Auf des Totentamms Kiste

Donnerstag, 5. Januar 2017 3:41

Auswüchse pathischer Fixation (Symbolphoto)


Am 29. Dezember 2016 ist der „Museumsstifter und frühere Vorstandschef von Axel Springer“ (shz.de) Peter Tamm
im unerhörten Alter von 88 Jahren verstorben. Ein ehrlicher Seemannstod war dem Liebhaber aller Kriegsmarinen, voran der reichsdeutschen, nicht vergönnt.

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Abteilung: Director's Cut, Sokolowsky anderswo, Zeuge der Geschichte | Kommentare (1)

Rummspengpengpengzischwamm!

Samstag, 31. Dezember 2016 16:33

Ich wünsche den interessierten und geneigten, aber auch den skeptischen und übelgesonnenen Lesern dieses Blogs ein 2017, das nicht so gräßlich sein möge, wie die Zeichen an der Wand es malen.

  Allen anderen aber, den Spammern und Trollen, den Spacken und Trotteln gönne ich von Herzen das gleiche grimme Schicksal, das dem Helden meines schwermoralischen Silvestergruselmärchens für die „Wahrheit“ in der heutigen Taz widerfährt. Sofern Sie die Holzausgabe erwerben, werden Sie übrigens mit einer entzückenden Vignette von Dorthe Landschulz belohnt. Falls Sie die Online-Lektüre vorziehen, aber nix berappen, müssen Sie evtl. wie die o. A. meinem armen Wiktor Gesellschaft leisten.

  Und nun lassen Sie‘s krachen!

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Abteilung: Sokolowsky anderswo | Kommentare (3)

Schöne Bescherung (für ’n Bauch)

Montag, 26. Dezember 2016 19:44

Ein paar Stunden, bevor Weihnachten sich (leider nur) für dieses Jahr verabschiedet, ist der Grad der Sättigung astronomisch weit überschritten, vielleicht nicht mehr meßbar. Der Wohlstandsmensch hat die fetten Mahlzeiten satt, die mandelhaltigen Süßigkeiten, überzuckerten Radiomusiken, geschmacklosen Geschenke, die hirnzermalmenden Feiertagsshows, das verlogene Familientheater, die selbstgerechten Bundespfaffenpredigten und das miserable Wetter, und es lechzt in ihm nach einem Mittel gegen die Verstopfung in Leib und Seele. Allen Übersättigten habe ich gleich drei Abführmittel zu bieten.

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Abteilung: Adventskalender, Bored beyond belief, Discovery Channel | Kommentare (0)

Schöne Bescherung (fürs Gemüt)

Sonntag, 25. Dezember 2016 1:51

Thomas Küster ist einer der Gäste meines Blogs, die mir regelmäßig das Gefühl geben: Es lohnt sich, trotz allem. Neulich hat Küster ein Jubiläum im Kommentarbereich dieses Blogs begangen. Dafür schenkte ich ihm was:

Sie dürfen im „Abfall“ ein zur dunkelsten Jahreszeit besonders gut passendes Lied empfehlen, möglichst mit ein paar begründenden Worten, möglichst mit YouTube-Link.

Und ein Wunderwerk an Schönheit bekam ich von Thomas Küster retour. Ich habe die Veröffentlichung eigens für Weihnachten aufgehoben, denn dies ist ja die Zeit, um Präsente zu machen, welche die Herzen rühren. Dem klugen Gastautor und seinem feinen Geschmack danke ich sehr und bezaubert; und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, werden es hoffentlich auch tun. Sie müssen sich nur etwas Zeit nehmen, doch davon sollte an Feiertagen ja einiges vorhanden sein (zumal bei diesem Dreckwetter).

Beauty und der schlimme alte Mann
Hilary Hahn spielt Mozart im Vatikan
Von Gastautor Thomas Küster

Der Impuls beim ersten Schwenk von der Bühne ins Publikum, wo der Ratzingerpapst im Mittelgang thront, flankiert von zwei weiteren Hochwürdens: weiterklicken! Es gibt unendlich viele schöne Musik auf YouTube, warum muß ich mich da von einem Ratzinger runterziehen lassen? Doch dann fängt Hilary Hahn zu spielen an; und ich muß zuhören.

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Abteilung: Adventskalender, Discovery Channel, Musicalische Ergetzungen | Kommentare (8)

Möge die Nacht mit dir sein!

