hilft nur ein Bier (eher drei) oder das Fänsän.

Ich entschied mich fürs TV, weil ich sowieso schon Kopfschmerzen hatte. Um was passend Abregendes zu finden, meinetwegen eine Dokumentation über die Fugger (aber nicht über doppelte Buchführung), besuchte ich die Website Klack*. Und las nach zwei Umdrehungen des Scrollrads das hier:

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Round midnight: Feelin‘ the Bern

Donnerstag, 7. April 2016 1:00


Wäre ich nicht so müde, würde ich dies unterlassen, aber aus lauter Mattigkeit kopiere ich mich jetzt selbst, mit einem Screenshot aus Facebook, weil ich nach dem Triumph von Wisconsin nicht länger verhehlen kann, daß der „Abfall“ die Hamburger Außenstelle des Wahlkampfbüros von Bernie Sanders ist. This is the momentum!

Sanders-Hymne_Facebook

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Zeuge der Geschichte (2)

Freitag, 1. April 2016 21:39


Google_Genscher-tot

Als ich vom Tod Hans-Dietrich Genschers hörte, beschloß ich sofort, mir keinen gelben Pullunder zu kaufen.

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Angewandte Legasthenie (1): Schon obszön

Mittwoch, 30. März 2016 22:44

Alle naslang beglückt das Spitzennetzwerkertopnetwork Xing mich mit einem unglaublich interessanten Newsletter. Heute habe ich, während der Mauspfeil schon die Schaltfläche fürs Löschen ansteuerte, zum ersten Mal seit langem etwas genauer hingeguckt. Eine Betreffzeile las ich da, mit der meinetwegen auch einmal das manager magazin titeln darf, damit es endlich seine Eigenwerbung

steht seit 1971 für unabhängigen, erstklassigen Wirtschaftsjournalismus

– mit Leben füllt. Was aber las ich? Dies:

So fickt das deutsche Management

Eine Sekunde später erkannte ich meinen Fehler, und Xing mußte abermals auf mich verzichten (wie das manager magazin schon immer). Denn tatsächlich stand im Betreff:

————XING-Letter_30-03-16

Die Enttäuschung! – Arno Schmidt hätte mir den Verleser gewißlich nicht übelgenommen. Horst Tomayer, denk ich, ebenfalls nicht. Und Sie, liebe Leserin, werter Leser? Sind Sie jetzt enttäuscht von mir? Sehr? Da wären Sie leider nicht der erste Mensch.

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The Happy Eggheads in: Versemmelt

Dienstag, 29. März 2016 23:30

 Für Eric Rohmer
Late_Eggheads_01_(c)_Kay_Sokolowsky


MANN.
Du könntest wirklich etwas kooperativer sein.
FRAU. Wieso das denn? Du hast es versemmelt.
MANN. Das ist jetzt aber etwas hart ausgedrückt. Versemmelt … Ich hab
doch dran gedacht, am Karfreitag!
FRAU. Und es dann versemmelt.
MANN. Ich hab‘s bloß vergessen, ich war abgelenkt …
FRAU. Und jetzt soll ich davon ablenken, daß du es versemmelt hast.
MANN. Nichts lenkt die Leute besser ab als ein schönes Gesicht …Das
Hollywood-Geheimnis!
FRAU. Den Film drehst du mal schön ohne mich. Du hast es versemmelt.

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Weihrauch und Möhre

Sonntag, 27. März 2016 18:48

Einen recht eigenen Beitrag Kay Sokolowskys zum Easter Event Twentysixteen können Sie in der gedruckten Taz finden (3,20 € – dicke Wochenendausgabe!), online aber auch („Taz.zahl ich!“).

Die Geschichte des jungen Rammlers Tobi, der‘s Schnopernäschen vom Osterhasentum voll hat, enthält alles, was der autochthone Abendländler braucht: Brauchtum (bunte Eier), Religion (Osterfeuer), Gefühl (Rita, die Zibbe) und Leitkultur (Kräuterschnaps). Außerdem ist sie mit einer Illustration von Ari Plikat geschmückt, die, sehen Sie nur selbst, den Kauf einer Holz-Taz zur echten Wertanlage macht:

Tobi (u. l.) mit Rita (o. r.)

Tobi (u. l.) mit Rita (o. r.)


Wesołych Świąt Wielkanocnych i smacznego jajka!

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