Sonntag, 18. Dezember 2016 2:09

In Volker Schönenbergers löblichem, ungemein rührigem Filmblog „Die Nacht der lebenden Texte“ als Gastautor aufzutreten, ist mir jedes Mal eine Ehre und ein Vergnügen. Die Offenheit der „Nacht“ für alles, wirklich alles, was mit bewegten Bildern zu tun hat, die überhaupt nicht verdruckste, im Gegenteil ausdrücklicke Zuneigung des Chefbloggers und seiner Adjutanten auch zu den Schmuddelkindern des Mediums ist ganz nach meinem Herzen. Und wenn ich Schönenberger irgendetwas übel nehme, dann einzig dies: Er ist viel, viel fleißiger als ich. „Streber!“ hätte ich vor 40 Jahren gekräht. Heute bin ich klüger und blamiere mich auf höherem Niveau.

Mein neues Cameo in der „Nacht“ verdankt sich dem „Star Wars“-Spin-off „Rogue One“. Sie, liebe Leserin, werter Leser, sollen jetzt nicht überredet werden, diesen Auswuchs einer Affenliebe zu begutachten. Denn wie fast alles, was ich veröffentliche, habe ich es vor allem für mich aufgeschrieben. – Wenn Sie jedoch meine Rezension als Ausgangspunkt für eine Expedition durch das Schönenberger-Weblog nehmen mögen, können Sie, eine gewisse Kino-Vernarrtheit vorausgesetzt, in der „Nacht der lebenden Texte“ (welch ein großartiger Titel, nebenbei) eine amüsante Überraschung nach der anderen erleben. Ischwör!

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Abteilung: Moving Movies, Sokolowsky anderswo | Kommentare (3)

Aphone Aphorismen (8): NS Agents

Dienstag, 6. Dezember 2016 21:23


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Neulich der Gefährtin gedankenfrei auf die Voice-box gesprochen: „Ruf mich bitte zurück, wenn du dies abgehört hast.“

Sie antwortete vorher. Verdächtig.

Photo unter Verwendung von.: „phone signal“
by Mwtoews (Own work) [CC BY-SA 3.0],

via Wikimedia Commons

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Abteilung: Aphone Aphorismen, Die beste aller Welten, Schwammintelligenz | Kommentare (0)

Zeuge der Geschichte (7)

Samstag, 26. November 2016 23:15


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Gleich nachdem ich vom Tod des unerschrockenen Antiimperialisten Fidel Alejandro Castro Ruz erfuhr, habe ich nachgezählt, wie viele US-Präsidenten er im Amt bzw. buchstäblich überlebt hatte (9 bzw. 6) und wie viele CIA-Direktoren (15 bzw. 6). – Da bin ich nicht mehr so traurig gewesen und habe zu Ehren eines tapferen Revolutionärs Rum getrunken.

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Abteilung: Kaputtalismus, Qualitätsjournalismus, Zeuge der Geschichte | Kommentare (20)

Fashion victims

Freitag, 18. November 2016 2:27

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Eine Frau aus New York verklagt den Klamottenvertrieb Zara, weil sie angeblich in einem Kleid der Marke einen in den Saum genähten Rattenkadaver gefunden hat. Ein Firmensprecher äußerte zu dem Vorfall das Übliche: Zara habe „strenge Qualitätskontrollen sowie Gesundheits- und Sicherheitsstandards“. Das mag glauben, wer mag. Greenpeace glaubt dran. In Kleidungsstücken von Zara stellten die Grünfriedler noch 2012 „fortpflanzungsschädigende und krebserregende Chemikalien“, u. a. Nonylphenolethoxylate, fest. Nach Publikation der peinlichen Testergebnisse gelobte das Unternehmen, bis spätestens 2020 auf die Verwendung der Gifte verzichten zu wollen, und hat mittlerweile, wiederum laut Greenpeace,

eine Liste seiner Naßproduktionsstätten veröffentlicht und untersucht, welche gefährlichen Chemikalien in seiner Lieferkette vorkommen. Auch werden Entwicklungen in verschiedenen Produktionsregionen analysiert. Zudem forscht Inditex nach den Quellen gefährlicher Chemikalien, wenn diese in Abwässern auftauchen.

Inditex heißt der Konzern, zu dem Zara gehört. Greenpeace hat es nicht für nötig befunden, die Angaben des Multis zu überprüfen. Es wird bloß ein bißchen gerüffelt:

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Abteilung: Die beste aller Welten, Ironie off, Kaputtalismus | Kommentare (3)